30.08.2019

Schmerzhafte Angina Mandelentzündung – sieben starke Hausmittel!

Hals-, Nasen-, Ohren-Probleme
Do, 19.09.2019, 15.18 Uhr

Hals-, Nasen-, Ohren-Probleme

Beschreibung anzeigen

In leichten Fällen muss es nicht immer gleich ein Antibiotikum sein. Schluckbeschwerden und Halsschmerzen durch Mandelentzündung lassen sich mit einfachen Mitteln lindern, die jeder in der Küche hat!

Mandelentzündung (medizinisch: Tonsillitis oder Angina tonsillaris) ist ansteckend. Viren und Bakterien, die Auslöser der Mandelentzündung, werden über Tröpfcheninfektion übertragen – etwa beim Reden, Husten oder Niesen. Innerhalb weniger Stunden können dann die Symptome der Mandelentzündung auftreten: starke Halsschmerzen, das Schlucken tut richtig weh.

Verläuft die Entzündung schwerer, kommt etwa Eiter dazu, sind Antibiotika meist unvermeidlich. Dennoch muss – und sollte – diese den Körper doch ziemlich belastende Medikamentenkeule nicht immer gleich gegeben werden, sonst können Resistenzen entstehen. In leichten Fällen der Erkrankung sowie unterstützend zum Lindern der Symptome helfen auch ein paar Hausmittel gegen Mandelentzündung.

Diese Hausmittel helfen bei Mandelentzündung wirklich

Erste Hilfe bei Mandelentzündung: Wärme von innen und außen, zum Beispiel heißen Tee in kleinen Schlucken trinken und den Hals mit einem Schal wärmen. Denn Wärme unterstützt das lokale Immunsystem im Hals, regt so die Selbstheilung des Körpers an. Kälte kann allerdings auch helfen, die Schmerzen zu lindern und die geschwollenen Mandeln ein wenig zu beruhigen. Die schwellen bei einer Mandelentzündung nämlich schnell stark an und rufen dadurch die typischen Schluckbeschwerden hervor.

Daneben gibt es aber noch ein paar einfache Hausmittel, die hilfreich sein können. Das Praktische daran: Die meisten der sieben bewährten Zutaten gegen Mandelentzündung finden sich vermutlich auch in Ihrer Küche:

  1. Salz: Geben Sie eine gute Prise Meersalz (besser noch Mineralsalz aus der Apotheke) in ein Glas warmes Wasser. Spülen Sie mit diesem Salzwasser Mund und Rachen, gurgeln Sie. Das Salz unterstützt die Schleimhäute in ihrer Funktion, hält sie feucht und wirkt leicht desinfizierend.
  2. Salbei: Bereiten Sie Salbeitee nach Anweisung zu, lassen Sie ihn etwas abkühlen und gurgeln Sie damit. Salbei desinfiziert und wirkt gegen Entzündungen.
  3. Honig: Lauwarmes Honigwasser zum Gurgeln oder ein paar Schlucke Salbeitee, mit Honig gesüßt, beruhigen die Schleimhäute im Rachen. Inhaltsstoffe des Honigs können Entzündungen sanft bremsen und die Heilung fördern.
  4. Apfelessig mit Honig: Ein weiteres Hausmittel zum Gurgeln ist lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Apfelessig sowie einem Löffel Honig. Apfelessig soll leicht desinfizierend und abschwellend wirken.
  5. Zwiebeln: Bereiten Sie aus einer klein geschnittenen Zwiebel und einem Viertelliter Wasser einen Zwiebeltee zu. Lassen Sie den Tee etwas abkühlen und trinken Sie ihn mehrmals täglich. Vor allem rote Zwiebeln enthalten Schwefelverbindungen (Sulfide – übrigens auch fürs Tränen der Augen beim Schneiden verantwortlich) und Antioxidantien wie Quercetin mit antibakterieller Wirkung.
  6. Quark: Streichen Sie 100 Gramm körperwarmen Quark auf ein dünnes Baumwolltuch, wickeln Sie es um den Hals und geben Sie einen leichten Schal darüber. Der Halswickel sollte rund 15 Minuten angewendet werden. Quark wirkt gegen Entzündungen und Schwellungen.
  7. Kartoffeln: Kochen Sie etwa sechs ungeschälte, mehlige Kartoffeln weich. Zerdrücken Sie die Kartoffeln auf einem Tuch und schlagen Sie die Kartoffeln darin ein. Prüfen Sie, dass dieser Wickel nicht zu warm ist. Legen Sie ihn um den Hals und lassen Sie ihn rund eine halbe Stunde einwirken.

Ansonsten helfen auch die klassischen Hausmittel gegen Halsschmerzen.

Eitrige Mandelentzündung mit typischen Belägen

Diese Hausmittel eignen sich auch zur Unterstützung einer medikamentösen Behandlung der Mandelentzündung. Oft sind nämlich Medikamente unumgänglich, weil die Angina sehr heftig verläuft oder eine eitrige Mandelentzündung entsteht – erkennbar an gelb-weißlichen Belägen auf den Gaumenmandeln.

Antibiotika bei Mandelentzündung oft unvermeidlich

Ursache der Mandelentzündung ist eine Infektion der Gaumenmandeln mit Viren oder Bakterien. Häufig kommt hohes Fieber zu den starken Halsschmerzen dazu und spätestens dann sollten Sie den Arzt zu Rate ziehen. Nach eingehender Untersuchung und dabei vor allem Inspektion des Rachens verschreibt er in den meisten Fällen ein Antibiotikum. Allerdings nur, wenn die Entzündung bakteriell bedingt ist (etwa durch Streptokokken) oder sich zu den Viren Bakterien gesellt haben (bakterielle Superinfektion), denn gegen Viren sind Antibiotika unwirksam. Daher helfen sie auch nicht bei einer Rachenentzündung, die meist viral hervorgerufen wird.

Unbehandelt kann vor allem die eitrige Mandelentzündung Komplikationen nach sich ziehen, etwa Entzündungen des Herzmuskels oder der Gelenke. Auch das Risiko einer chronischen Mandelentzündung besteht. Dann tritt die Angina immer wieder auf und das Risiko für Folgeerkankungen steigt. Hier kann dann auch überlegt werden, ob es nicht sinnvoller ist, die Mandeln operativ entfernen zu lassen.

Eine Mandelentzündung kann übrigens auch einseitig auftreten. Bei einseitigen Halsschmerzen können aber auch andere Erkrankungen dahinter stecken, die dringend vom Arzt abgeklärt werden sollten.

Sehen Sie in unserer Galerie übrigens auch, welche Krankheiten am häufigsten diagnostiziert werden:

Weitere Verfahren der Naturheilkunde sowie wirksame Naturheilmittel und Hausmittel finden Sie auf unserer Themenseite.

Seite
Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen