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Macht ein Prinzessin-Albertina-Piercing Sex wirklich intensiver?

Zarte rosa Calla-Blüte mit gelbem Stempel auf pastellfarbenem Hintergrund, von einer eleganten Hand mit pinken Fingernägeln berührt.
Kennst du das Prinzessin-Albertina-Piercing für Frauen? Es soll ja enorm die Lust steigern...
© Getty Images / Juj Winn

Intim-Piercings: gewagter Schmuck, der dort sitzt, wo ihn nur die wenigsten zu sehen bekommen... Etwa das Prinzessin-Albertina-Piercing für Frauen: Es soll zusätzlich für lustvolleren Sex sorgen. Wo es sich genau befindet, was es bewirken kann.

Intim-Piercings lassen sich manche der puren Ästhetik halber stechen – andere wiederum tun es, weil sie sich eine lustvolle Steigerung ihres Sexlebens davon versprechen. Eines davon ist das Prinzessin-Albertina-Piercing bei Frauen. Wo genau es angebracht wird und wie es zu intensiveren Liebesakten führen soll, erklären wir dir hier.

Prinzessin-Albertina-Piercing: Das steckt dahinter

Kennst du das Prinz-Albert-Piercing für den Mann? Es gilt als eines der beliebtesten Intim-Piercings für Herren und wird hinter der Eichel durch die Harnröhre gestochen, so dass der Schmuck vorne an der Harnröhre austritt. Das Prinzessin-Albertina-Piercing ist das weibliche Pendant dazu: Der Stichkanal verläuft von der Öffnung der Harnröhre (Urethra) bis zur vaginalen Öffnung.

Wird das Piercing zu dünn gestochen, kann es herauswachsen – oft hat der Erstschmuck eine Materialstärke von 1,6 Millimetern, der nach dem Abheilen durch einen Ring von bis zu 4 mm Stärke ersetzt wird. Es empfiehlt sich ein Innendurchmesser des Ringes von 8 und 12 mm, natürlich abhängig von der Anatomie der Trägerin. In der Regel wird ein Klemmkugelring (Ball Closure Ring) mit einer Materialstärke von 1,6 bis 2,0 mm eingesetzt.

Ein Prinzessin-Albertina-Piercing stechen zu lassen, kostet etwa 80 bis 100 Euro und sollte ausschließlich von vertrauensvollen und sehr erfahrenen Piercer*innen vorgenommen werden!

Welche Risiken sind mit dem Intim-Piercing verbunden?

Auch wenn die Schmerzen meist als nicht so schlimm beschrieben werden: Bei einem Prinzessin-Albertina-Piercing kann es, wie bei bei anderen Intim-Piercings auch, zu Komplikationen kommen. So könnten wegen der eher kurzen Harnröhre Harnwegsinfekte oder Blasenentzündungen die Folge sein. Häufig tritt das allerdings nicht auf – genauso wie die folgenden Risiken, die aber, wie auf einem medizinischen Beipackzettel, genannt werden müssen, auch wenn das extrem selten der Fall ist:

  • Inkontinenz
  • Vernarbungen
  • Sensibilitätsverlust
  • Probleme bei der Stimulation (kann zu gering oder zu arg ausfallen)

Das Piercing behindert im Alltag eigentlich nicht, auch wenn es manche Frauen zunächst als störend empfinden – vor allem die kleine Kugel. Aber oft ist es eine Frage der Gewohnheit. Das Urinieren geht auch weiterhin ganz normal vonstatten.

Ein echter Vorteil ist, dass ein Prinzessin-Albertina-Piercing oft schnell ausheilt, weil es permanent mit dem eigenen Urin in Berührung kommt. Die Abheilzeit beträgt etwa 2 bis 3 Wochen, der insgesamte Heilungsprozess kann dann bis zu 6 Monate in Anspruch nehmen, bis eine vollständige Heilung eingetreten ist. Allerdings kann das Piercing aus anatomischen Gründen nicht bei jeder Frau gestochen werden.

So soll das Prinzessin-Albertina-Piercing Sex intensivieren

Auch wenn während der Heilungsphase, in der Regel mindestens vier Wochen, Sex wirklich tabu sein sollte, berichten etliche Frauen davon, dass ihr Prinzessin-Albertina-Piercing zu einer Bereicherung in Sachen Liebesakt geführt hat. Vor allem für diejenigen, die es mögen, wenn der Harnröhrenbereich stimuliert wird, kann das Piercing zu einer enormen Luststeigerung führen.

Außerdem heißt es, dass nicht nur der G-Punkt der Frau durch das Piercing stärker stimuliert wird, sondern auch der Partner, so es einen gibt, davon luststeigernd profitieren kann.

Elayne Angel, ausgebildete Piercerin und Mitglied der Association of Professional Piercers (APP), bestätigt das dem Magazin refinery29 gegenüber – und liefert gleich eine Einschränkung dazu: "Das Besondere an Genitalpiercings ist aber, dass sie das Potential haben, sexuell zu stimulieren – allerdings im positiven wie negativen Sinne." Ansonsten würden sie sie sich aber nicht großartig von anderen Piercings unterscheiden, sondern seien normalerweise eine sichere Angelegenheit.

Da hilft wohl nur: ausprobieren. Das Piercing bei Nichtgefallen wieder zu entfernen, ist keine große Sache. Im schlimmsten Fall sind rund 80 Euro flöten gegangen – aber womöglich haben sie sich auch mehr als rentiert. Wer weiß...

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refinery29.com, paradisi.de, piercingstudio-wien.at

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