05.11.2018

Adrenalin, Testosteron und Co. Das sind die wichtigsten Liebeshormone!

Hormone bestimmen darüber, ob eine Paarbeziehung entsteht oder nicht und sie sind es, die dieses berauschende Gefühl der Verliebtheit entstehen lassen. Lernen Sie die wichtigsten Liebeshormone hier kennen.

Foto: iStock/PeopleImages

Hormone bestimmen darüber, ob eine Paarbeziehung entsteht oder nicht und sie sind es, die dieses berauschende Gefühl der Verliebtheit entstehen lassen. Lernen Sie die wichtigsten Liebeshormone hier kennen.

Verrückte Schmetterlinge im Bauch, verschmustes Kuschelbedürfnis oder wilde Leidenschaft: Die Liebe hat viele Facetten. Aber woraus sind Gefühle eigentlich gemacht?

Liebe und Leidenschaft gehören zu den stärksten Gefühlen, zu denen Menschen fähig sind. Unser Körper zündet in dieser Zeit ein wahres Hormonfeuerwerk! Die Winzlinge sorgen bei uns für Hochstimmung und Glücksgefühle und unterstützen "ganz nebenbei" essenzielle physische Funktionen. Das sind die wichtigsten Liebeshormone!

Oxytocin – einmal Kuscheln bitte!

Dieses Hormon klingt harmlos, klebt aber wie Pattex. Oxytocin wird beim Liebesakt ausgeschüttet und befeuert die Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Geborgenheit sowie körperlicher und geistiger Nähe. Gut zu wissen: Häufiger Sex mit demselben Partner unterstützt das Gefühl des Verliebtseins.

Serotonin – Gute Laune garantiert

Der Botenstoff Serotonin sorgt für Zufriedenheit und Motivation. Wer einen Mangel an Serotonin hat, klagt über Antriebslosigkeit und zwanghaftes Verhalten. Der Serotoninspiegel lässt sich durch den Konsum von Schokolade, Ananas, Bananen oder Erdbeeren erhöhen.

Dopamin – Lust und Leidenschaft pur

Dopamin ist der Lustbringer schlechthin. Das Glückshormon treibt unsere Leidenschaft und unseren Sexualtrieb an. Dopamin bringt Männer in Versuchung, auf neue Reize mit sexuellem Verlangen zu reagieren. Die Widersacher: Dopamin und Oxytocin sind in einer längeren Beziehung Gegenspieler, denn Dopamin ist eher ein unruhiger Geist als ein Kuschler.

Adrenalin – im Notfall schnell und überall

Das Stresshormon Adrenalin verteilt seine Botschafter über Rezeptormoleküle des Nervensystems in Sekundenbruchteilen durch den Körper. So kann bei möglicher Gefahr schnell reagiert werden. Die Muskeln werden gespannt, Herzschlag und Atem werden schneller. Der Zweck: Der Körper wächst kräftemäßig über sich hinaus und reagiert instinktiv. Tipp: Wenn Adrenalin den Körper regiert, kommt das Gehirn nicht durch. Verschieben Sie einen Streit besser auf später.

Endorphine – euphorisch und schmerzunempfindlich

Endorphine sind körpereigene Opiate, sie machen high, ausdauernd, glücklich und regulieren das Schmerzempfinden nach unten. Manche Menschen erleben eine starke Dosierung als ein Austritt des Geistes aus dem Körper.

Testosteron – macht aus Jungs echte Kerle

Das wichtigste männliche Sexualhormon lässt Muskeln und Geschlechtsteile wachsen sowie Körper- und Barthaare. Frauen produzieren auch Testosteron, jedoch in viel niedriger Dosierung. Testosteron ist das wichtigste Sexualhormon des Mannes. Dieses Powerhormon sorgt für Ausdauer und Kraft, es steigert das Lustempfinden und die Erektionsfähigkeit.

Östrogene – ausgleichend und beschützend

Das wichtigste weibliche Sexualhormon ist für die Reifung der Eizellen zuständig. Östrogen versorgt die Mutter mit Ausgeglichenheit und Gelassenheit. Auch Männer produzieren geringe Mengen Östrogen im Hoden.

Die Mischung macht's: Oxytocin und Vasopressin für Vertrauen und Treue

Diese beiden Winzlinge sind die vielleicht wichtigsten Liebeshormone. Oxytocin sorgt für die Bindung an den Partner. Das sogenannte Kuschelhormon ermöglicht dem Menschen also, sich auf andere einzulassen und verankert Liebe für eine Person im Gehirn. Je leidenschaftlicher eine Beziehung ist, je mehr Oxytocin also ist im Spiel ist, desto stärker kann die emotionale Bindung zwischen Mann und Frau werden, und das auch wenn nach der ersten Phase der Verliebtheit die starke Hormonkonzentration im Körper wieder abebbt.

Vasopressin ist sein Geschwister und hat ganz ähnliche Eigenschaften. Es wird als Treuehormon bezeichnet, da es die Bindung an einen Menschen intensiviert. Diese beiden Hormone haben aber auch ganz pragmatisch körperliche Funktionen: So sorgt Oxytocin für die Muskelkontraktionen während des Orgasmus und während der Geburt. Vasopressin steuert den Druck in den Gefäßen, damit die Geschlechtsorgane optimal mit Blut versorgt werden. Außerdem verhilft es nach dem Orgasmus zu einem tiefen Schlaf.

Dopamin und Adrenalin sorgen für Glücksgefühle

Das Euphorie auslösende Dopamin und das Aufputschhormon Adrenalin sorgen für die Schmetterlinge im Bauch, für die aufregende Ruhelosigkeit, das Kribbeln und die scheinbar endlose Kraft, die das große Verliebtsein ausmachen.

Fazit: Insgesamt entsteht das Gefühl des Verliebtsein also aus einem komplexen Zusammenspiel von Botenstoffen und Hormonen. Lässt sich dieses Wahnsinnsgefühl eventuell sogar "nachbauen"? Wissenschaftler haben genau das versucht und experimentieren mit einem Oxytocin-Nasenspray. So einfach lässt sich das schönste Gefühl der Welt aber nicht evozieren. Denn neben dem Hormoncocktail sorgen auch das Verhalten und das zwischenmenschliche Erleben für den perfekten Liebes-Mix.

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Hormone sind eine Seite, die Pflege der Beziehung eine andere. So sind die Phasen einer Beziehung – das A und O: Veränderungen zulassen. Weitere Beziehungstipps finden Sie auf unserer dazugehörigen Themenseite.

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