Strudelteig selbst machen: Omas Grundrezept
Der Strudel, ein Klassiker der Alpenküche, mag den Ruf haben, kompliziert zu sein. Doch mit Oma Cillys einfachem Grundrezept und ihren geheimen Tricks gehören Sorgen vor dem Gelingen der Vergangenheit an.
Zutaten für 1 Strudelteig
- 100 g Weizenmehl, Type 405
- 1 Prise Salz
- 2 EL Sonnenblumenöl
- ca. 60-70 ml lauwarmes Wasser / Menge anpassen, bis der Teig sehr weich, aber nicht klebrig ist
- 1 frisches Küchentuch, ohne Waschmittelrückstände
Zubereitungszeiten:
Und so wird's gemacht:
Teig ansetzen: Das Mehl auf eine saubere Arbeitsfläche sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. In diese Mulde das lauwarme Wasser, Salz und Sonnenblumenöl geben.
Die Zutaten von der Mitte aus nach und nach mit dem Mehl vermischen und anschließend mindestens 10 Minuten kräftig kneten. Der Teig sollte am Ende sehr weich, glatt und elastisch sein, aber nicht an den Händen kleben.
Teig ruhen lassen: Ihn zu einer Kugel formen, leicht mit etwas Öl einreiben, in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Dies entspannt das Gluten und macht den Teig dehnbar.
Teig ausrollen und ziehen: Ein Küchentuch oder spezielles Strudeltuch leicht bemehlen oder mit einem Hauch Öl bestreichen. Den Teig darauf zunächst so dünn wie möglich ausrollen.
Nun wird der Teig ausgezogen: Dazu mit beiden Händen bzw. Fäusten unter den Teig fassen und ihn von der Mitte aus vorsichtig nach außen dehnen. Am besten Stück für Stück über den Handrücken ziehen, um ein schnelles Reißen zu vermeiden, bis er hauchdünn ist.
Füllen und aufrollen: Den hauchdünn ausgezogenen Teig gleichmäßig mit zerlassener Butter einpinseln und dann wie im jeweiligen Rezept beschrieben füllen.
Abschließend das Tuch leicht anheben und den Strudel von der belegten Seite her vorsichtig und kompakt aufrollen.
Ein Backblech großzügig mit Butter bestreichen. Den Strudel darauflegen und wie im gewünschten Rezept angegeben backen, beziehungsweise füllen. So ist der Strudel im Handumdrehen fertig!
Für selbstgemachten Strudelteig ist die Wahl des richtigen Mehls entscheidend: Am besten eignet sich Weizenmehl Type 405 Instant. Höhere Typenbezeichnungen oder Vollkornmehle sind schwieriger zu verarbeiten, da sie sich schlechter dünn ausziehen lassen, weniger aufgehen und eine zähere Konsistenz entwickeln können!
Strudelteig: Ausziehen, Füllen und Backen – Omas Tipps
Beim Füllen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – von Hackfleisch über Gemüse bis zu Pilzen, Äpfeln und Pflaumen ist alles möglich. Hier die besten Tipps, wie dein Strudel perfekt gelingt:
- Teig ausziehen: Arbeite behutsam mit den Handrücken. Greife unter den Teig und ziehe ihn von der Mitte langsam nach außen. Nimm dir Zeit! Droht der Teig zu reißen, pinsele ihn mit Öl ein.
- Füllung vorbereiten: Die Füllung muss gut gebunden sein, um ein Durchweichen des Strudels zu verhindern. Gemüse und Pilze sollten daher blanchiert oder vorgegart werden.
- Süße Füllungen: Bei süßen Varianten dienen Quark, Eier und Sauerrahm als Bindemittel. Rohe Früchte wie Äpfel oder Birnen kombinierst du am besten mit gemahlenen Nüssen, Mandeln oder Kuchenbröseln, um austretenden Saft aufzunehmen.
- Backen: Den Strudel backst du meist bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 45 Minuten. Orientiere dich hier immer am jeweiligen Rezept.
Viel Spaß beim Backen, Füllen und Genießen. Und mit unserem einfachen Grundrezept kannst du nun diese beliebten Strudelrezepte ganz entspannt selbst machen:
- Für gemütliche Tage: Südtiroler Apfelstrudel
- Makowiec aus Polen: Mohnstrudel
- Unwiderstehlich: Marzipan-Mandel-Strudel mit Blätterteig
- Würzig: Kürbis-Strudel mit Mandeln und Datteln