DIESE 6 Fehler machen viele, wenn sie Rührei zubereiten
Rührei ist eines der banalsten Gerichte – glauben zumindest die meisten. Dabei kann so viel schiefgehen, was das Geschmackserlebnis negativ beeinflusst...
Wenn es etwas Besonderes zum Frühstück sein soll, wird bei vielen Familien leckeres Rührei aufgetischt. Doch du glaubst gar nicht, wie viel dabei schiefgehen kann – obwohl viele der Meinung sind: "Rührei zubereiten? Das kann doch jeder!" Von wegen: Rührei machen – 6 typische Fehler, die dabei auftreten, und wie es stattdessen richtig geht, verraten wir hier.
Rührei machen – Fehler Nummer 1: Du schlägst das Ei in der Pfanne auf
Warum sollte man auch unbedingt mehr Geschirr dreckig machen als unbedingt nötig? Diesen Gedanken hegt der eine oder andere Rührei-Rührer, wenn er sich dazu entscheidet, die Eier direkt über der Pfanne aufzuschlagen und dann zu rühren beginnt. Auf diesem Wege nimmt das Ei aber sofort Hitze auf, Eiweiß und Eigelb können nicht gut genug miteinander vermischt werden.
Besser: Eier in einer Schüssel aufschlagen und sie dort mit Gabel oder Schneebesen verquirlen. Erst, wenn eine ziemlich homogene Masse entstanden ist, solltest du sie in die Pfanne umfüllen.
Fehler 2: Du streckst die Eiermasse
Machst du das auch? Du schlägst Eier auf, verquirlst diese kurz – und rührst dann einen Schuss Milch, Sahne oder Wasser dazu?
Immerhin: Am Ende hat man auf diesem Wege durchaus etwas mehr Masse. Tatsächlich aber ist das eine schlechte Idee, denn zusätzliche Flüssigkeit bewirkt – so paradox das auch klingen mag –, dass das Ei am Ende eher trocken wirkt.
Je mehr Flüssigkeit im Ei, desto schneller verkocht es in der Pfanne – und obendrein geht der aromatische Geschmack des Eis dabei verloren.
Fehler 3: Du würzt zu früh!
Zusätzliche Flüssigkeit soll schon mal nicht ins Ei – aber Gewürze müssen schon sein. Sonst schmeckt das Ganze ja nach nichts! Aber hier ist es tatsächlich eine Sache des Timings. Am besten ist es tatsächlich, wenn du das Rührei erst würzt, wenn es fertig ist. Kommen Salz und Pfeffer zu früh zum Einsatz, kann das die Konsistenz des Ei verändern – und das Rührei wird womöglich flüssig.
Lieber also das Ei im Anschluss ans Braten oder sogar erst am Tisch würzen.
Fehler 4: Du brätst das Ei auf zu hoher Hitze
Das Öl schön auf Hochtouren erhitzen, und hinein mit der Eiermasse? Nun ja, immerhin ist das Rührei auf diesem Wege innerhalb kürzester Zeit fertig, leider aber auch klumpig, ziemlich zäh und trocken. Kann man essen, ist aber sicher nicht der Gipfel des Geschmackserlebnisses.
Besser: Zerlasse das Fett in der Pfanne. Sobald es sich ausgebreitet hat, kannst du die Eiermasse hineingeben. Nun brate sie am besten auf kleiner Hitze, bis das Ei durch ist – was bis zu zehn Minuten dauern kann. Das Ei sollte nicht mehr flüssig, aber leicht matschig sein, da es am Ende durch die eigene Hitze noch etwas nachgaren wird. Wobei es noch eine wichtige Maßnahme zu beachten gäbe...
Pssst: Schmeckt anders, ist aber auch interessant! Lies hier, wie du Rührei sogar im Ofen zubereiten kannst!
Fehler 5: Du rührst zu wenig!
Es steckt ja schon im Namen: Rührei will gerührt werden – und am besten so viel, dass ihm schwindelig wird. Wenn du Wert auf das optimale Ergebnis legst, verabschiede dich vom Gedanken, nebenbei etwas anderes zu machen. Dein Rührei wird ULTRA-CREMIG, wenn du es durchgehend in Bewegung hältst und die Masse mit einem Holzspatel stets von außen in die Mitte schiebst. Langsam, geduldig und mit Bedacht, während es langsam zu stocken beginnt.
Wenn es dann, wie oben erwähnt, nicht mehr flüssig, sondern eher matschig ist, ist es perfekt. Du wirst staunen, wie cremig und lecker das Ei auf diesem Wege wird.
Fehler 6: Du lässt Reste in der Pfanne zurück
Manchmal bereitest du ja eine größere Portion Rührei zu und freust dich, wenn später noch ein Rest für den Nachschlag da ist. Wenn du das häufiger so machst, ist dir vielleicht schon mal aufgefallen, dass das Reste-Ei später ganz schön trocken ist.
Nimm etwaige Reste also auch gleich aus der Pfanne und lass sie auf einem Tellerchen auf ihren großen Moment warten. So garen sie nur durch die eigene Hitze nach, nicht aber durch die Restwärme der Pfanne.
Wer perfektes Rührei will, muss einiges beachten
Tja, wer hätte gedacht, dass man bei einer so simplen Speise wie Rührei so unglaublich viel falsch machen kann? Mit unseren Tricks sollte es aber ein Leichtes sein, alles richtig zu machen und das optimale Rührei zu genießen.
Kleiner Tipp aus unserer Redaktion: Wir geben ganz zum Schluss, kurz bevor das Rührei die perfekte Konsistenz erreicht hat, noch einige Flocken eiskalte Butter ins Ei und arbeiten sie ein. Dadurch wird das Ei direkt zusätzlich cremiger!
Manchmal kann es in der Küche zu Fehlern kommen, mit denen man wirklich nicht gerechnet hätte. Das gilt nicht nur für die Zubereitung eines Rühreis! Mehr liest du in unseren anderen Ratgebern.