Eine Marke von
Menü Zurück

Lieblingsfotos kreativ gerahmt: So umhäkelst du deine schönsten Motive

Helle Wand mit dekorativen gehäkelten Rahmen in Naturfarben, die das Wort "LOVE" zeigen, vor üppigen Zimmerpflanzen auf einem Holzsideboard.
Hübsch, so kleine gehäkelte Bilderrahmen, oder? In einer Farbe oder Farbgruppe gehalten, sehen sie richtig stylish aus.
© Canva / AI
Das Bild zeigt eine Frau mit freundlichem Lächeln, die direkt in die Kamera blickt. Sie hat mittellanges blondes Haar, blaue Augen und trägt ein graues T-Shirt mit einer offenen grauen Jacke. Der Hintergrund ist schlicht und unauffällig, was den Fokus auf die Frau lenkt. Ihr Ausdruck wirkt offen und zugänglich. | © BILD der FRAU
11.05.2026 • 19:23 Uhr
Mirjam Beile

Ein Stück Karton, einen Wollrest und eine Häkelnadel – mehr  brauchst du nicht, um einen ganz persönlichen Bilderrahmen zu gestalten, der Lieblingsfotos liebevoll in Szene setzt. So hübsch, so schnell gemacht – ich hab's ausprobiert.

Fotos, die uns besonders am Herzen liegen, hängen wir gerne auf, um sie immer wieder vor Augen zu haben. Magische Orte, liebe Menschen, die eine einzigartige Momentaufnahme: Großartige Fotos verdienen einen großartigen Rahmen, um sie angemessen zu würdigen.

Ich bin neulich auf gehäkelte Bilderrahmen gestoßen und dachte: Das muss ich ausprobieren. Gesagt, getan – ich habe mich ans Werk gemacht. 

DIY-Häkel-Stirnband: Die Häkel-Twins zeigen wie es geht!

Weil ich es sehr mag, beim Stricken und Häkeln möglichst noch Upcycling mit hineinzubringen, habe ich eine Anleitung gewählt, die zum einen einfach ist – auch das kommt mir sehr entgegen – und zum anderen Grundlage für den Rahmen lediglich ein Stück Karton braucht. Und das haben schließlich alle zu Hause, oder?

Gesagt, getan: Ich schnibbelte mir einen wirklich winzigen Kartonring zurecht und habe losgelegt. Als ich etwa die Hälfte umhäkelt hatte, dachte ich noch: Hmmm, mal sehen, ob da wirklich was draus wird. So sah meine Arbeit aus:

Nahaufnahme eines Häkelprojekts mit blauer Baumwolle und dekorativer Häkelnadel auf dunklem, geprägtem Holz. | © privat
© privat

Mini-Bilderrahmen häkeln: So kommen deine Fotos besonders schön zur Geltung

Als ich dann fertig war (es ging wirklich sehr schnell und war supereinfach), habe ich mein Werk doch mit etwas Stolz betrachtet und war recht zufrieden mit meinem ersten gehäkelten Bilderrahmen. Er ist wirklich sehr klein, als Anschauungsmaterial aber durchaus brauchbar. Zum einen finde ich, dass viele solcher kleinen Rahmen sich ganz wunderbar an einer Wand machen, zum anderen kannst du die Größe deines Rahmens ganz frei selbst bestimmen. Und: Du kannst auch alte Bilderrahmen einfach umhäkeln, auch das sieht toll aus und spart dir das Ausschneiden aus Pappkarton.

Voilà, mein Endergebnis will ich dir nicht vorenthalten – so ist es geworden:

Ein Strauß rosa Pfingstrosen mit blauen Disteln steht vor einer rustikalen Ziegelwand, daneben hängt ein gehäkelter blauer Mini-Bilderrahmen. | © privat
© privat

Das brauchst du:

  • Wolle nach deinem Geschmack: dünnere sorgt für einen eher filigranen Rahmen und eignet sich eher für kleine Formate, bei größeren kannst du auch zu dickerer Wolle greifen, das gibt dann einen eher rustikalen Look 
  • passende Häkelnadel, ca. 5 mm
  • einen Ring mit Dicke und Durchmesser deiner Wahl (meiner ist etwa 0,5 mm dick und hat 5 cm Durchmesser) aus Pappe, alternativ etwas Ringförmiges, das du upcyceln möchtest, oder ein alter runder Bilderrahmen
  • Schere
  • Stopfnadel

Und so geht’s:

Wenn du deinen Ring selbst anfertigst: Zeichne mit einem Glas oder etwas Rundem in der Größe deiner Wahl einen Kreis auf stabile Pappe und schneide daraus einen Ring aus. Einen etwas kleineren Kreis dort hineinzeichnen, so dass ein gleichmäßiger Ring in der Dicke deiner Wahl entsteht. Schneide den Ring aus. Der Ring muss nicht perfekt sein – die Häkelarbeit verdeckt später kleine Unebenheiten. Aus meiner Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass du Kanten, und seien sie noch so klein, vermeiden solltest, weil die Wolle sonst dort hängenbleibt und sich nicht auf dem Ring in Form schieben lässt. 

Runde 1: Beginne mit einer Anfangsschlaufe auf der Nadel und mach eine erste Kettmasche um den Ring. Dann führst du die Nadel durch den Ring, holst den Faden dort hindurch und ziehst ihn vor dem Ring nach oben. Lass die so gewonnene Schlaufe auf deiner Häkelnadel, hole den Wollfaden und ziehe ihn durch beide Schlaufen auf der Nadel. 

Auf diese Art häkelst du jetzt um den gesamten Ring herum. Mach das so oft, bis der Ring mit Wolle bedeckt ist. Es sollte nicht zu dicht, aber auch nicht zu lose sein. Wichtig: Die Insgesamt-Anzahl muss durch 6 teilbar sein! Schließe die Runde mit 1 Kettmasche in die erste feste Masche.

Runde 2: Überspringe 2 Maschen. Häkle dann 4 Stäbchen in die nächste Masche. Überspringe wieder 2 Maschen und häkle 1 Kettmasche in die folgende Masche.

Wiederhole das Muster rundherum:

  • 2 Maschen überspringen
  • 4 Stäbchen in die nächste Masche
  • 2 Maschen überspringen
  • 1 Kettmasche in die nächste Masche

Schließe die Runde mit 1 Kettmasche in die erste Masche. Schneide den Faden ab, ziehe ihn durch die letzte Schlaufe – fertig!

Wenn du deinen Bilderrahmen einfach am Wollfaden aufhängen willst, verknote den Anfangs- und Endfaden und nutze diese Schlaufe als Aufhänger. Wenn du willst, kannst du den Knoten noch mit einer hübschen kleinen Perle verzieren.

Nun kannst du ein passendes Foto zuschneiden und von hinten in den Rahmen kleben. Optional kannst du auf der Rückseite einen Magneten befestigen. Auch ein Band deiner Wahl macht sich zum Aufhängen gut.

Weitere tolle Ideen, was du alles häkeln kannst: