Für viele Frauen mittleren Alters und insbesondere ab der Menopause ist es schwieriger, abzunehmen oder das Gewicht zu halten. Das liegt unter anderem daran, dass sich Hormonhaushalt und Stoffwechsel verändern. Genau hier setzt die Galveston-Diät an, um das Abnehmen in den Wechseljahren zu unterstützen und die Gesundheit der reiferen Frau zu fördern.
Galveston-Diät: Für die schlanke Linie in der Menopause
Die Galveston-Diät wurde von der US-amerikanischen Gynäkologin Dr. Mary Claire Haver entwickelt, die eine Gewichtszunahme in den Wechseljahren selbst erfahren hat. Daraufhin befasste sie sich mit der Veränderung des weiblichen Körpers ab der Menopause und den dementsprechenden Anforderungen an die Ernährungsweise.
Haver fand heraus, dass insbesondere Entzündungen im Körper den Gewichtsverlust verhindern können. Daher setzt sie in ihrem Ernährungsansatz auf entzündungshemmende Lebensmittel und möglichst wenig verarbeitetes Essen. Ergänzt wird das Ganze durch Intervallfasten, um die Fettverbrennung zusätzlich anzukurbeln.
Was darf bei der Galveston-Diät gegessen werden?
Die Galveston Diät setzt einen besonderen Fokus auf frisches Obst und Gemüse, Eiweiß sowie gesunde Fette. Die folgenden Lebensmittel sollten im Ernährungsplan überwiegen:
- Gemüse, wie grünes Blattgemüse, Tomaten, Gurke, Zucchini, Sellerie, Karotten oder auch Kreuzblütler, wie Brokkoli und Blumenkohl
- Obst, insbesondere zuckerarme Sorten, wie Beeren, die gleichzeitig reich an Antioxidantien sind
- Proteine in Form von magerem Fleisch, wie Hühnchen und Pute, Fisch, wie Lachs und Makrele, sowie Eiern und Hülsenfrüchten
- Vollkorngetreide, wie Vollkornreis und Quinoa
- Milchprodukte, wie griechischer Joghurt
- Hochwertige Fette und Öle, wie Olivenöl sowie Avocado, Nüsse und Saaten
Stark verarbeitete Nahrungsmittel wie Zucker, Weißmehl, Fast Food, Transfette sowie Alkohol sollten möglichst reduziert werden. Denn diese Nahrungsmittel fördern Entzündungen im Körper.
→ Wie sieht eine antientzündliche Ernährung aus? Mehr Informationen findest du hier.
Wann darf bei der Galveston-Diät gegessen werden?
Bei der Galveston-Diät wird nicht nur darauf geachtet, was, sondern auch wann gegessen wird. Daher ist Intervallfasten Teil des Ernährungsansatzes – und zwar nach der 16:8-Methode. Sprich: 16 Stunden am Tag wird gefastet und in einem Zeitfenster von 8 Stunden kann gegessen werden. Dieses Zeitfenster kann zum Beispiel von 10 bis 18 Uhr gehen.
Hintergrund ist, dass Intervallfasten den Gewichtsverlust und die Fettverbrennung fördert. Gleichzeitig soll Intervallfasten dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren.
Vor- und Nachteile der Galveston-Diät
Bei der Galveston-Diät geht es nicht ums Kalorienzählen oder darum, sich an genaue Mengen von Kohlenhydraten oder Eiweiß zu halten, was die Umsetzung grundsätzlich erleichtert. Die Ernährungsweise sensibilisiert für eine generell gesunde und ausgewogene Ernährungsweise, was positiv zu bewerten ist. Und auch der Fokus auf entzündungshemmende Lebensmittel ist gut, denn Entzündungen können das Abnehmen tatsächlich bremsen.
Je nachdem, wie die aktuelle Ernährung aussieht, kann der Ernährungsplan dennoch in der Umsetzung zur Herausforderung werden. Auch Intervallfasten ist nicht unbedingt für jeden das Richtige oder auf Dauer umsetzbar.
Hinzu kommt, dass die Galveston-Diät als englischsprachiges Online-Programm gestartet ist, das anfangs – je nach Umfang der zur Verfügung gestellten Materialien – zwischen 59 und 199 US-Dollar gekostet hat. Seit Januar gibt es jedoch das Begleitbuch "Die Galveston-Diät: Das ultimative Programm für gesunde Fettverbrennung und Hormonregulierung" auf Deutsch für 16,99 Euro.
Fazit zur Galveston-Diät
Die Galveston-Diät ist eine naturbelassene, nährstoffreiche und entzündungshemmende Ernährungsweise, um so ein gesundes Gewicht und Wohlgefühl in und nach den Wechseljahren zu unterstützen. Es ist relativ wahrscheinlich, dass die Diät dazu beiträgt. Die grundlegenden Richtlinien sind aber nicht neu und ähneln den allgemeinen Prinzipien der richtigen Ernährung in den Wechseljahren.
Ergänze das Ganze um eine mildere Form des Intervallfastens, beispielsweise 12 oder 14 Stunden auf Nahrung zu verzichten, und schon hast du ein ähnliches Format, das zum gesunden Gewicht in der Menopause beiträgt.
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