31.12.2018

Trotz fester Beziehung Verliebt in einen anderen? Das sollten Sie jetzt tun!

Sie sind verliebt in einen anderen, aber ihr Partner ist Ihnen wichtig? Machen Sie sich Gedanken - und seien Sie vor allem ehrlich zu sich selbst.

Foto: iStock/nd3000

Sie sind verliebt in einen anderen, aber ihr Partner ist Ihnen wichtig? Machen Sie sich Gedanken - und seien Sie vor allem ehrlich zu sich selbst.

Sie sind in festen Händen – und doch hat Amor Sie plötzlich und unerwartet getroffen? So lösen Sie das Problem.

Sie sind in einer Beziehung und haben sich Hals über Kopf in einen anderen verliebt? Verliebt in einen anderen: das kann passieren. Denn was man wissen muss: Liebe folgt keinem Plan. Dieses starke Gefühl kommt, wann und wo es will.

Verliebt in einen andern: Bleiben Sie ruhig!

Wer in einer festen Beziehung, in einer langjährigen Ehe oder sonst wie gebunden ist, gerät durch neu aufflammende Gefühle ins Ungleichgewicht. Gerade zu Beginn einer neuen Bekanntschaft sollten Sie aber ruhig bleiben. Überstürzen Sie nichts, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Das mag schwer sein, denn wer frisch verliebt ist, möchte sich der Liebe mit Haut und Haaren hingeben. ABER: Wer gebunden ist, riskiert viel, eventuell sogar alles!

Nehmen Sie sich Zeit

Was genau ist das für ein Gefühl? Haben Sie sich wirklich Hals über Kopf verliebt, ist Ihnen der Traummann begegnet, nach dem Sie sich immer gesehnt haben? Oder haben Sie einfach nur Lust auf das neuerliche Kribbeln? Oder sind diese Gefühle sogar Symptome, dass die feste Beziehung am Ende ist? Wer schon eine Weile mit seinem Partner zusammen ist, weiß, dass das anfängliche Kribbeln mit der Zeit einem tiefen Gefühl der Verbundenheit weicht. Und das ist normal. Vergleichen Sie also nicht "Äpfel" mit "Birnen", was die Euphorie der Gefühle angeht.

Differenzieren Sie!

Sicher ist spätestens jetzt der Moment, sich die bestehende Beziehung genauer anzusehen – und zwar unabhängig von der neuen Liebe: Bin ich (noch) glücklich mit meinem Partner? Gibt es neben der notwendigen Routine und den normalen Alltagsproblemchen auch genügend schöne Zweisamkeit? Seien Sie ehrlich zu sich selbst und wägen Sie ab.

Ein neuer Mensch in Ihrem Leben und die Emotionen, die er in Ihnen auslöst, können ein Hinweis sein. Sind Sie vielleicht besonders empfänglich, weil Sie schon lange unglücklich sind? Ist Ihre Beziehung eventuell schon lange am Ende, weil Sie sich auseinandergelebt haben? Lassen sich die Risse in der Beziehung beheben und möchten Sie daran arbeiten?

Ja, es sind viele Fragen, aber diese sollten Sie sich ernsthaft stellen, bevor Sie den nächsten Schritt gehen und offen mit Ihrem Partner reden.

Verliebt in einen anderen: Reden Sie!

Dass man sich bei dieser Achterbahnfahrt der eigenen Gefühle und der rosaroten Brille nicht immer allein helfen kann, ist klar. Umso wichtiger ist, sich auszutauschen. Haben Sie eine gute Freundin, Familienangehörige, die Ihnen besonders nahesteht und Sie nicht verurteilt, verliebt in einen anderen zu sein? Dann suchen Sie das Gespräch und haben Sie keine Angst davor. Offen über seine Gefühle zu sprechen ist ein gutes Zeichen.

