Bitterstoffe können Gelüste auf Süßes regulieren. Erfahre, welche Lebensmittel besonders bitter sind und wie sie gegen Heißhunger und beim Abnehmen helfen.
Wer hat das nicht schon einmal erlebt: dieses plötzliche Verlangen nach etwas Süßem? Dann muss möglichst schnell ein Stück Schokolade, ein Keks, Kuchen, Eis, Müsliriegel oder Ähnliches her. Hauptsache, es enthält möglichst viel Zucker.
Die gesundheitsförderlichen Wirkungsweisen von Bitterstoffen
Der Heißhunger nach Zucker und Süßem kann unterschiedlichste Gründe haben. Müdigkeit und Schlafmangel, Blutzuckerschwankungen, der weibliche Zyklus und vieles mehr. Wenn er hin und wieder vorkommt, ist das an sich auch kein Problem. Wenn daraus allerdings eine richtige Sucht nach Süßem wird, solltest du dir das genauer anschauen.
Natürlich kann auch eine Zuckersucht unterschiedliche Gründe haben und es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie zu regulieren. Ein möglicher Grund und Lösung zugleich sind Bitterstoffe. Als Hausmittel zwar bekannt, kommen sie in der heutigen Ernährungsweise aber immer seltener vor.
Fast vergessen, aber gesund und gut für die Figur: Bitterstoffe
Süße Teilchen, Kuchen, Süßigkeiten, Schokolade, Müsliriegel – die Versuchung, zu Süßem zu greifen, scheint an jeder Ecke zu warten. Gerade Snacks kommen in vielen süßen Varianten daher und auch wenn man unterwegs ist, weist das Angebot zum Mitnehmen einen sehr hohen Anteil an Zuckerhaltigem auf.
Kein Wunder also, dass wir uns immer wieder dazu verleiten lassen, nach Süßem zu greifen und gar eine richtige Sucht danach entwickeln. Unser Geschmack ist auf Süß getrimmt, dabei sollten nur wenige Gramm Zucker pro Tag konsumiert werden.
Bitterstoffe sind darüber fast in Vergessenheit geraten. Noch vor ein paar Generationen hatten sie einen deutlich höheren Anteil in der täglichen Ernährungsweise. Unter anderem, da Gemüse an sich ursprünglich mehr Bitterstoffe enthielt – ein natürlicher Abwehrmechanismus. Heutzutage sind viele Gemüsesorten gezüchtet und enthalten weniger Bitterstoffe.
Die Entwöhnung von bitteren Geschmäckern hat dazu geführt, dass bittere Lebensmittel wie Löwenzahn, Grapefruit oder Rucola oftmals sehr ungern gegessen werden. Dies wiederum macht ihren Anteil in der täglichen Ernährung noch geringer.
Bittere Wirkung: Wie Bitterstoffe bei Zuckersucht und Übergewicht helfen
Dabei haben Bitterstoffe nachweislich viele gesundheitliche Vorteile! Sie wirken unter anderem antioxidativ und sollen bei der Bekämpfung von Krebszellen unterstützen. Und sie wirken positiv auf Zuckersucht, Heißhunger, die Fettverbrennung und dadurch auch auf Übergewicht.
Bitterstoffen wird eine enorm positive Wirkung auf die gesamte Verdauung und den Blutzuckerspiegel nachgesagt. Nicht nur auf die Produktion der Gallenflüssigkeit sollen sie fördernd wirken, auch Magen, Bauchspeicheldrüse (die den Blutzuckerspiegel reguliert), Leber (die Zucker speichert) und Darmflora sollen von Bitterstoffe profitieren. Funktioniert die Verdauung und ist in Balance, so werden auch Zuckersucht und Heißhungerattacken eingedämmt.
Gleichzeitig sollen Bitterstoffe den Geschmack verändern, sodass die Lust und der Appetit auf Süßes gar nicht erst so stark wird. Auch bei Übergewicht und dem Ziel, Gewicht zu verlieren, können Bitterstoffe somit von Vorteil sein, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass sie die Fettverbrennung ankurbeln sollen.
