28.11.2019

4 verschiedene Varianten Kaffee kochen ohne Maschine: So geht's!

Um Kaffee zu kochen, brauchen Sie keine Maschine. Wie das am besten geht, erfahren Sie hier.

Foto: imago images/Mint Images

Um Kaffee zu kochen, brauchen Sie keine Maschine. Wie das am besten geht, erfahren Sie hier.

Was wären die Deutschen ohne ihr liebstes Getränk? Kaffee gehört für viele einfach zu einem vollkommenen Start in den Tag mit dazu. Doch was tun, wenn gerade keine Maschine in Sicht ist? Wir verraten Ihnen vier Wege, wie Sie auch ohne Maschine in den Genuss eines frischen Kaffees kommen können.

Für viele Menschen kann der Tag erst dann starten, sobald sie den ersten Kaffee in den Händen halten. Klar – eine Kaffeemaschine, eine Pad-Maschine oder ein Kaffeevollautomat sind da natürlich die einfachste Lösung, um möglichst schnell in den Genuss des umschwärmten, koffeinhaltigen Heißgetränks zu gelangen.

Unbedingt notwenig sind diese Gerätschaften allerdings nicht, denn es gibt jede Menge Wege, wie Sie Kaffee auch ohne Maschine kochen können. Und das Ganze hat zudem noch Vorteile, dadurch dass manch einer auch schon die reine Zubereitung von Hand als einen Prozess der Entspannung und eines Rituals begreift. Denn: Je nach dem, für welche Art der Zubereitung Sie sich entscheiden – alle hängen mit bestimmten Handgriffen zusammen, deren Ausführung durchaus etwas Meditatives haben.

Kaffee kochen ohne Maschine: So geht's mit Filter

Kaffee kochen, wie zu Omas Zeiten! Alles was Sie brauchen, ist eine Kanne, ein aufsetzbarer Kaffeefilter und eine Filtertüte – vom Kaffeemehl und heißem Wasser mal abgesehen. Besagte Filter gibt es aus verschiedenen Materialien (z.B. Porzellan, Kunststoff, Metall etc.), die allesamt auch Einfluss auf den Geschmack des Endergebnisses haben können.

So geht's: Um 100 ml Filterkaffee zuzubereiten, brauchen Sie genau 6 g Kaffeepulver – am besten natürlich frisch gemahlen, da der Kaffee so noch das meiste Aroma aufweist. Wasser aufkochen und anschließend ein klein wenig abkühlen lassen, denn die optimale Brühtemperatur liegt bei ca. 90 bis 94 Grad. Filter im Trichter positionieren und einmal kurz mit warmem Wasser durchspülen, damit der Eigengeschmack des Papiers keinen Einfluss auf den Kaffee-Geschmack nehmen kann. Benötigte Menge an Kaffeepulver in den Filter geben und etwas mit Wasser anfeuchten. Pulver circa 30 Sekunden quellen lassen. Nun nach und nach die entsprechende Menge heißes Wasser in kreisenden Bewegungen in den Trichter gießen. Die Brühzeit sollte zwischen 3 und 4 Minuten liegen.

Tipp: Keine Papierfilter im Haus? Auch für dieses Dilemma gibt es eine Lösung – falls Sie festes Küchenpapier haben. Dieses doppelt falten und statt des Papierfilters in den Trichter setzen.

Kaffeekochen ohne Filter: So klappt es am besten

Für passionierte Kaffee-Trinker empfinden puren Stress, sollten mal keine Filter zur Hand sein. Viele geben dann einfach Kaffeepulver in eine Tasse und gießen heißes Wasser auf. Das Problematische daran: Manchmal setzt sich der Kaffee nicht vollständig (oder man ist zu ungeduldig) und schon man hat den ganzen Kaffee zwischen den Zähnen. Doch auch für diesen Fall gibt es eine gute Lösung...

