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Rhabarber ernten: Diesen Ernte-Fehler solltest du unbedingt vermeiden!

Eine Rhabarber-Pflanze im Garten in Nahaufnahme.
© Getty Images
27.04.2026 • 09:03 Uhr
Anna Haacks

Endlich wieder Rhabarber-Zeit. Wie du die leckeren Stangen erntest und was dabei wichtig ist, damit du noch lange etwas von deinen Pflanzen hast, erfährst du hier. 

Im Frühling und Frühsommer heißt es wieder Rhabarberzeit. Auch wenn Rhabarber botanisch als Gemüse gilt, wird er häufig in Süßspeisen, zum Beispiel im Kuchen oder als Kompott verarbeitet.

Wer Rhabarber frisch in seinem Garten gepflanzt hat, muss sich bis zur ersten Ernte aber leider noch etwas gedulden. Denn Rhabarber sollte erst im zweiten Jahr geerntet werden.

Rhabarber ernten

Diese Erntezeit gilt für Rhabarber

Die Erntezeit für Rhabarber liegt zwischen April und Juni. Damit du nicht zu früh dran bist, solltest du immer auf die Blätter der Pflanzen achten. Haben sie sich vollständig entfaltet, sind glatt und nicht mehr eingerollt, kannst du mit der Ernte beginnen. Das kann je nach Witterungsbedingungen bereits ab April der Fall sein.

Diese Erntezeit gilt für Rhabarber

Die Erntezeit für Rhabarber liegt zwischen April und Juni. Damit du nicht zu früh dran bist, solltest du immer auf die Blätter der Pflanzen achten. Haben sie sich vollständig entfaltet, sind glatt und nicht mehr eingerollt, kannst du mit der Ernte beginnen. Das kann je nach Witterungsbedingungen bereits ab April der Fall sein.

Die Hochphase für die Rhabarberernte beginnt aber eher im Mai und reicht bis in den Juni. Genauer gesagt gilt der Johannistag, am 24. Juni, als Stichtag für das Ende der Rhabarberzeit.

Warum man Rhabarber nach dem 21. Juni nicht mehr ernten sollte

Nach dem Juni sollte Rhabarber aus zweierlei Gründen nicht mehr geerntet werden:

  1. Einerseits steigt im Verlauf des Jahres der Gehalt an Oxalsäure an. Die Säure ist in größeren Mengen ungesund und für Menschen mit bestimmten Erkrankungen, beispielsweise Nierenerkrankungen, besonders schädlich. Die Stängel schmecken dann bitter, werden holzig und sind nicht mehr genießbar.
  2. Auf der anderen Seite benötigt die Pflanze eine Ruhephase, um sich zu erholen. Die Einhaltung der Ruhezeit lohnt sich in jedem Fall, denn unter guten Bedingungen kann eine Rhabarber-Pflanze bis zu acht Jahre alt werden.

Wie und wie viel darf man von der Rhabarber-Pflanze ernten?

Generell sollte man nur so viele Stangen ernten, wie man auch benötigt. Es ist jedoch wichtig, dass genügend Stangen und Blätter übrig bleiben, damit die Rhabarberpflanze genug Kraft hat, um weiter Fotosynthese betreiben zu können und gut durch den Winter zu kommen. Daher sollte man etwa zwei Drittel einer Pflanze stehen lassen.

Um Rhabarber zu ernten, werden die Stangen nicht geschnitten, sondern aus der Erde gedreht. Schneidet man die Stangen ab, können sich an den Schnittstellen schneller Pflanzen-Krankheiten und Schädlinge ausbreiten. Das Herausdrehen ist eine schonendere Erntemöglichkeit.

Allerdings sollte man auch hierbei behutsam vorgehen und den Wurzelstock nicht mit rausziehen. Dieser sollte in der Erde verbleiben, damit die Pflanze weiter wachsen kann. Zudem ist der Wurzelstock leicht giftig und nicht essbar. Dasselbe trifft auf die Blätter des Rhabarbers zu. Sie sollten gleich nach der Ernte entfernt werden.

Hier kommt erneut die Oxalsäure ins Spiel, die zum größten Teil im Wurzelstock und in den Blättern enthalten ist. Daher kannst du Rhabarberstangen in Maßen auch bedenkenlos roh essen, sofern du keine entsprechenden Vorerkrankungen hast, die dich besonders sensibel für Oxalsäure machen. Wie so oft gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift.

Nach der Ernte muss der Rhabarber gedüngt werden. Junge Pflanzen, die sich noch in ihrem ersten Jahr befinden, sollten vor dem Winter ausreichend gemulcht werden, da sie bei Frost durchaus empfindlich reagieren können.

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