Psychotest: Heimliche Krafträuber – 12 Fragen für mehr Power
Unser Alltag ist voll von Krafträubern – manche davon tragen wir unbewusst in uns. Dieser Psychotest zeigt dir, welches innere Muster dich besonders viel Energie kostet. Und vor allem: was dir hilft, wieder mehr Kraft zu gewinnen.
Im Alltag lauern viele Krafträuber: Lärm, lange Wege, kleine Pannen, verlorene Zeit… Vieles davon lässt sich durch eine clevere Organisation zumindest teilweise in den Griff bekommen. Schwieriger wird es jedoch, wenn die Krafträuber in uns selbst stecken – sie sind oft schwer zu erkennen.
Mit diesem Test kommst du deinem persönlichen Krafträuber gezielt auf die Spur. Du findest heraus, wie er dir heimlich ständig Kraft nimmt und was du dagegen tun kannst.
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Was sind deine Krafträuber? Mach den Psychotest
So wird der Test gemacht
Schreibe dir bei allen Fragen den Buchstaben hinter der Antwort auf, die am meisten für dich zutrifft.
Frage 1
Jemand bedankt sich von Herzen bei dir – wofür wohl am ehesten?
- Dein Tipp, wie ich etwas verändern kann, war Gold wert. Ich habe ihn gleich umgesetzt. (E)
- Vielen Dank für deine Geduld mit mir. Du hast einfach nicht aufgegeben, bis ich es hinbekommen habe. (A)
- Ich werde dir nie vergessen, wie du mich als Einzige unterstützt hast, als es mir so schlecht ging. (B)
- Ich rechne dir hoch an, dass du ruhig und freundlich geblieben bist, obwohl du dich so geärgert hast. (D)
- Du hast mich vor einer großen Dummheit bewahrt. Ich darf mir gar nicht vorstellen, was sonst passiert wäre. (C)
Frage 2
Manche Kolleginnen sind einfach nervig, doch diese hier ärgert dich besonders:
- Sie gibt ein Protokoll mit Rechtschreibfehlern und Lücken ab. Darauf angesprochen meint sie nur lässig: "Ach, das passt schon." (A)
- Sie sagt leichtfertig: "Das wird bestimmt super klappen!", obwohl das Projekt offensichtlich keine Chancen auf Erfolg hat. (C)
- Sie redet schlecht über andere hinter deren Rücken. (D)
- Sie putzt den schüchternen Azubi herunter, nur weil der etwas falsch verstanden hat. (B)
- Sie hält sich für die Größte, obwohl nicht viel dahintersteckt. (E)
Frage 3
Welcher Spruch enthält für dich die meiste Wahrheit?
- Liebe verschenkt, Egoismus leiht. Friedrich von Schiller (B)
- Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Seneca (E)
- Wie einfach wäre das Leben, wenn sich die unnötigen Sorgen von den echten unterscheiden ließen. Karl Heinrich Waggerl (C)
- Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer Acht lässt. Albert Schweitzer (A)
- Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist. Mutter Teresa (D)
Frage 4
Beim Treffen beklagen sich Freundinnen über ihre Partner. Welche verstehst du am besten?
- Er macht sich immer über meine Bedenken lustig. (C)
- Wenn ich ein neues Kleid habe oder im Frisiersalon war, bemerkt er das gar nicht. (D)
- Er legt das Handy nie aus der Hand. Wenn ich mich mit ihm unterhalten will, hört er nur mit halbem Ohr zu. (B)
- Er drängt mich oft, etwas zu tun, und kann einfach nicht verstehen, dass ich nicht so selbstbewusst bin wie er. (E)
- Ich muss ihm immer hinterherräumen. Die Unordnung stört mich total. (A)
Frage 5
Welches Ehrenamt übernimmst du am liebsten?
- Du unterstützt als Hospizbegleiterin schwerkranke Menschen. (B)
- Du arbeitest im Tierschutz, etwa im Tierheim oder beim Gassigehen. (C)
- Du hilfst Migrantinnen bei Sprache und Berufseinstieg. (A)
- Du besuchst ältere Menschen im Altenpflegeheim. (E)
- Du hilfst bei der Tafel mit Essen und Gesprächen. (D)
Frage 6
Über dieses Lob freust du dich besonders:
- Du denkst immer klug voraus. (C)
- Du sorgst stets für eine gute Atmosphäre. (D)
- Das hast du großartig gemacht – du bist viel zu bescheiden. (E)
- Auf dich kann man sich hundertprozentig verlassen. (A)
- Zu dir kann man Vertrauen haben. (B)
Frage 7
Was könnte dir den Schlaf rauben?
- Du hast eine Bitte abgelehnt und jetzt plagt dich das schlechte Gewissen. (D)
- Du planst eine große Geburtstagsparty. (A)
- Die Nachrichten im Fernsehen über Kriege und Katastrophen haben dich aufgewühlt und beunruhigt. (B)
- Ein Familienmitglied ist unterwegs und hat noch nicht angerufen. (C)
- Eine Person, an der dir etwas liegt, hat dich zu Unrecht kritisiert. (E)
Frage 8
Seniorinnen schauen wehmütig auf ihr Leben zurück. Was kannst du am besten nachvollziehen?
