Mit diesen 4 Tipps wirst du eine Fettleber wieder los
Fetteinlagerungen in der Leber sind weit verbreitet, eine richtige Volkskrankheit. Häufig ist die Ursache falsches bzw. zu fettes Essen. Wird nichts dagegen unternommen, kann sich das Entgiftungsorgan entzünden. Wir stellen 4 Tipps vor, die bei einer Fettleber helfen.
Diagnose Fettleber! Etwa jeder Dritte in Deutschland hat ungesunde Fetteinlagerungen in der Leber. Zunächst sind keine Symptome spürbar, allerdings kann sich das Organ mit der Zeit entzünden.
Die Fettleber gilt als die häufigste Lebererkrankung und auch Kinder können aufgrund von falscher Ernährung bereits daran erkranken. Zu den Ursachen gehören neben der Ernährung, wenig Bewegung sowie Übergewicht. Auch hoher Alkoholkonsum und Diabetes fördern eine Fettleber. Doch du kannst etwas tun, um Fetteinlagerungen vorzubeugen bzw. sie zu reduzieren. Hier erhältst du vier gesunde Tipps!
Fettleber: Ursachen und Entstehung
Die Fettleber, in medizinischer Sprache auch Steatosis hepatis genannt, gehört zu den häufigsten chronischen Lebererkrankungen in Deutschland. Allgemein wird unter einer alkoholischen Fettleber und einer nicht alkoholischen Fettlebererkrankung unterschieden.
Unter der alkoholbedingten Fettleber (AFLD, Alcoholic Fat Liver Disease) leiden in Deutschland vor allem Männer. Dass Alkohol ein so hoher Risikofaktor ist, liegt einerseits an seinem Kalorienreichtum und andererseits daran, dass der Alkohol eben in der Leber abgebaut wird. Beim Abbau entstehen Fettsäuren, die sich in der Leber ablagern. Weitere Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Fettleibigkeit (Adipositas) können die alkoholbedingte Fettleber begünstigen. Aber nicht alle Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken, entwickeln eine Fettleber.
Was genau ist eine nicht alkoholische Fettleber?
Diese Form der Fettleber betrifft etwas häufiger Frauen und heißt nicht-alkoholbedingte Fettleber (NAFLD, Non-Alcoholic Fat Liver Disease) – wird aber auch als "Wohlstandserkrankung" bezeichnet. Als Ursache für die Volkskrankheit Fettleber steht ein ungesunder Lebensstil im Vordergrund. Insbesondere eine falsche Ernährung mit zu viel Zucker (auch Glukosesirup, Maissirup) und tierischen Fetten (z.B. aus Wurst, Fleisch, Frittiertem) sowie Bewegungsmangel begünstigen eine Fettleber. Fast alle Betroffenen sind übergewichtig. Zudem ist fast jeder Zweite mit Fettleber auch zuckerkrank oder weist erhöhte Blutfettwerte auf. Die nicht-alkoholbedingte Fettleber tritt in Deutschland am häufigsten auf.
Welche Gefahren bringt die Fettleber mit sich?
Die Folgen aller Fettleber-Formen sind die gleichen: Werden die Lebensgewohnheiten, insbesondere die Ernährung, nicht umgestellt, droht die Leber zu entzünden. Sobald die Leber erste entzündliche Veränderungen aufweist, kommt es zu weiteren Symptomen wie Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Spätestens wenn du diese Anzeichen bemerkst, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Weitere Gefahren einer ignorierten Lebererkrankung sind Leberzirrhose sowie auch Leberkrebs.
Wie kann ich eine Fettleber bekämpfen und vorbeugen?
Die Leber gehört zu den regenerationsfähigsten Organen und kann sich nach ihrer Erkrankung glücklicherweise wieder leicht erholen – sofern sie früh genug entdeckt wird. Diese Art der "Entfettung" lässt sich durch eine eiweißreiche und kalorienarme Ernährung, sowie durch viel Bewegung und einem geringen Alkoholkonsum erwirken.
Bei Menschen, die ebenfalls unter Typ-2-Diabetes leiden, lässt sich das Leberfett durch eine eiweißreiche Ernährung bereits innerhalb von sechs Wochen um fast die Hälfte verringern, fand eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam heraus. Etwas schwieriger wird es bei einer durch Alkohol hervorgerufenen Fettleber.
Wie schützt mich eiweißreiche Ernährung vor einer Fettleber?
Mit der richtigen Diät kannst du selbst etwas dafür tun, dass die Fettleber abgebaut wird und das Organ wieder normal funktionieren kann. Dazu musst du die Ursachen, die zur Fettleber führen, ausschalten.
Das kannst du gegen eine Fettleber tun:
- weitgehender Alkoholverzicht
- gezielte Umstellung der Ernährung auf eine eiweißreiche, kalorienarme Ernährung
- viel frisches Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Fisch und ausschließlich Pflanzenöle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, wie Rapsöl und Olivenöl.
- möglichst wenig Wurst und Süßigkeiten
Wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist...
Ist die Fettleber aber schon so weit fortgeschritten, dass sich eine Leberzirrhose entwickelt hat, stehen die Heilungschancen schlechter. Denn dabei werden Leberzellen zerstört und durch Narbengewebe ersetzt. Dann kann sich die Leber nicht mehr erholen. Sprich mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin über eine mögliche Behandlung.
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