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Schädlinge an Zimmerpflanzen: Die häufigsten Übeltäter

Porträtbild der Autorin Linda Pötzsch, die braune Haare hat und einen grünen Schal zusammen mit einem beigen Trenchcoat trägt. Sie lächelt dabei direkt in die Kamera. | © Linda Pötzsch
04.02.2026 • 14:00 Uhr
Linda Pötzsch

Fiese Schädlinge wie Trauermücken, Blattläuse oder Spinnmilben können Zimmerpflanzen schnell zusetzen. Häufig schleichen sich die ungebetenen Gäste unbemerkt ein und breiten sich rasch aus. Typische Anzeichen sind vergilbte Blätter, klebrige Beläge oder kleine Krabbler im Topf.

Um deine Pflanzen zu schützen, solltest du Schädlinge frühzeitig erkennen und gezielt bekämpfen. In unserer Übersicht stellen wir die häufigsten Schädlinge an Zimmerpflanzen vor – inklusive Tipps, wie du sie effektiv loswirst. So bleiben deine grünen Mitbewohner gesund und schädlingsfrei!

Verschiedene grüne Zimmerpflanzen, darunter Monstera und Bogenhanf, stehen in dekorativen Töpfen auf einer weißen Kaminablage. | © Shutterstock/t.sableaux
© Shutterstock/t.sableaux

Schädlinge an Zimmerpflanzen erkennen und bekämpfen

Zimmerpflanzen bringen Frische in unsere Wohnung und dafür lieben wir sie. Doch trotz guter Pflege können Schädlinge wie Trauermücken plötzlich zur Herausforderung werden. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich die ungebetenen Gäste bekämpfen. Welche Schädlinge es bei Zimmerpflanzen gibt und was du dagegen tun kannst, siehst du in unserer Bildergalerie.

Gelbe Klebefalle mit wenigen Fliegen steckt in der Erde eines braunen Blumentopfs mit grünen Zimmerpflanzen im Hintergrund. | © Shutterstock/DimaBerlin
© Shutterstock/DimaBerlin

Trauermücken

Trauermücken sind schwarz und geflügelt, werden etwa zwei bis vier Millimeter lang und befinden sich im Larvenstadium in der Erde deiner Zimmerpflanze. Dort saugen sie an der Wurzel und schädigen die Pflanze. Erwachsene Trauermücken schaden der Pflanze nicht. Sicher hast du es mit diesem Schädling schon einmal zu tun gehabt. Trauermücken-Larven lieben humusreiche, feuchte Erde. Um Trauermücken loszuwerden, solltest du deine Zimmerpflanzen trocken halten. Zusätzlich helfen Gelbsticker.

Grüne Pflanze mit zahlreichen schwarzen Blattläusen an Stängeln und Blättern vor einem Fenster im Hintergrund. | © Shutterstock/LS92
© Shutterstock/LS92

Blattläuse

Blattläuse sind kleine, schwarze oder grüne Pflanzenläuse. Hobbygärtner*innen sind sie sehr gut bekannt. Plötzlich kann ein kleiner Befall zu einer Plage werden. Blattläuse vermehren sich nämlich sehr schnell. Sie haben es besonders auf zarte Pflanzentriebe abgesehen. Bei Zimmerpflanzen treten Blattläuse seltener auf als im Garten an Rosen oder Gemüse. Solltest du den Schädling trotzdem an deiner Zimmerpflanze entdecken, hilft das vorsichtige Abbrausen der Pflanze. Vergiss dabei nicht die Unterseite der Blätter.

Eine Hand hält ein gelbgrünes Blatt mit schwarzen Schädlingen und braunen Flecken, daneben weitere Blätter im Hintergrund. | © Shutterstock/Azami Adiputera
© Shutterstock/Azami Adiputera

Thripse

Was sind Thripse? Du erkennst die Insekten an ihren länglichen Körpern (ein bis drei Millimeter) und schwarzbrauner Färbung. Die Larven sind gelbgrün und flügellos. Thripse sind sehr klein und deshalb zu Beginn des Befalls mit bloßem Auge schwer zu erkennen. Meist halten sie sich an der Blattunterseite oder an Blattadern auf. Mit ihrem Mundwerkzeug saugen sie den Pflanzensaft deiner Zimmerpflanze auf. So dringt Luft in die leeren Zellen ein, was sich durch helle Stellen an der Blattunterseite zeigt. Auf der Oberseite kannst du außerdem gelbe Sprenkelungen und schwarze Kotflocken entdecken. Isoliere deine befallene Zimmerpflanze und brause sie mit Wasser ab.

Nahaufnahme eines grünen Blatts mit zahlreichen hellbraunen Schildläusen und feinen Spinnweben auf der Blattoberfläche. | © Shutterstock/laksena
© Shutterstock/laksena

Schildläuse

Schildläuse sind leicht mit Erde, Rinde oder Holz zu verwechseln. Sie sind kleiner als Blattläuse und einfach sehr gut getarnt. Charakteristisch ist ein fester Schild auf dem Rücken der Schildläuse. Der Schild schützt den Schädling vor Feinden und dient zur Eiablage. Schildläuse saugen den Pflanzensaft aus deiner Zimmerpflanze. Dadurch verliert die Pflanze wichtige Nährstoffe und Wasser. Und das führt zu Wachstumsstörungen, gelben Blättern und einem geschwächten Zustand. Die beste Maßnahme gegen den Schädling ist der Einsatz von Schädlingsspray auf Öl-Basis. Sprühe deine Zimmerpflanze damit ein.

Ein grünes Blatt mit zahlreichen weißen Fliegenlarven und feinen Blattadern, umgeben von weiteren unscharfen Blättern. | © Shutterstock/Tomasz Klejdysz
© Shutterstock/Tomasz Klejdysz

Weiße Fliege

Die Weiße Fliege ist etwa zwei bis drei Millimeter groß und leicht an ihrer weißen Farbe zu erkennen. Am wohlsten fühlt sich der Schädling bei einer Temperatur von 23 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Weiße Fliegen saugen am Pflanzgewebe und scheiden dabei Honigtau aus. Der Honigtau wird anschließend von Rußtaupilzen besiedelt. Rußtaupilze verdunkeln die Blattoberfläche und beeinträchtigen die Photosynthese. Stelle so schnell wie möglich Gelbsticker auf und sprühe die Blätter regelmäßig mit Wasser ab.

Nahaufnahme von mehligen Wollläusen mit weißer, wachsartiger Schicht und feinen Härchen auf einem braunen Pflanzenstängel. | © Shutterstock/Protasov AN
© Shutterstock/Protasov AN

Wollläuse

Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, scheiden eine wachsartige Substanz aus, die den Pflanzenschädling als Wattebausch umhüllt. Trotzdem übersieht man Wollläuse oft, weil sie sich in Blattachseln oder Hüllblättern niederlassen. Dort entzieht der Schädling der Zimmerpflanze wichtige Nährstoffe, es kommt zum Wachstumsstillstand und zum Blattabwurf, da die Pflanze geschwächt ist. Du kannst den Schädling effektiv mit Pflanzenschutzmitteln oder Nützlingen bekämpfen.

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