So geht's: 3 TL Kaffeepulver in eine Tasse (ca. 250 ml Kapazität) geben. Am besten eignet sich ein mittlerer Mahlgrad. Wasser aufkochen und kurz abkühlen lassen, bis eine Temperatur von ca. 92 bis 96 Grad erreicht ist. Nun die entsprechende Wassermenge vorsichtig auf das Kaffeemehl gießen, sodass das gesamte Mehl mit Wasser in Berührung kommt. Wichtig: NICHT UMRÜHREN! Dadurch könnte der Kaffee überextrahieren und bitter werden. Kaffee einfach 3 bis 5 Minuten ziehen lassen. Nun einen Teelöffel nehmen und mit der bauchigen Seite nach oben vorsichtig die Kaffeekruste brechen. Als Kruste wird die auf der Oberfläche des Kaffees entstandene Schicht aus Kaffeemehl bezeichnet. Wenn diese Kruste durchbrochen ist, setzt sich im Handumdrehen das gesamte Kaffeemehl und der Genuss kann beginnen.

Kaffee kochen mit Herdkännchen

Viele Kaffeefreunde nennen ein Herdkännchen ihr eigen – manche kennen es auch eher unter der Bezeichnung Espressokanne oder Moka. Bei dieser Form der Zubereitung sind vor allem zwei Dinge entscheidend: die hohe Temperatur und der Dampfdruck von ca. 1,5 Bar. Ansonsten geht die Zubereitung leicht von der Hand.

So geht's: Mittelfein gemahlenes Kaffeepulver in den Siebkorb geben, dieser liegt zwischen Wassertank und dem Kaffeebehälter. Pulver einfach glattstreichen und nicht festdrücken. Nun das Kännchen verschließen und auf den Herd bei mittlerer Flamme stellen. Der Brühvorgang ist fertig, sobald der Kaffee blass wird und anfängt zu kochen. Am besten Deckel abnehmen und im Blick behalten, dass der Kaffee nicht überkocht – so könnte der Kaffee ungenießbar werden.

Tipp: Sie wollen eine leckere Crema? Dann gießen Sie die ersten Kaffeetropfen in ein Glas und vermischen sie mit etwas Zucker. Später einfach einen Teelöffel davon unter den Kaffee mischen. Mittlerweile gibt es übrigens auch bestimmte Modelle dieser Herdkännchen, die mit einem speziellen Cremaventil ausgestattet ist.

Kaffee kochen mit French Press

Ein wenig mechanische Hilfe darf es beim Kaffee kochen schon sein – und gerade eine Pressstempel-Kanne (auch French Press genannt) erfreut sich großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn die Zubereitung ist simpel und die Kanne kann auch leicht mit auf Reisen genommen werden.

So geht's: Sie benötigen 30 g Kaffeepulver auf 500 ml Wasser. Zunächst die leere Kanne mit heißem Wasser ausschwenken, dann Pulver hineinfüllen. Mit auf 90 bis 94 Grad erhitztem Wasser in kreisförmigen Bewegungen bis zur Hälfte aufgießen. Nicht rühren! Das Ganze stattdessen kurz schwenken, dann zwei Minuten ruhen lassen. Nach den beiden Minuten restliches Wasser aufgießen und weitere zwei Minuten ziehen lassen. Nun vorsichtig das Drahtsieb herunterdrücken, dann Kaffee erneut 2 Minuten ruhen lassen. Jetzt kann der Kaffee in Tassen gegossen werden.

Tipp: Um das beste Ergebnis mit einer French Press zu erzielen, sollten Sie am besten groben bis mittelgrob gemahlenen Kaffee verwenden, bei dem dann die Extraktion der Aromastoffe langsam und gleichmäßig vonstatten geht.

Besonderheit: Im Gegensatz zu Filterkaffee werden bei der French Press die ätherischen Öle nicht herausgefiltert. So können sich die Aromen voll entfalten.

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Fazit: Kaffee kochen ohne Maschine ist ganz einfach

Sie sehen, wenn Ihre Kaffeemaschine gerade streikt oder Sie einfach mal andere Formen des Kaffeekochens für sich entdecken wollen, gibt es allerlei Alternativen zur Zubereitung. Die eine wahre Methode gibt es übrigens nicht – jeder hat einen anderen Geschmack und kann somit womöglich der einen Methode mehr abgewinnen als der anderen.

Und es ist ja nicht nur die Zubereitungsart, bei der die Geschmäcker sich unterscheiden – auch die Kaffeesorte spielt eine große Rolle. Und so gibt es Fans von Arabica-Kaffee und andere, die Robusta bevorzugen.

Alle weiteren Ratgeber und inspirierende Rezepte rund um kalte und warme Getränke finden Sie auf unserer Themenseite.

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