Gesünder, als du denkst

Wertvolles Präbiotikum: Nutze Spargel für deine Darmgesundheit

Bund weißer und grüner Spargel auf einer Holzkiste im sonnigen Garten. Ausführlich: Bündel weißer und grüner Spargelstangen liegen auf einer rustikalen Holzkiste im Freien, warmes Sonnenlicht und grüner Hintergrund.
© Adobe Stock/ fotoknips
Spargel ist lecker, nur wenige Monate im Jahr erhältlich – und gesünder, als du denkst.

Spargel ist kalorienarm und entwässert. Das dürfte bekannt sein. Aber wusstest du auch, dass das "weiße Gold" ein wertvolles Präbiotikum ist, das deine Darmgesundheit aktiv verbessern kann?

Spargel ist gesund – auch für deinen Darm

Die Spargelsaison ist eröffnet. Juchuuu! Kaum hatte ich den ersten Spargel in der Auslage gesehen, wanderte er auch schon in meinen Einkaufskorb. Mein Auftakt in das Spargeljahr 2026: Frikassee nach einem Rezept von Björn Moschinski, das mich völlig begeistert hat.

Mal abgesehen davon, dass Spargel ein idealer Begleiter für figurbewusste Menschen ist – er besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser und hat nur rund 21 Kilokalorien pro 100 Gramm –, leistet er auch einen wichtigen Beitrag zur Darmgesundheit. 

Im Gegensatz zu Probiotika – lebende Mikroorganismen (meist Bakterien) mit einem positiven Effekt auf die Darmgesundheit – sind Präbiotika natürliche, nichtlebende Bestandteile unserer Nahrung, die diesen Bakterien als Nahrung dienen.

Spargel ist ein solches Präbiotikum, da er Inulin enthält, einen löslichen Ballaststoff, der im Dickdarm vor allem den Bifidobakterien dient.

Der Inulingehalt von grünem und weißem Spargel ist ähnlich, insofern sind sie beide wertvoll für den Darm, allerdings bringt grüner Spargel etwas mehr Antioxidantien mit, soll heißen Polyphenole und Vitamine.

Powerpaket Spargel: Was noch alles darin steckt

Spargel liefert Vitamin C sowie Vitamin A, E und B-Vitamine wie Folsäure, die wichtig für die Zellteilung ist. Rund 300 Gramm decken bereits den Tagesbedarf.

Auf der Seite der Mineralstoffe punktet das deutsche Traditionsgemüse mit Magnesium und Kalium, das auch eine entwässernde Wirkung hat. Bei Gicht oder Nierenproblemen sollte der Verzehr allerdings ärztlich abgeklärt werden.

Last but not least regen die im Spargel enthaltenen Bitterstoffe die Verdauung an.

→ Küchenratgeber: Hier erfährst du, wie du frischen Spargel beim Einkauf erkennst.

Zubereitung: Vorsicht vor Verlust von Nährstoffen

Damit du die Nährstoffe im Spargel möglichst vollständig nutzt, musst du wissen, dass beim Kochen Mineralstoffe ins Kochwasser übergehen. Wenn du kannst, fange dieses auf und verwende es weiter für eine Spargel- oder eine andere Suppe. 

Sowohl für das Braten als auch für das Kochen gilt: so kurz wie möglich, so lange wie nötig. Denn die natürlich enthaltenen Vitamine sind nicht hitzestabil.

Wenn du die gesundheitlichen Vorteile ausschöpfen willst, kannst du Spargel einfach roh essen, zum Beispiel im Salat. Ja, auch das ist möglich. Je nach Verträglichkeit kann es zu Flatulenzen kommen, taste dich also langsam heran, damit sich deine Darmbakterien an das neue Angebot gewöhnen können.

Frühling ist Spargelzeit! Doch kann man das Gemüse auch roh essen?

Von leicht bis deftig: Unsere besten Rezepte mit Spargel

Die Welt der Spargelrezepte ist köstlich und vielfältig. Entdecke Delikatessen für deinen Gaumen – und deine Darmbakterien:  

Falls du ein Fan von grünem Spargel bist, dann findest du in unserer Bildergalerie 8 köstliche Saison-Rezepte:

So schnell, wie die Spargelsaison begonnen hat, endet sie leider auch wieder. Aber keine Sorge, Spargel lässt sich einfrieren. In der Kühltruhe ist er bei –18 Grad bis zu 12 Monate haltbar. So kommst du auch nach dem Ende dieser Saison auf deine Kosten.

Auch spannend: 

  • Wer über das Mikrobiom und Darmbakterien spricht, kommt an Ballaststoffen nicht vorbei. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind schwer verdaulich, wendest du ein? Stimmt – genau das ist ihr größter gesundheitlicher Vorteil.
  • Mit der richtigen Ernährung verfügen wir über ein wirkungsvolles Instrument, um auf stille Entzündungen im Körper gezielt Einfluss zu nehmen. Hier erfährst du mehr über eine antientzündliche Ernährung.
  • Vitamine sind gut und wichtig für die Gesundheit. Daher greift auch knapp jeder dritte Deutsche zu Nahrungsergänzungsmitteln. Doch wie sinnvoll sind sie wirklich? Erfahre mehr!
Quellen:
Shape-republic.com, Ecodemy.de, Sotoso.org, Apotheken-umschau.de, Knorr.com
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