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Urlaub mit Enkelkind: 8 Tipps für eine gelungene Zeit mit Oma und Opa

Großeltern mit Enkelkind am Strand. Kind sitzt beim Opa auf den Schultern
Ein gelungener erster Urlaub mit Oma und Opa ist für den Enkel eine wunderschöne bleibende Erinnerung.
© IMAGO / Panthermedia
Eine blonde Frau im Vordergrund, die in die Kamera lächelt. Carolin John ist Redakteurin bei BILD der FRAU. Alles rund um Menschen, Reisen und hilfreiche Tipps. | © privat
11.04.2025 • 11:55 Uhr
Carolin John

Damit die erste Reise mit den Enkelkindern für die Großeltern zum perfekten Urlaub und zu einem Abenteuer für alle wird, haben wir den passenden Leitfaden für die perfekten Familienmomente.

Für viele Kinder ist der Besuch bei Oma und Opa immer etwas Besonderes. Denn die Großeltern haben oft Zeit für phantasievolle Aktivitäten, die die Kleinen stundenlang beschäftigen können. Mama und Papa können dann im besten Fall eine Runde verschnaufen.

Und das Essen schmeckt bei Oma sowieso noch viel besser, weil es zum Nachtisch immer etwas Schoki gibt. Wenn die Kleinen schon ein wenig größer sind, wird der Wunsch von allen Seiten wahrscheinlich immer lauter, zum ersten Mal Urlaub mit dem Enkelkind zu machen.

Damit die Reise für alle Beteiligten eine wunderschöne Erinnerung wird, sollten allerdings einige Punkte beachtet und im Vorfeld gut geplant werden.

Urlaub mit dem Enkelkind: 1.Kommunikation ist alles

Bestimmt hat jeder im Bunde gute Absichten. Trotzdem ist es sehr wichtig, dass Großeltern, Eltern und das kleine Enkelchen darüber reden, was ihre Erwartungen sind und was realistisch umgesetzt werden kann.

Das Alter des Kindes, die Fitness von Oma und Opa und natürlich auch die Sehnsucht der Eltern nach ihrem Kind während der Abwesenheit, beeinflussen die Art und die Länge des Urlaubs wesentlich.

Miteinander reden, Wünsche und Sorgen erkennen – was sich nebensächlich anhört, kann den ganzen Urlaub und seinen Erfolg ausmachen.

2. Das richtige Reiseziel: Wohin soll es gehen?

Der erste Urlaub ganz allein, ohne Mama und Papa, ist auch für das Enkelkind sehr aufregend. Für die Planung sollte man die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, dass das Kind Heimweh bekommt und doch lieber wieder nach Hause möchte. Es könnte auch krank werden und die Mutter in Sorge doch lieber bei ihrem Sohn oder ihrer Tochter vor Ort sein wollen.

Für den ersten Großeltern-Enkel-Urlaub solltest du dich daher besser für ein Ziel entscheiden, das nicht weiter als ein bis zwei Stunden von den Eltern des Kindes entfernt liegt. Im Notfall kann die Reise abgebrochen und das Kind schnell wieder nach Hause gebracht werden.

Gerade bei jüngeren Kindern kann eine Anreise über Stunden mit dem Flugzeug oder der Bahn zu viel Stress führen. Bereits die Trennung von den Eltern über einen längeren Zeitraum ist ungewohnt. Da können lange Wegstrecken zum Urlaubsziel für alle zu Anspannung führen.

3. Unterschiedliche Interessen bei Jung und Alt

Oma und Opa lieben lange Spaziergänge und Museumsbesuche im Urlaub oder vertiefen sich stundenlang in dicke Urlaubsromane.

Nun, diese Aktivitäten sind wohl eher nichts für kleine Kinder. Und das sollte einem bereits bei der Planung der Reise bewusst sein. Sicherlich spricht nichts gegen einen Spaziergang am Strand oder einen kurzen Ausflug mit dem Rad.

Die Aktivitäten müssen jedoch auf das Kind mit seinen Fähigkeiten und seinen Interessen abgestimmt sein, damit der erste Urlaubstag nicht gleich zur Vollkatastrophe wird. Plane daher kindgerecht. Und wichtiger als jede noch so abenteuerliche Aktivität im Urlaub: Die gemeinsame Zeit mit dem Enkelkind ganz bewusst verbringen.

4. Oma und Opa sind nicht Mama und Papa – und das ist gut so!

Die Enkel verbringen den Urlaub mit ihren Eltern immer auf dem Campingplatz? Gut, dann sollten Oma und Opa Abwechslung dazu bieten. Erlebe mit deinen Enkelkindern Neues, was die Kleinen nicht von zu Hause kennen.

