Wassereinlagerungen & geschwollene Gliedmaßen

Körper schnell entwässern: Die besten Tipps

Nahaufnahme von drei Frauen in hautfarbenen Badeanzügen, die eng aneinander stehen, mit einem Hauch von blaugrünem Hintergrund.
© Pexels/ Antonius Ferret und Pexels/ Oliver Sjöström via Canva.com [M]
Weniger Schwellungen, mehr Wohlbefinden: Den Körper zu entwässern kann gegen Schwellungen in Beinen und Fingern, Druck- und Schweregefühl helfen.

Es ist ein unangenehmes Gefühl, oder? Dein Körper lagert Wasser ein, du fühlst dich unwohl und aufgequollen. Schuld daran sind Wassereinlagerungen im Gewebe. Gerade im Sommer beklagen sich viele über geschwollene Gliedmaßen. Wir verraten, was du dagegen tun kannst.

Wassereinlagerungen im Gewebe sind überaus unangenehm: Man fühlt sich aufgequollen, und betroffene Körperregionen – meist Arme, Beine, Hände, Füße und der Bauch – sehen unglaublich geschwollen aus. Außerdem sind sie ein echtes Risiko für deine Gesundheit, vor allem für das Herz und den Blutkreislauf.

"Wie bekomme ich schnell Wasser aus dem Körper?", fragen sich viele Betroffene. Tatsächlich gibt es Möglichkeiten, mit denen man den Körper entwässern kann. Allerdings gibt es auch einiges zu beachten…

Ab wann ist Wasser in den Beinen gefährlich?

Schnell Wasser aus dem Körper bekommen? Entwässern ist nicht für jeden geeignet

Ganz wichtig: Viele Menschen leiden an Wassereinlagerungen, doch nicht für jeden ist eine Entwässerung ratsam. Das gilt zum Beispiel für jene, bei denen die Einlagerungen aus gesundheitlichen Problemen resultieren – etwa aus einer Niereninsuffizienz oder Leberzirrhose.

Wer gesundheitlich nicht völlig fit ist, sollte eine Entwässerung niemals auf eigene Faust durchführen. Konsultiere in diesem Fall unbedingt zuvor deine Ärztin bzw. deinen Arzt! Das gilt auch für Schwangere. Wenn dir ganz plötzlich Schwellungen an bestimmten Körperteilen auffallen, solltest du dich ohnehin direkt in medizinische Behandlung begeben.

Wenn du gesund bist und abnehmen willst, kann eine Entwässerung aber durchaus hilfreich sein. Übergewicht entsteht nämlich nicht nur durch Bauchfett & Co., sondern eben auch durch Wassereinlagerungen, die es sich zwischen den Fettdepots gemütlich gemacht haben. Um gesundheitliche Risiken auszuschließen, solltest du dennoch medizinisch abklären lassen, ob eine Entwässerung in deinem Fall sinnvoll ist.

Übrigens: Den Körper zu entwässern, hilft nicht nur beim Abspecken. Neben dem überschüssigen Wasser werden auch Giftstoffe aus dem Körper ausgeschwemmt. Nach einer solchen Kur solltest du dich ausgeglichener und vitaler fühlen.

Wann du übers Entwässern nachdenken kannst

Eigentlich schafft unser Körper das mit der Regulierung des Wasserhaushaltes ganz gut selbst. Rund 65 Prozent Wasser weist der Körper eines Erwachsenen im Normalfall auf.

Bei Krankheiten rund um Herz oder Niere oder etwa in der Schwangerschaft kann es aber zu Wasseransammlungen im Körper kommen. Daher ist es – wir wiederholen es gerne noch mal – unbedingt wichtig, dass du dich zuvor untersuchen lässt, damit Krankheiten oder auch eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden können. Nicht einfach so anfangen!

Gibt deine Ärztin bzw. dein Arzt grünes Licht, wenn es sich also um temporäre Wassereinlagerungen handelt, dann kannst du starten. Betroffen sind hier vor allem Menschen, die viel sitzen oder stehen. Wo sich das Wasser ansammelt, ist unterschiedlich. Bei vielen sind die Beine betroffen, aber auch die Finger können anschwellen.

Sanft entwässern: So geht's!

Eigentlich ist der Prozess der Entwässerung gar nicht so kompliziert. Integriere folgende Punkte in deinen Tagesablauf:

Ausreichend trinken!

Achte darauf, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen – so paradox das auch klingen mag. Wenn du nämlich zu viel Flüssigkeit verlierst, kann der Kaliumspiegel im Körper gefährlich ansteigen, was unter anderem schlecht für das Herz sein kann. Trinke also während der Entwässerung mindestens drei Liter am Tag – am besten Wasser, Fruchtschorle oder ungesüßten Kräutertee.

Auf diese Weise spülst du den Körper, die Nieren und den Verdauungstrakt durch und regst den Stoffwechsel an. Beachte aber, dass du auch nicht übermäßig trinken solltest. Bis zu vier Liter sind zeitweise okay. Drei Liter sind allerdings ein guter Anhaltspunkt. Und auch sonst solltest du rund zwei Liter Wasser oder ungesüßte Kräutertees am Tag trinken.

Genügend Bewegung

Bloß kein Stillstand! Radfahren, Walken und Yoga sind perfekte körperliche Betätigungen für die Zeit der Entwässerung. Und eine Massage danach, etwa eine Fußreflexzonenmassage, kann helfen, das Lymphsystem wieder auf Vordermann zu bringen.

No-Gos

Verzichte unbedingt auf Alkohol und koffeinhaltige Getränke. Auch Zucker und Salz sollten eingespart werden, da beides Wasser im Körper bindet und dem erfolgreichen Ergebnis der Entwässerungs-Kur im Wege stehen kann. Achte also unbedingt darauf, zucker- und salzhaltige Lebensmittel vorerst aus dem Speiseplan zu streichen.

Diese Tipps sind unerlässlich, wenn du erfolgreich entwässern willst. Wenn du das Ergebnis optimieren willst, solltest du außerdem folgende Lebensmittel in deinen Speiseplan einbauen:

Lebensmittel, die entwässern

  • Kräuter: Basilikum, Brennnessel, Ingwer, Löwenzahn, Petersilie, Zitronenmelisse
  • Gemüse: Fenchel, Gurken, Kopfsalat, Kürbis, Möhren, Sauerkraut, Spargel, Tomaten, Zucchini
  • Obst: Ananas, Birnen, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Wassermelone, Zitrone
  • Sonstiges: Kartoffeln, Reis

Die Zutaten wirken ebenfalls entwässernd und schwemmen – wie auch die getrunkene Flüssigkeit – überschüssiges Wasser und Giftstoffe aus dem Körper.

Entwässern an einem Entlastungstag

Insgesamt solltest du es mit der Entwässerungs-Kur nicht übertreiben. Ein paar Tage Körper entwässern sind vollkommen ausreichend. Noch besser ist es, einen Entlastungstag in der Woche einzulegen und nur an diesem zu entwässern. Toll geeignet ist etwa ein Reis-Tag.

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