Suchen Sie räumlichen Abstand

Ich bin dann mal weg: Wer trotz vieler Gespräche nicht weiterkommt und am Hin und Her der Gefühle verzweifelt oder mit seinem festen Partner noch zusammenwohnt, sollte sich räumlichen Abstand gönnen. Das kann in Form eines Kurztrips sein oder dem zeitweiligen Unterschlüpfen in der Wohnung der besten Freundin. Sie werden sehen, wie sich die Gedanken und Lösungen entfalten können.

Alte Beziehung oder neue Liebe: Sie müssen sich entscheiden

Wer sich nach seinen Überlegungen für die Fortführung seiner Partnerschaft entscheidet, wird wissen warum. Wenn es tatsächlich nur kleinere Alltags- oder Beziehungs-Probleme sind, können beide daran arbeiten. Auch die Hilfe von Paartherapeuten ist kann durchaus in Erwägung gezogen werden. Wenn es die gesamte Familie betrifft, kann auch eine Systemische Familientherapie helfen.

Nehmen Sie das Fremdverlieben als Zeichen, aber nehmen Sie dieses ernst. Wer nicht an seinen Problemen arbeitet, wird künftig vermehrt mit Auseinandersetzungen zu tun haben oder sogar noch schlimmer: Er wird seine Entscheidung eventuell sogar bereuen, so dass das Damokles-Schwert "Ich war in einen anderen verliebt und habe mich gegen ihn entschieden" über der langjährigen Partnerschaft schwebt und diese zur Qual werden lässt.

Wer seine Beziehung am Ende der ausführlichen Reflexion nicht mehr fortführen will, wird sich über das Für und Wider einer neuen Partnerschaft Gedanken gemacht haben und wird wissen, dass es das richtige ist. Lassen Sie dann aber auch richtig los. Natürlich ist eine neue Liebe ein Wagnis, aber so ist das Leben eben auch. Und Sie können der neuen Liebe nur eine wirkliche Chance geben, wenn Sie frei sind. Natürlich wissen Sie nicht, wie sich Ihre Beziehung nach einigen Jahren anfühlen wird, aber das werden Sie auch nicht erfahren, wenn Sie es nicht versuchen.

Rationalität vs. Bauchgefühl

Fazit: Überlegen Sie und folgen Sie dann Ihrem Gefühl! Überstürzen Sie nichts, denn Fremdgehen verzeihen ist zwar möglich, aber der Betrogene ist erst einmal in seinen Grundfesten verletzt.

Beziehen Sie bei aller rationalen Abwägung auch Ihr Bauchgefühl in die Entscheidung mit ein – auch wenn dort viele Schmetterlinge unterwegs sind. Ob der Weg wieder zur bestehenden Beziehung zurückführt oder zur neuen Liebe: Lassen Sie sich gern beraten, aber nicht verunsichern, denn Sie treffen die Entscheidung.

Einige Paar-Coaches empfehlen ein einfaches gedankliches Rollenspiel, um seiner Entscheidung eventuell ein Stück näher zu kommen: Stellen Sie sich das Leben mit dem neuen Partner wie in einem Film vor und fragen Sie sich: Wie wird wohl der Alltag aussehen? Wie wird er mit den Kindern und Freunden aussehen? Ist sogar ein glückliches Patchwork vorstellbar?

Manchmal kann es der bestehenden Partnerschaft am Ende auch den lange benötigten Kick geben, verliebt in einen anderen zu sein und dadurch wieder festzustellen, wie glücklich man eigentlich ist. Wichtig ist, dass Sie ehrlich zu sich selbst sind.

Und zu guter Letzt: Diese Empfehlungen gelten natürlich nicht für jede Situation und persönlichen Erlebnisse. Sie sind Anregungen und sollen Ihnen die Angst nehmen, über Veränderungen positiv nachzudenken und auch notwendige Entscheidungen zu treffen. Menschen und Situationen verändern sich, trauen Sie sich diese auch zu: Entweder, indem Sie an Ihrer bestehenden Beziehung arbeiten oder die neue Liebe zulassen und loslassen lernen nach der Trennung.

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Mehr Wissenswertes gibt es auch auf unserer Themenseite Beziehungstipps.

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