- Rückblickend hätte ich mir gewünscht, öfter entspannter zu sein und die Dinge einfach mal laufen zu lassen. (A)
- Ich hätte nachsichtiger und liebevoller mit mir selbst umgehen sollen. (E)
- Meine größte Erkenntnis ist, dass ich meine eigenen Grenzen konsequenter hätte verteidigen müssen. (D)
- Ich hätte nicht so viel Verantwortung für andere übernehmen sollen. (B)
- Ich habe mich mit Zukunftsängsten geplagt und hätte mir mehr Vertrauen ins Leben gewünscht. (C)
Frage 9
Welche Wortreihe spricht dich am meisten an?
- Frieden – taktvoll - Stil (D)
- Verständnis - sensibel – Herz (B)
- Vorsicht – realistisch – Plan (C)
- Qualität – präzise - Gewinn (A)
- Achtsamkeit – nachdenklich - Zurückhaltung (E)
Frage 10
Das wäre dir besonders peinlich:
- Du redest über eine Person und merkst zu spät, dass sie die ganze Zeit hinter dir steht. (D)
- Du schickst eine private Textnachricht an die falsche Person. (E)
- Du triffst eine gute Bekannte – und dir fällt ihr Name nicht ein. (B)
- Du isst bei der Einladung in ein Nobelrestaurant mit dem falschen Besteck. (A)
- Du hast einer Freundin dringend von einem Projekt abgeraten – es wurde ein großer Erfolg. (C)
Frage 11
Du möchtest einem jungen Menschen, der dir am Herzen liegt, eine Lebensweisheit mitgeben:
- Engagiere dich für andere. Dann schenkst du nicht nur Freude, sondern du erfährst auch ein tiefes Gefühl von Sinn und Verbundenheit. (B)
- Gib immer dein Bestes. Echter und nachhaltiger Erfolg stellt sich nur durch vollen Einsatz und Beharrlichkeit ein. (A)
- Nimm dir Zeit zum Planen – jeder gut überlegte Schritt stärkt dich und gibt dir mehr Sicherheit. (C)
- Sei anpassungsfähig und respektvoll. Lerne, dich auf neue Situationen einzustellen, und begegne jedem Menschen mit Achtung (D)
- Konzentriere dich darauf, jeden Tag einen kleinen Fortschritt zu machen. Das ist langfristig wirkungsvoller als eine einmalige Anstrengung. (E)
Frage 12
In diesem Fall bist du besonders erleichtert:
- Du bist neu in einem Verein und unsicher, wie du aufgenommen wirst. Man empfängt dich sehr freundlich. (D)
- Du musst auf einer Feier eine kleine Rede halten. Du bekommst dein Lampenfieber gut in den Griff. (E)
- Du hast online eine Urlaubsunterkunft gebucht und fürchtetest schon, das wäre ein Betrug. Ist es nicht. (C)
- Du organisierst einen Nachbarschaftsflohmarkt, und alles klappt wie am Schnürchen. (A)
- Deiner Freundin geht es nach einer sehr schmerzhaften Trennung wieder gut. (B)
Testauswertung
Zähle zusammen, wie oft du jeweils die Buchstaben A,B,C,D,E angekreuzt hast. Die Auflösung findest du unter demjenigen Buchstaben, den du am häufigsten gewählt hast.
Bei mehreren Buchstaben gleich häufig liest du bitte zunächst Auflösung F.
Testauflösung
(A) Krafträuber: dein Perfektionismus
Du bist zuverlässig, sorgfältig und hast einen hohen Qualitätsanspruch. Für dich zählt jedes Detail. Das sorgt dafür, dass vieles reibungslos läuft und du beste Ergebnisse erzielst. Aber dieser Anspruch kostet auf Dauer viel Energie.
So raubt er dir Kraft: Oft investierst du zu viel Zeit in Kleinigkeiten. Das macht es dir schwer, einfach mal abzuschalten oder spontan zu sein. Weil kaum jemand deinen hohen Maßstäben gerecht wird, übernimmst du vieles lieber selbst und gerätst dadurch schnell an deine Grenzen.
So gewinnst du Kraft zurück: Halte kurz inne, bevor du startest. Frage dich: Muss ich das wirklich perfekt erledigen – oder ist "gut" völlig ausreichend? Eine E-Mail muss keinen Literaturpreis gewinnen, und eine Torte nicht wie vom Konditor sein. Erinnere dich mit einem kleinen Merkzettel "80 % reicht" daran, loszulassen. Gib Aufgaben ab und übe, es auszuhalten, wenn andere es nicht so machen wie du.
