06.02.2018

Vor allem Schmerzen Grippeimpfung Nebenwirkungen – so häufig sind sie wirklich

Was wirkt hat meistens auch Nebenwirkungen. So auch bei der Grippeimpfung. Um welche Nebenwirkungen es sich handelt und wie gefährlich sie sind.

Die Grippeimpfung wird in den meisten Fällen als Spritze in den Oberarm gesetzt. Weil bis zu 40 Prozent der Geimpften danach leichte Schmerzen in dem Arm bekommen, in den die Injektion gesetzt wurde, fragt der Arzt meist schon vorher: „Sind Sie Rechts- oder Linkshänder?“ Bei Rechtshändern wird dann die Spritze in den linken Arm gegeben, bei Linkshändern in den rechten. Denn ein bis zwei Tage nach der Impfung kann die häufigste Nebenwirkung der Grippeimpfung auftreten – leichte bis massive Schmerzen im betroffenen Arm.

Harmlose Nebenwirkungen der Grippeimpfung

Besorgniserregend ist diese Nebenwirkung nicht. Spätestens nach einer Woche sind die Schmerzen wieder abgeklungen – ebenso wie eine andere häufige Nebenwirkung der Grippeimpfung, einer leichten Rötung der Einstichstelle. Dabei handelt es sich um eine Lokalreaktion, die ebenfalls harmlos ist.

Krank nach der Grippeimpfung

Knapp zehn Prozent der Geimpften bekommen nach der Grippeimpfung schwache, grippeähnliche Symptome – leichtes Fieber, Frösteln, Schwitzen, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen. Das zeigt, dass das Immunsystem stark auf den Impfstoff reagiert und entsprechende Abwehrzellen aufbaut – ist letztendlich also sogar ein gutes Zeichen und verschwindet nach ein bis zwei Tagen wieder.

Gefährliche Nebenwirkungen nach der Grippeimpfung

Äußerst selten sind dagegen riskante Nebenwirkungen nach einer Grippeimpfung, wie das Robert Koch Institut betont. Das betrifft etwa Menschen mit schwerer Hühnereiweißallergie, denn Grippeimpfstoffe – lesen Sie hier: Wie sinnvoll ist die Grippeimpfung? – werden mit Hilfe von Hühnereiweiß hergestellt. Die Seren enthalten deshalb Spuren von Hühnereiweiß. Symptome dieser gefährlichen Nebenwirkung sind:

  • starke Hautreaktion an der Einstichstelle mit intensivem Juckreiz
  • Atemnot
  • Kreislaufprobleme

Allerdings sind schwere allergische Reaktionen nach der Grippeimpfung bei Menschen mit Hühnereiweißallergie genauso selten registriert wie bei Personen ohne diese Allergie – also extrem selten. Trotzdem sollten Allergiker ihren Arzt darauf hinweisen, bevor sie zum ersten Mal gegen Grippe geimpft werden.

Nebenwirkungen durch die Grippeimpfung in der Schwangerschaft

Die Angst vor gefährlichen Nebenwirkungen durch die Grippeimpfung ist also übertrieben. Übrigens schließen sich Schwangerschaft und Grippeimpfung nicht aus. Im Gegenteil, die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeimpfung besonders auch Schwangeren. Denn vor allem sie sollten vor der Infektion geschützt werden, weil eine Grippe in der Schwangerschaft oft besonders schwer verläuft und zu Komplikationen führen kann. Dagegen ist der Impfstoff für die Mutter und das Ungeborene genauso sicher und gut verträglich wie für Nichtschwangere. Bester Zeitpunkt für die Impfung ist das zweite Schwangerschaftsdrittel.

Allgemein gilt aber wie bei allen Medikamenten: Sollten bei der Grippeimpfung Nebenwirkungen auftreten, die über die beschriebenen hinausgehen, konsultieren Sie Ihren Hausarzt.

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