Ziemlich bitter: Diese Lebensmittel enthalten besonders viele Bitterstoffe
Es gibt zahlreiche Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten. Es gibt allerdings einige, die besonders reich an ihnen sind. Dazu zählen:
- Früchte: Grapefruit, Zitrone, Orange
- Gemüse & Salat: Artischocke, Brokkoli, Rosenkohl, Löwenzahn, Rucola, Radicchio, Chicorée
- Kräuter, Gewürze: Mariendistel, Baldrian, Majoran, Oregano, Ingwer, Hopfen, Pfefferminze, Schafgarbe, Beifuß, grüner Tee
Mehr Bitterstoffe in die Ernährung integrieren – so geht’s
Um wieder mehr Bitterstoffe in deinen Speiseplan einzubauen, habe ich an dieser Stelle die folgenden Tipps für dich:
- Mehr bittere Lebensmittel: Iss mehr von den oben genannten bitteren Lebensmitteln. So könntest du zum Beispiel mit 1/2 Grapefruit zum Frühstück oder als Snack beginnen, deinem Salat mehr bittere Salatsorten beifügen oder Gerichte mit bitteren Kräutern und Gewürzen verfeinern.
- Schwedenbitter: Schweden- bzw. Kräuterbitter finden oftmals in der Naturheilkunde Anwendung. Nach ärztlicher Absprache kannst du auch darauf zurückgreifen.
- Tee mit bitteren Kräutern: Bereite dir gelegentlich einen Tee mit bitteren Kräutern zu, zum Beispiel mit Pfefferminze, Hopfen, Schafgarbe, Baldrian, Beifuß oder grünem Tee.
Beachte bei Bitterstoffen: Die Menge macht’s! Es braucht generell keine enormen Mengen an Bitterstoffen. Achte daher unbedingt auf deinen Körper, wenn du beginnst, wieder mehr Bitterstoffe in deine Ernährung einzubauen.
Kennst du das: Tee schmeckt flach oder wird zu bitter? Mit dem BISTRO NOUVEAU Teebereiter von Lidl entfaltet sich das volle Aroma ganz einfach. Der große Filter gibt den Blättern Raum, der Brühstopp sorgt für perfekten Geschmack. Probiere es aus – und du wirst nicht mehr darauf verzichten wollen. Schnäppchenjäger*innen kommen bei diesem Angebot auch auf ihre Kosten, denn beim Kauf der schön designten Glasteekanne sparst du sensationelle 73 Prozent.
Mein Fazit: Abnehmen mit Bitterstoffen
Es ist kein Geheimnis, dass heutzutage tendenziell zu große Mengen an süßen Nahrungsmitteln konsumiert werden, was bis hin zu einer richtigen Sucht nach Süßem und Zuckerhaltigem führen kann.
Wenn du dich angesprochen fühlst und etwas verändern möchtest, kannst du eine Ernährungsweise mit mehr Bitterstoffen ausprobieren. Bitterstoffe können regulierend auf Zuckergelüste wirken und bringen viele weitere gesundheitliche Vorteile mit sich. Mein Tipp: Probiere es einfach aus und integriere die fast vergessenen Abnehmhelfer in deine Ernährung.
Auch spannend:
- Vitamin C kennen wir als Zellschutz-Vitamin und Antioxidans, denn es wahre Wunder beim Fangen von freien Radikalen. Aber auch beim Abnehmen soll Vitamin C helfen.
- Der Teller ist noch nicht leer, aber du hast trotzdem keinen Hunger mehr? Das schaffen Flohsamen! Was die kleinen Samenhülsen alles können und wie sie dir beim Abnehmen helfen.
- Wir haben die besten 10 Tipps – jenseits von Diät und Sport – zusammengestellt, mit denen du ganz nebenbei etwas für eine gute Figur machen kannst.