(B) Krafträuber: dein gutes Herz
Du besitzt großes Einfühlungsvermögen. Menschen fühlen sich bei dir verstanden, weil du aufmerksam zuhörst, rätst und hilfst. Das macht dich zu einer geschätzten Freundin, Partnerin oder Kollegin. Doch genau dieses Mitgefühl kann mit der Zeit zur Belastung werden.
So raubt es dir Kraft: Oft übernimmst du die Verantwortung für das Wohl anderer und trägst Lasten, die gar nicht deine eigenen sind. Auch Nachrichten über weltweite dramatische Ereignisse gehen dir besonders nahe, beschäftigen dich lange und deprimieren dich.
So gewinnst du Kraft zurück: Höre weiterhin teilnahmsvoll zu, aber übernimm nicht automatisch die Retterrolle. Ein Satz wie "ich verstehe dich, und ich bin sicher, dass du selbst den richtigen Weg findest" schützt deine Energie, ohne dein Mitgefühl zu mindern. Verweise bei Bedarf an Fachleute, wenn jemand mehr Unterstützung braucht. Und gönne dir bewusste Pausen von Nachrichten und Problemen anderer, um dein inneres Gleichgewicht zu stärken.
(C) Krafträuber: deine Sorgen
Du denkst voraus und erkennst früh, was schiefgehen könnte. Diese Weitsicht ist wertvoll, denn sie hilft dir, Risiken einzuschätzen und vorbereitet zu sein. Doch wenn das Denken ins Grübeln kippt, nimmt es dir Leichtigkeit und verhindert das Glück des Augenblicks.
So raubt es dir Kraft: Du kreist um mögliche Probleme und verschwendest Energie auf Befürchtungen, die sich meist nie erfüllen. Das ständige „Was wäre, wenn …?“ wirkt sich auch körperlich aus, etwa mit Schlaflosigkeit. Zudem mindert es deinen Mut und deine Entschlossenheit.
So gewinnst du Kraft zurück: Verwandle Sorgen in Sorgfalt: Frage dich, was du tatsächlich beeinflussen kannst – und lasse alles andere los. Stärkend ist auch ein Blick zurück: Wie oft war deine Sorge unbegründet? Richte deine Aufmerksamkeit bewusst auf das, was jetzt gut ist, und vertraue darauf, dass sich vieles mit der Zeit fügt.
(D) Krafträuber: dein Harmoniebedürfnis
Du legst großen Wert auf ein gutes Klima und möchtest, dass alle zufrieden sind – im Beruf, im Freundeskreis, in der Familie. Dafür nimmst du Rücksicht und passt dich an. Das macht dich beliebt, kann aber dazu führen, dass du dich selbst zu sehr zurückstellst.
So raubt es dir Kraft: Der Wunsch, gemocht zu werden, lässt dich ständig überprüfen, wie andere auf dich reagieren. Du möchtest es jedem recht machen. Doch je mehr du dich anpasst, desto mehr innere Kraft kostet es dich, deine wahren Wünsche zu verbergen.
So gewinnst du Kraft zurück: Erlaube dir, nicht allen zu gefallen. Fange klein an, sage einmal täglich bewusst "nein" zu etwas, das nicht besonders wichtig ist. Du wirst merken, dass die Welt sich trotzdem weiterdreht. Frage dich regelmäßig: "Was will ich eigentlich?" und gib dem den Vorrang. Das ist kein Egoismus, sondern gelebte Selbstfürsorge.
(E) Krafträuber: deine Selbstkritik
Du setzt dich ehrlich mit dir selbst auseinander und möchtest dich ständig weiterentwickeln. Das ist eine Stärke, die zeigt, wie bewusst und verantwortungsvoll du durchs Leben gehst. Doch manchmal wird deine innere Stimme zu streng. Statt dich zu motivieren, drückt sie dich nieder.
So raubt sie dir Kraft: Du erlaubst dir selten, einfach zufrieden zu sein mit dem, was du erreicht hast. Dein Blick fällt eher auf das, was noch fehlt, als auf das, was dir bereits gelungen ist. Damit treibst du dich unnötig an.
So gewinnst du Kraft zurück: Sprich mit dir selbst so liebevoll, wie du mit einer guten Freundin tätest. Wenn etwas schiefläuft, ersetze negative Sätze wie "wie konnte ich nur so dumm sein?" durch "Fehler sind erlaubt. Was kann ich daraus lernen?". Frage dich immer: "Nutzt mir dieser Gedanke?" Wenn nicht, stoppe ihn bewusst. So wird deine Selbstkritik zu einem Werkzeug der Entwicklung, nicht der Erschöpfung.
(F) Mehrere Krafträuber
Du bist ein offener und vielseitiger Mensch – das ist eine wunderbare Eigenschaft! Doch diese Offenheit macht dich auch anfälliger für Krafträuber. Welche das genau sind, erfährst du unter den Buchstaben, die du am häufigsten gewählt hast. Nutze diese Erkenntnis, um sofort mit den passenden Gegenstrategien zu starten!
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