Denn Kinder, egal ob groß oder klein, genießen genau das bei ihren Großeltern: dass sie Dinge anders machen dürfen und eine kleine Narrenfreiheit genießen.

Wie Opa einen Stock schnitzen dürfen oder Geschichten von früher hören, als das Telefon noch eine Wählscheibe hatte. Nutze deine Erfahrungen,deine Ruhe und eröffne den Kindern mit der Wahl des Urlaubsortes, den Aktivitäten und deiner Präsenz neue Blickwinkel auf ihr junges Leben.

5. Mamas und Papas Grenzen: Die No Gos!

Die Grenzen bei den Großeltern sind für die Kinder meist weitergesteckt, als zu Hause. Für die Urlaubsreise lohnt sich jedoch der Austausch zwischen Großeltern und Eltern über erzieherische und sicherheitsrelevante No Gos, die die Großeltern auch im Urlaub mit dem Kind einzuhalten haben.

Wie viel Medienkonsum ist noch vertretbar? Wofür darf das Kind sein Taschengeld ausgeben und ist eine zweite Portion Eis oder Pommes am Tag erlaubt? Wie werden Aktivitäten, wie schwimmen oder klettern, abgesichert? Ein grob festgelegter Rahmen für den Urlaub gibt allen Beteiligten mehr Sicherheit in ihrem Handlungsspielraum.

6. Routine ist gut

Es handelt sich noch um sehr kleine Kinder, mit denen du in den Urlaub aufbrechen möchtest? Dann informiere dich bei deinen Kindern, was den Kleinen wichtig ist und was sie benötigen.

Eine tägliche Einschlafroutine erleichtert auch Ihre Abende im Urlaub. Wenn das Einschlafen nur mit Hasi funktioniert, dann muss dieser natürlich mit in den Urlaub. Ein chronisch krankes Kind etwa braucht regelmäßig Medizin und bei einem Kind mit Allergien kann es Nahrungmitteleinschränkungen geben.

Es gibt beiden Seiten ein besseres Gefühl, wenn die Eltern die wichtigsten Informationen aufschreiben – inklusive Notfallnummern, Kontakt zur Krankenkasse und das Kärtchen für die Selbige steckst du besser auch ein.

Besprecht zudem, wie oft und auf welchem Weg du dich – und besonders das Kind – bei den Eltern melden werden.

7. Wichtige Dokumente

Sei für alle Eventualitäten gesichert und nimm die Versichertenkarte der Krankenkasse für das Kind mit. Die Kopie des Impfausweises ist sicherlich auch nicht verkehrt, falls es wider Erwarten doch einmal zu einer Verletzung kommen sollte.

Falls das Kind schon älter ist und doch eine Flugreise oder eine Reise ins Ausland geplant sind, darf der Ausweis nicht fehlen. Eine besondere Wichtigkeit kommt zudem einer ausgestellten Vollmacht für die Großeltern zu.

Diese wird für Arztbesuche und mögliche Eingriffe benötigt. Einige Fluggesellschaften fordern eine schriftliche Erlaubnis der Eltern, wenn das Kind ohne einen Erziehungsberechtigten fliegt.

Manche Länder fordern für Minderjährige, die ohne Eltern einreisen wollen, immer eine Reisevollmacht. Dazu gehören unter anderem Griechenland, Kroatien und Großbritannien.

So wichtig sind die Großeltern für die kindliche Entwicklung

8. Das Wichtigste zum Schluss: Ist das Enkelkind bereit?

So sehr sich Oma und Opa auch den ersten gemeinsamen Urlaub mit den Enkelkindern herbeisehnen – wenn das Enkelkind nicht bereit ist, ist es nicht bereit.

Auch ältere Kinder möchten vielleicht noch nicht so lange von zu Hause weg sein. Unter Umständen sind auch die Eltern noch nicht soweit, sich für Tage von ihrem Nachwuchs zu trennen. Der ehrliche Austausch steht hier ganz klar im Vodergrund.

Plane, bevor es auf die große Reise gehen soll, zuerst einen ausgedehnten Aufenthalt deines Enkels bei dir zu Hause ein. Das schafft für das Kind Vertrauen, wenn es weiß, was es zum Einschlafen oder nach dem morgendlichen Aufstehen zu erwarten hat.

Ein gutes Großeltern-Enkel-Verhältnis wird dir das Tor zu vielen gemeinsamen Reiseabenteuern in der Zukunft öffnen!