Aktualisiert: 18.05.2021 - 19:22

Wie gut sind fleischlose Burger? Stiftung Warentest prüft vegetarische & vegane Burger-Pattys

Von Franziska Peter

Fleischlose Burger werden immer beliebter. Stiftung Warentest hat jetzt vegetarische und vegane Burger-Pattys geprüft. Viele konnten überzeugen, aber es gibt auch Verlierer.

Foto: Getty Images/ MaximFesenko

Fleischlose Burger werden immer beliebter. Stiftung Warentest hat jetzt vegetarische und vegane Burger-Pattys geprüft. Viele konnten überzeugen, aber es gibt auch Verlierer.

Es geht doch nichts über einen saftigen, üppig belegten Burger! Der muss nicht einmal mehr mit Fleisch daherkommen, denn es gibt mittlerweile jede Menge vegetarische und vegane Alternativen im Supermarkt. Stiftung Warentest hat kürzlich fleischlose Burger-Pattys getestet – mit teils bedenklichen Ergebnissen.

Fleischlose Ernährungsweisen sind auf dem Vormarsch und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das merkt man spätestens im Supermarkt, wenn man vor der mittlerweile großen Auswahl von Fleischersatz-Produkten steht. Ganze vorne mit dabei: vegetarische und vegane Burger-Pattys. Die hat Stiftung Warentest jetzt unter die Lupe genommen.

Stiftung Warentest: Vegetarische & vegane Burger-Pattys

Nicht nur Vegetarier und Veganer greifen heutzutage zu fleischlosen Burgern. Kein Wunder, denn die Zahl der Pattys auf pflanzlicher Basis ist besonders vielfältig und lädt zum Ausprobieren ein. Bei der Menge an Möglichkeiten freut man sich über eine Entscheidungshilfe: Viele Verbraucher verlassen sich gerne auf die Ergebnisse von Stiftung Warentest. Dieses Jahr wurden auch vegetarische und vegane Burger-Pattys überprüft. Darunter war eine bunte Mischung an Herstellern, insgesamt landeten 18 Produkte auf den Tellern der Tester. Zwei waren vegetarisch, die übrigen 16 Pattys sogar vegan.

Das Ergebnis: Die Hälfte aller getesteten Pattys erhielt die Note "gut". Darunter waren sowohl tiefgekühlte, als auch gekühlte und ungekühlte Produkte. Im Gegensatz dazu wiesen aber fünf Produkte deutliche Belastungen mit Schadstoffen auf, und es gab einen eindeutigen Verlierer im Test: Das vegetarische Burger-Patty von Iglo bekam nur die Note "mangelhaft" und fiel somit durch. Grund sind gleich vier Schadstoffe, die Stiftung Warentest in kritischen Mengen nachweisen konnte, darunter Glycidyl-Ester und 3-MCPD-Ester.

Schadstoffe in fleischlosen Burger-Pattys

Wieso sind diese nachgewiesenen Stoffe so gefährlich für den Menschen? Beide können im Körper möglicherweise zu krebserregenden Stoffen umgewandelt werden. Auf Anfrage von Stiftung Warentest teilte Iglo mit, dass Glycidyl-Ester durch Grillstreifen in die Pattys gelangt seien, auf die das Unternehmen nun zukünftig verzichten möchte.

Auch vier weitere Pattys waren im Test schadstoffbelastet, neben 3-MCPD-Ester fand das Testinstitut Mineralölkohlenwasserstoff vom Typ Mosh und Perchlorat. Bei letzterem handelt es sich um Salze der Perchlorsäure, die zu einer Hemmung der Jodaufnahme und bei Personen, die zu Risikogruppen gehören, zu einer zeitweiligen Veränderung des Schilddrüsen-Hormonspiegels führen.

Das sind die Testsieger unter den vegetarischen & veganen Burger-Pattys

Aber welche vegetarischen und veganen Burger-Pattys können Sie nun bedenkenlos genießen? Das sind die fünf besten Produkte:

  1. "Beyond Burger" Vegane Burger auf Erbsenproteinbasis von Beyond Meat – "gut"
  2. "No Meat Just Burger" Vegane Burger Patties von Edeka – "gut"
  3. "Vegetarische Hack-Selig Burger" von The Vegetarian Butcher – "gut"
  4. "Sensational Burger" von Garden Gourmet – "gut"
  5. "Vegetarische Burger" von Valess – "gut"

Schon gewusst? Wir haben einen Fernsehkoch zu Tisch gebeten und gemeinsam mit Christian Rach fleischlose Burger getestet. Lesen Sie nach, wie es dem Profi geschmeckt hat!

Ein Produkt konnte im Stiftung Warentest nicht überzeugen und sollte zukünftig nicht mehr auf der Einkaufsliste stehen:

  • "Green Cuisine Vegetarische Burger" von Iglo – "mangelhaft"

Fleischersatz-Produkte: Daraus bestehen vegetarische & vegane Burger-Pattys

Im Laufe der letzten Jahre konnten sich bestimmte Zutaten für die Herstellung von Fleischalternativen etablieren. Neben Soja und Seitan werden immer mehr Produkte auf Basis von Erbsen, Jackfrucht, Milch und schwarzen Bohnen gefertigt. Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Während Sojabohnen sehr reich an Eiweißen sind, können sie auch Auslöser für Allergien sein. Ähnlich ist es mit Milchproteinen, die viele Verbraucher nicht vertragen. Auch bei Seitan gibt es Einschränkungen: Es besteht aus Weizeneiweiß und eignet sich daher nicht für Zöliakie-Erkrankte. Jackfrucht hingegen besitzt wenig Eiweiß, kann dafür aber mit jeder Menge Ballaststoffen punkten. Schwarze Bohnen zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Eiweiß und Eisen aus, genauso wie Erbsen.

So zaubern Sie selbstgemachte vegetarische und vegane Burger

Sie haben jetzt Lust auf fleischlose Burger bekommen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie sogar die Burger-Brötchen, sogenannte Buns, selbst zubereiten können. Sehen Sie sich einfach das Rezept für diesen vegetarischen Soja-Burger mit selbst gemachten Brötchen an. Wenn Sie sich auch an den Pattys probieren möchten, versuchen Sie es doch mal mit diesen veganen Quinoa-Burgern oder diesen veganen Burgern mit saftigen Kichererbsen-Bratlingen.

Wie lecker vegane Gerichte sind, davon können Sie sich in unserer Galerie überzeugen. Lassen Sie sich inspirieren:

Übrigens: Auf unseren Themenseiten haben wir viele Ideen und Rezepte rund um Burger sowie die vegetarische und vegane Küche zusammengestellt. Außerdem finden Sie dort weitere Ergebnisse der Stiftung Warentest.

Quellen: Stiftung Warentest, bfr.bund.de

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