08.02.2019

Ursachen und Behandlung Einseitige Halsschmerzen – was steckt dahinter?

Einseitige Halsschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Meist sind die harmlos, doch bei bestimmten Symptomen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Foto: imago/UIG

Einseitige Halsschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Meist sind die harmlos, doch bei bestimmten Symptomen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Halsschmerzen sind lästig und kommen fast mit jeder Erkältung. Oftmals beobachten wir auch, dass diese einseitig auftreten. Erfahren Sie mehr über die Ursachen.

Während der kalten Jahreszeit ist nicht nur das Wetter wechselhaft. Auch unser Immunsystem bekommt oft die negativen Seiten zu spüren. Die möglichen Folgen: Schnupfen, Fieber und Halsschmerzen. Vielen ist dabei das Phänomen der einseitigen Halsschmerzen bekannt. Doch was hat es damit auf sich, welche Anzeichen geben Grund zur Sorge und wann muss der Arzt ran? Wir klären auf.

Einseitige Halsschmerzen bei Erkältung

In den allermeisten Fällen treten einseitige Halsschmerzen als Begleiterscheinung einer Erkältung auf. Diese machen sich in der Regel durch ein Kratzen im Hals und Schluckbeschwerden, bemerkbar – manchmal eben nur auf einer Seite. Der Körper ist schlapp, die Nase läuft und die Körpertemperatur steigt ebenfalls an.

Für gewöhnlich, klingen die Symptome allerdings wieder nach circa drei Tagen ab und der Körper kann sich erholen. Nicht umsonst heißt es: "Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage". Doch einseitige Halsschmerzen können auch ein Symptom ernstzunehmender Erkrankungen sein.

Mandel- oder Rachenentzündung kann auch einseitig auftreten

Die sogenannte 'Tonsillitis' bezeichnet eine Entzündung der Mandeln und kann sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten. In der Regel weisen die befallenen Mandeln einen weiß-gelblichen Belag auf und Patienten leiden unter starken Halsschmerzen.

Die Schmerzen können dabei bis hin zu den Ohren ausstrahlen. Fieber und Schluckbeschwerden sind dabei die Begleiterscheinungen. Eine Mandelentzündung bedarf in jedem Falle einer ärztlichen Behandlung, denn sie kann sich auf andere Körperorgane ausbreiten und sogar einen Abszess an den Mandeln bilden. Die Folgen: Der Patient muss entweder den Abszess oder seine Mandeln durch einen operativen Eingriff entfernen lassen.

Eine akute Rachenentzündung hingegen wird in der Medizin auch als 'Pharyngitis' bezeichnet und ist eine durch Viren ausgelöste Infektion. Die Schmerzen, welche mit dieser Erkrankung einher gehen, äußern sich oft mit einseitigen Schmerzen. Der Erkrankte fühlt ein Kratzen im Hals und leidet unter Husten, Schluckbeschwerden, Mundgeruch und geschwollenen Lymphknoten.

Seitenstrangangina: Wenn die Lymphbahnen geschwächt sind

Eine Seitenstrangangina ist eine Krankheit, die die Lymphbahnen im hinteren Rachenraum befällt – sie kommt aber selten "einfach so", sondern kann auf eine Erkältung folgen, die diese Lymphbahnen schon geschwächt hat. Dass dabei Halsschmerzen auch einseitig auftreten können, kommt häufig vor – wenn nämlich nur eine dieser seitlichen Lymphbahnen betroffen ist.

Leiden Sie gleichzeitig unter Ohrenschmerzen auf der betreffenden Seite, ist diese Erkrankung wahrscheinlich. Da sich daraus eine Mittelohrentzündung entwickeln kann, ist der Gang zum Arzt wichtig, um Folgeprobleme abzuklären.

Pfeiffersches Drüsenfieber: Absolute Bettruhe ist Pflicht

Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch das Epstein-Barr-Virus ausgelöst. Die typischen Symptome ähneln denen einer Mandelentzündung, nämlich: Halsschmerzen, die auch einseitig auftreten können, Probleme beim Schlucken, Fieber, Appetitlosigkeit und vergrößerte Lymphknoten. Für die betroffene Person heißt es von nun an: absolute Bettruhe, um schwerwiegende Folgeerkrankungen wie beispielsweise eine Mittelohrentzündung oder eine Herzmuskelentzündung zu vermeiden. Das sollten Sie nicht riskieren, denn die Viren des Pfeiffersches Drüsenfieber sind gefährlicher als gedacht.

Kehlkopf- oder Stimmbandentzündung: Redeverbot!

Tritt neben einseitigen Halsschmerzen auch eine Heiserkeit auf, könnten Sie unter einer Kehlkopf- oder Stimmbandentzündung (Laryngitis) leiden. Die Laryngitis wird entweder durch Viren, eine Überbeanspruchung der Stimme oder äußere Einflüsse wie Rauchen oder trockene Luft ausgelöst. In solch einem Fall sollten Sie dringend Ihre Stimme schonen, das Reden so gering wie möglich halten und viel Flüssigkeit zu sich nehmen, da dies die Stimmbänder befeuchtet.

SOS – Wann Sie dringend zum Arzt sollten

Bei folgenden zusätzlichen Beschwerden sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden:

  • Verfärbung der Zunge
  • Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Hautausschlag
  • akut auftretende starke Schmerzen
  • Probleme und Schmerzen beim Öffnen des Mundes
  • vergrößerte und belegte Mandeln
  • Übelkeit
  • geschwollene Lymphknoten im Bereich des Halses
  • massive Schluckbeschwerden

Heilung durch die richtigen Hausmittel

Sollten Sie unter einseitigen Halsschmerzen leiden, welche als Begleiterscheinung zu einer Erkältung auftreten, brauchen Sie sich zunächst keine größeren Gedanken zu machen. Die Rachenwand ist während des Krankheitsverlaufs zwar stark gereizt, kann sich jedoch meist sehr schnell wieder von den heimtückischen Schmerz erholen.

Außerdem gibt es zahlreiche Hausmittel gegen Halsschmerzen , die das lästige Kratzen besänftigen oder gar beseitigen.

Schauen Sie dazu am besten in das Video rein:

Hausmittel bei Halsschmerzen

Hausmittel bei Halsschmerzen

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