29.07.2016

Nicht nur Hitzewallungen! Wechseljahre – diese 17 Symptome sollten Sie kennen

Stimmungsschwankungen bis hin zur depressiven Verstimmung zählen zu den Symptomen der weiblichen Wechseljahre.

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Stimmungsschwankungen bis hin zur depressiven Verstimmung zählen zu den Symptomen der weiblichen Wechseljahre.

Es gibt bekannte und unbekannte Anzeichen für die Zeit um die Menopause. Welche das sind und welche auch für Männer zutreffen, verraten wir hier.

Manchmal beginnen sie bereits vor dem 40. Lebensjahr, spätestens jedoch mit 50: die Wechseljahre, fachsprachlich Klimakterium genannt. Es ist der Lebensabschnitt, in dem die Konzentration der Sexualhormone langsam abnimmt. Die meisten Frauen merken davon kaum etwas – außer dass die Periode unregelmäßig wird, die Blutungen erst stärker, dann schwächer werden und schließlich gänzlich ausbleiben. Mindestens ein Drittel der Frauen hat jedoch Wechseljahresbeschwerden.

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Wechseljahresbeschwerden betreffen auch die Psyche

Es gibt eine ganze Reihe von Symptomen, die unangenehm sind – etwa Hitzewallungen. Außerdem sind zahlreiche andere Beschwerden möglich, die nicht auf den ersten Blick mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht werden. Denn das Sexualhormon Östrogen spielt bei vielen Funktionen von Körper und Psyche eine Rolle. Deshalb sind die Wechseljahresbeschwerden auch so unterschiedlich:

  1. Stimmungsschwankungen

  2. Aggressivität

  3. Nervosität

  4. Überempfindlichkeit, Verletzlichkeit

  5. Depression

  6. Erschöpfung

  7. Schlafprobleme

  8. Leistungsabfall

  9. Libidoverlust

  10. Harnwegsinfektionen

  11. Scheidenbrennen und -jucken

  12. Scheidentrockenheit (allgemein sind im ganzen Körper die Schleimhäute nicht mehr so feucht wie in jungen Jahren, das betrifft beispielsweise auch die Augen und kann zu trockenen Augen führen)

  13. Herzrasen

  14. Bluthochdruck

  15. Gewichtszunahme

  16. Haarausfall

  17. Haarwuchs im Gesicht („Damenbart“)

Hormontherapie und Heilpflanzen gegen Wechseljahresbeschwerden

Oft dauert das Klimakterium, die Zeit der Umstellung, zehn oder mehr Jahre. Gegen starke Beschwerden kann dann die Hormonersatztherapie (HET/HRT) sinnvoll sein, gegen leichtere haben sich Heilpflanzen bewährt, etwa Johanniskraut, Rotklee, Traubensilberkerze, Frauenmantel und viele andere. Auch regelmäßiger Sport kann die Symptome lindern.

Auch Männer kommen in die Wechseljahre

Übrigens betrifft die sinkende Produktion von Sexualhormonen auch Männer. Das macht das starke Geschlecht zwar friedlicher, kann aber auch zu einer Reihe von Symptomen führen, die den Wechseljahresbeschwerden der Frauen ähneln. Die wichtigsten Anzeichen der männlichen Wechseljahre sind ebenfalls Schlafstörungen, Libidoverlust, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Depression – und Hitzewallungen.

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Testosteronspiegel sinkt nicht rapide, sondern nach und nach

Allerdings sind die Beschwerden bei den meisten Männern weniger ausgeprägt. Denn bei ihnen sinkt – im Gegensatz zu Frauen – der Hormonspiegel sehr langsam und stetig. Bei Frauen vollzieht sich die Reduktion anders, langsame und schnelle Hormonabnahme wechseln sich phasenweise ab. Deshalb entstehen häufiger Wechseljahresbeschwerden.

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