Herrlich deftig

Polnische Hausmannskost: Pierogi mit Sauerkraut-Pilz-Füllung

Mehrere Pierogi auf einem teller.
© iStock/arfo
Pierogi mit Kraut und Pilzen sind ein Klassiker der polnischen Küche.

Teigtaschen – auch Pierogi genannt – sind in Polen ein echter Klassiker! Angeboten werden sie übrigens mit verschiedenen Füllungen – und wer es besonders deftig mag, wird dieses Rezept mit Sauerkraut und getrockneten Pilzen lieben.

Zutaten für ca. 70 Stück:

  • Für den Teig:
  • 500 g Mehl
  • 1 Eigelb
  • heißes Wasser
  • Für die Füllung:
  • 500 g Sauerkraut
  • 50 g Pilze, getrocknet
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Öl

Zubereitungszeit:

Gesamtzeit: ca. 90 Minuten Stunde (zzgl. Quellzeit für die Pilze sowie Kochzeit für das Kraut und die Piroggen)

Und so wird’s gemacht:

  1. Damit die Füllung so aromatisch wie möglich wird, sollte am besten schon am Vortag mit der Zubereitung begonnen werden. Dabei die Pilze gut abspülen, in einen kleinen Topf geben und kaltes Wasser auffüllen. Das Ganze über Nacht ziehen lassen – wenn die Zeit nicht reicht, sollten es aber mindestens vier Stunden sein.

  2. Am Tag der eigentlichen Zubereitung Topf samt Wasser und Pilzen aufsetzen und so lange köcheln lassen, bis die Pilze weich sind. Anschließend durch ein Sieb passieren und sehr, sehr fein hacken. Tipp: Sud anschließend auffangen, filtern und für die Zubereitung von Soßen und Suppen aufbewahren.

  3. Sauerkraut aus der Verpackung nehmen und gut ausdrücken. Einen Topf voll Wasser aufsetzen und Kraut darin weich kochen. Das beansprucht etwa eine Stunde. Im Anschluss daran Kraut abgießen und gut abtropfen lassen, dann zerkleinern.

  4. Zwiebel abziehen und fein hacken.

  5. Öl in eine Pfanne geben und Zwiebel darin glasig dünsten. Dann auch die Pilze hinzugeben und leicht anbraten lassen. Zum Schluss das Kraut unterheben, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen zwei Minuten braten. Pfanne von der Flamme nehmen und Füllung abkühlen lassen.

  6. Nun geht es an die Zubereitung des Teiges. Mehl in eine Schüssel sieben und das Eigelb untermengen. Wasser im Wasserkocher erhitzen und Schluck für Schluck unter den Teig heben. Der Teig hat die perfekte Konsistenz, wenn er weich und flexibel ist, nicht klebt und leichte Luftblasen wirft. Insgesamt werden dafür circa 250 bis 300 ml heißes Wasser benötigt. 

  7. Teig in mehrere Portionen abteilen und diese auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Die Teigschichten sollten circa 2 mm dick sein. Mit einem Trinkglas Kreise ausstechen. Diesen Vorgang für die restlichen Teigportionen wiederholen. 2 TL der Füllung in die Mitte der ausgestochenen Teigstücke setzen und den Teig so zusammenklappen, dass Halbkreise entstehen. Die Piroggen halten besser, wenn die Ränder beim Zusammendrücken etwas angefeuchtet sind.

  8. Einen großen Topf voll Salzwasser aufsetzen und die Pierogi portionsweise kochen. Sobald die Teigwaren an der Wasseroberfläche schwimmen, am besten noch zwei Minuten warten, dann können sie mittels Schaumkelle aus dem dem Topf genommen werden. Dann sind die Piroggen auch schon bereit für den Verzehr. Am besten einfach mit etwas flüssiger Butter, Schmand, gerösteten Zwiebeln oder frischen Kräutern anrichten.

Die polnische Küche wäre ohne sogenannte Pierogi nicht vollständig. Die kleinen Teigtaschen sind sogar so beliebt, dass sie in verschiedensten Sorten angeboten werden. Neben den Pierogi mit Sauerkraut und Pilzen (übersetzt übrigens "Pierogi z kapustą i grzybami") sind vor allem Pierogi ruskie mit einer leckeren Kartoffel-Käse-Füllung auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Aber es gibt auch süße Varianten, wie etwa Piroggen mit Erdbeer-Füllung.

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