08.02.2018 - 09:01

Gesundheits-Tipp Gesunder Darm – Ihr Weg zu Wohlbefinden und Wunschfigur

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Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Darm und somit Ihren ganzen Körper einfach und natürlich gesund halten können.

Foto: iStock.com/STEEX

Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Darm und somit Ihren ganzen Körper einfach und natürlich gesund halten können.

Verdauungsprobleme, schlechte Stimmung, Trägheit, Völlegefühl, Probleme, die Kilos loszuwerden oder ständig "irgendwie" krank? Haben Sie schon mal daran gedacht, dass die Ursache hierfür in Ihrem Darm liegen könnte?

Der Darm ist der wichtigste Teil des Verdauungstraktes. Welche Bedeutung er für das Gleichgewicht im Körper hat, merken viele erst, wenn der Darm Beschwerden bereitet. Ein gesunder Darm hingegen steigert das Lebensgefühl. So halten Sie Ihre Körpermitte gesund.

Gesunder Darm gesucht: Der Darm als Ursache vieler Probleme

Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr, dass der Darm und die darin beheimateten Bakterien – das sogenannte Mikrobiom – unser größtes Immunsystem sind. Seine Fläche, sowie seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind so groß, dass Wissenschaftler von unserem "Superorgan" sprechen. Diese Bezeichnung ist keinesfalls übertrieben, wenn wir uns mal die Liste der Krankheiten bzw. Beschwerden anschauen, die mit einer gestörten Darmflora assoziiert werden:

  • Reizdarm
  • Allergien
  • Chronische Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Infektanfälligkeit
  • Unverträglichkeiten
  • Übergewicht

Psychische Probleme

Der Darm ist die "Barriere" zwischen dem, was Sie aus der Außenwelt aufnehmen und dem, was in Ihre Blutbahn gelangt.

Stellen Sie sich vor, Ihr Körper ist eine Stadt. Der Darm ist die Schranke, an der alles, was in die Stadt möchte, akribisch untersucht wird. Im besten Fall gelangen "Randalierer" und "Müll" nicht über die Barriere. Die Entscheidung liegt hier zum einen an den "Polizisten" (Darmbakterien), welche an der Schranke Wache halten. Zum anderen ist entscheidend, dass die Schranke nicht kaputt und löchrig ist, damit unerwünschte Gäste und Müll nicht hindurchgelangen.

Ein Problem der heutigen Zeit?

Wir leben in einer sehr schnelllebigen Gesellschaft. Stress ist unser täglicher Begleiter. Wir sind Umweltgiften ausgesetzt, es werden viele Arzneimittel eingenommen und Antibiotika werden tendenziell zu häufig verschrieben. All das macht Ihrem Darm zu schaffen. Oft wird das tägliche Grummeln nach dem Essen, die chronische Trägheit und Erschöpfung als "normal" hingenommen und mit Kaffee bekämpft.

Problematisch ist, dass wir nicht gleich merken, wenn unser Darm seine eigentlichen Aufgaben immer weniger erfüllen kann – ein schleichender Prozess, der unser gesamtes Wohlbefinden langsam aber stetig immer stärker beeinträchtigt.

Der ewige Kampf gegen die Kilos zum Beispiel lässt Sie irgendwann in Selbstzweifel verfallen. Sie hangeln sich erfolglos von Diät zu Diät und verstehen nicht, warum Sie Ihr Ziel nicht erreichen. Doch vielleicht ist es einfach mal notwendig, dass sie Ihrem Darm etwas mehr Aufmerksamkeit widmen, wodurch sich möglicherweise viele der Probleme von alleine lösen.

Es ist nämlich nachgewiesen, dass sich die Bakterienzusammensetzung bei Menschen mit Übergewicht von der eines gesunden und nicht an Übergewicht leidenden Menschen unterscheidet. Die oben genannten Einflüsse wie Medikamente führen zu einem ungünstigen Gleichgewicht der "Darmpolizei". Die "guten" Polizisten sorgen dafür, dass im übertragenen Sinne die Schranke, also die Barrierefunktion der Darmschleimhaut, intakt bleibt.

Durchlässiger Darm: "Leaky gut"

Warum ist dieses Gleichgewicht so wichtig? Durch ein ungünstiges Gleichgewicht der Bakterien gelangen (Fremd-)Stoffe durch die Schranke in den Körper, die dort nicht hingehören und auf die Ihr Körper natürlicherweise reagiert.

Der Darm wird im wahrsten Sinne des Wortes undurchlässig (engl.: "leaky"). Das Immunsystem wird aktiv und sorgt dafür, dass kleine Entzündungsreaktionen im Körper ausgelöst und die Eindringlinge in Schach gehalten werden.

Das Immunsystem ist nonstop am Arbeiten, wodurch Sie empfänglicher für Erreger werden und was sich negativ auf Ihre Stimmung auswirken kann. Auch Körperfett wird schneller eingelagert. Ein kleiner Teufelskreis.

Die gute Nachricht: Es liegt in Ihrer Hand

Sie haben einen großen Einfluss darauf, was sich in Ihrem Darm abspielt. Sie sind kein hilfloses Opfer Ihrer (gestörten) Darmflora. Schenken Sie Ihrem Darm ein wenig Aufmerksamkeit, denn die Rendite könnte höher sein, als Sie es auf den ersten Eindruck annehmen. In erster Linie gelingt Ihnen das durch Ernährungs- und Lifestyle-Veränderung. Die Einnahme durch gezielte präbiotische und probiotische Lebensmittel (die zum Aufbau einer gesunden Darmflora beitragen) kann sie unterstützen.

10 Tipps für den gesunden Darm

  1. Bevorzugen Sie Lebensmittel mit niedrigem Glutengehalt. Und greifen Sie statt zu stark glutenhaltigen Getreidearten wie Weizen, Roggen & Dinkel, eher zu Alternativen und Pseudogetreide wie Amaranth, Quinoa, Buchweizen, Hirse.
  2. Milchprodukte reduzieren (nicht unbedingt wegen Laktoseunverträglichkeit, sondern auch wegen der verschleimenden und stopfenden Wirkung des Milcheiweißes). Inzwischen gibt es zahlreiche pflanzliche Milchalternativen.
  3. Tägliche Bauch-Selbstmassage zur Verringerung von Verdauungsbeschwerden.
  4. Reichlich Ballaststoffe essen. Sie ernähren die guten Darmbakterien und sorgen für eine bessere Verdauung. Leichter verdaulich als Vollkornprodukte sind Kokosmehl, Erdmandeln oder Leinsamen. Beginnen Sie langsam die Zufuhr zu erhöhen, denn der Darm muss sich erst daran gewöhnen. Wichtig: Damit die Ballaststoffe im Darm auch prima quellen können und ihn nicht zusätzlich verstopfen, wird zudem ausreichend Flüssigkeit benötigt. Es empfehlen sich bei ballaststoffreicher Ernährung bis zu 3 Liter Wasser pro Tag.
  5. Probiotische Lebensmittel in den Speiseplan integrieren (z.B. Milchsäure- und Bifidobakterien & fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut und Kombucha)
  6. Flohsamenschalen enthalten regenerierenden Schleim und binden Gase und Giftstoffe. So tragen sie zur Regeneration und Reinigung des Magen-Darm-Traktes bei.
  7. Nach Absprache mit Ärztin oder Arzt etwa bei Verstopfung einen Einlauf vornehmen. Das kann die Darmbewegung anregen. Aber Vorsicht: Nach einem Einlauf muss sich die Darmflora komplett neu aufbauen. Sprechen Sie es daher auf jeden Fall ärztlich ab, wenn Sie diesen Weg ausprobieren wollen – und lassen Sie sich dazu beraten, wie Sie Ihren Darm dabei unterstützen können.
  8. Regelmäßige Bewegung bringt ebenfalls den Darm und die Darmperistaltik in Gang. Minimum: ein kleiner Spaziergang pro Tag.
  9. VIEL trinken – Ideal sind mindestens 2 l Wasser oder Tee pro Tag.
  10. Langsam essen und sorgfältig kauen, so ist die Nahrung viel leichter verdaulich – und ein gesunder Darm macht Sie glücklich.

Mit diesen 6 Tipps verbrennen Sie jeden Tag mehr Kalorien – hier mehr erfahren.

Probieren Sie diese Tipps aus – gerne unter ärztlicher Begleitung. Sie selbst können Ihren Darm dabei unterstützen, gesund und munter zu bleiben – oder es wieder zu werden – und Ihnen das Leben wieder einfacher zu gestalten! Falls Sie unter Verstopfung leiden, schauen Sie doch mal auf unsere Themenseite.

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Und wer mit anderen Betroffenen gerne in Kontakt treten und gemeinsam Hilfe suchen möchte, kann sich bei der Reizdarmselbsthilfe weitere Infos bekommen.