16.01.2019

Wundermittel? So gesund ist Manuka-Honig!

Honig gehört nicht nur aufs Brot – der gesunde Manuka-Honig unterstützt Wundheilung und bietet Erkältungsschutz.

Foto: iStock/mashuk

Honig gehört nicht nur aufs Brot – der gesunde Manuka-Honig unterstützt Wundheilung und bietet Erkältungsschutz.

Wundheilung, Erkältungsschutz, Mundpflege & mehr: Der Super-Honig aus Neuseeland verspricht viel! Was macht Manuka-Honig so gesund? Wie wirkt er, wie setzen Sie ihn ein? Das erfahren Sie hier.

Altes Heilmittel neu entdeckt: Honig wird schon seit Jahrtausenden als Heilmittel verwendet – ob zur Senkung von Fieber oder auch zur Wundheilung. Seit geraumer Zeit erlebt Honig nun einen Aufschwung sondergleichen. Genau genommen betrifft das eine ganz bestimmte Sorte: Manuka-Honig aus Neuseeland. Die Nachfrage ist mittlerweile größer als das Angebot, Preise von bis zu 80 Euro werden bezahlt, Stars schwören darauf, und sogar bei Medizinern kommt er zum Einsatz. Was ist so besonders an Manuka-Honig?

Die heilende Wirkung von Manuka-Honig soll die anderer Honigsorten weit überschreiten, vor allem, was das Heilen diverser Beschwerden und Krankheiten betrifft. Was genau Manuka-Honig so gesund macht, wie er wirkt und wie die Anwendung aussehen kann erfahren Sie hier.

Wirkung von Manuka-Honig: Das macht ihn so gesund

Manuka-Honig ist der Nektar des neuseeländischen Manuka-Strauches, auch als Südseemyrte bekannt. Schon die Maori – die Ureinwohner Neuseelands – wussten um die heilsame Wirkung des des Strauches und sollen ihn unter anderem zur Heilung von Wunden eingesetzt haben.

Was die Maori schon lange wissen, ist hierzulande erst seit ein paar Jahren in den Fokus von Wissenschaftlern, Medizinern und gesundheitsbewussten Menschen gelangt. Denn in Studien hat man mittlerweile verschiedene Wirkweisen von Manuka-Honig nachweisen können, wie unter anderem:

  • Antibakterielle Wirkung
  • Antivirale Wirkung
  • Antiseptische Wirkung
  • Antientzündliche Wirkung
  • Antimykotische Wirkung

Grund für die besondere Wirkung von Manuka-Honig wird insbesondere einem ganz bestimmten Inhaltsstoff zugewiesen: MGO (Methylglyoxal). Dieser kommt zwar auch in anderen Honigsorten vor, doch in viel geringeren Mengen als in Manuka-Honig.

Manuka-Honig bei Wunden: Wirkung und Anwendung

Bei Manuka-Honig wird insbesondere seine wundheilende Wirkung hervor gehoben. Schon die Maori wussten darum. Großzügig auf große und kleine Wunden aufgetragen, soll er den Heilungsprozess beschleunigen und sogar durch seine antiseptische Wirkung auf natürliche Weise vor Wundinfektionen und das Eindringen von Keimen schützen.

Manuka-Honig hilft bei Erkältungen

Die antivirale Wirkung macht Manuka-Honig zu einem hilfreichen Mittel gegen Erkältung, Schnupfen und Husten. In solchen Fällen können Sie Manuka-Honig mehrmals täglich in einen mäßig heißen Tee rühren und trinken. Gleichzeitig können Sie ihn aufgrund der abwehrstärkenden Eigenschaften auch präventiv einnehmen.

Andere Erkrankungen und Infektionen der Atemwege und insbesondere entzündliche Erkrankungen wie Nasennebenhölenentzündung, Bronchitis und sogar Lungenentzündung sollen durch die Wirkung des Super-Honigs gelindert werden. So kann bei einer Nasennebenhöhlenentzündung etwas Manuka-Honig in die Innenwände der Nasenlöcher geschmiert werden – am besten vorm Schlafengehen. Der besondere Honig ist nur eines von verschiedenen Mitteln, einen grippalen Infekten sanft zu behandeln.

Manuka-Honig zur Mund- und Zahnpflege

Aufgrund der antientzündlichen und antibakteriellen Wirkung von Manuka-Honig kommt er auch bei der Mund- und Zahnpflege zum Einsatz – und das trotz seines Zuckergehalts! Hier soll er bei Zahnfleisch- und Mundschleinhautentzündungen helfen und sogar bei Karies und Parodontose. Zur Zahn- und Mundpflege kann etwas Manuka-Honig direkt in den Mund gegeben oder auf Zähne aufgetragen werden. Er ersetzt damit allerdings nicht das Zähneputzen! Mittlerweile gibt es allerdings schon Zahnpasta und Zahnpflegeprodukte mit Manuka-Honig.

Klingt verrückt? Dann lesen Sie hier weitere beinahe unglaubliche Tipps für gesunde Mund-Hygiene ohne Bürste.

Manuka-Honig bei Magen-Darm-Beschwerden: Wirkung und Anwendung

Neuseeländische Wissenschaftler haben heraus gefunden, dass Manuka-Honig sehr wirkungsvoll gegen Bakterien hilft, die zahlreiche Magen-Darm-Probleme und -Krankheiten auslösen können. Dadurch soll der Wunder-Honig gerade bei Magengeschwüren und Magenschleimhautentzündungen helfen. Außerdem soll Manuka-Honig die Darmflora stärken und damit bei zahlreichen Verdauungsbeschwerden, wie Blähungen oder Durchfall, lindernd wirken und sogar bei entzündlichen Darmerkrankungen hilfreich sein. Durch die antimykotische Wirkung kann Manuka-Honig außerdem bei Darmpilz helfen.

Bei Magen-Darm-Beschwerden kann Manuka-Honig direkt pur eingenommen oder in etwas warmen Wasser oder Tee aufgelöst getrunken werden.

Manuka-Honig hilft auch bei Hauterkrankungen

Durch die antimykotische Wirkung von Manuka-Honig kommt er bei äußerlichen Pilzinfketionen, wie Fußpilz oder Flechten, zum Einsatz. Hier kann der Honig direkt pur oder als Öl aufgetragen werden. Auch entzündliche Hauterkrankungen, wie Neurodermitis oder Akne, sollen durch den Honig beruhigt werden.

Was Honig Ihrer Haut und Ihren Haaren Gutes tun kann, lesen Sie hier.

Fazit: Manuka-Honig ist ein unterstützendes Heilmittel

Bei all den genannten Wirkweisen und Anwendungsgebieten liegt es fast schon nahe, ein Wundermittel aus Manuka-Honig zu machen. Tatsächlich scheint Manuka-Honig aufgrund seiner Wirkung ein ganz besonderes Naturprodukt zu sein. Und dennoch sollte es nicht als Allheilmittel gesehen werden, denn die Studienlage ist hier noch am Anfang.

Als unterstützendes Heilmittel kann Manuka-Honig jedoch allemal zum Einsatz kommen, auch wenn die langen Transportwege dabei nicht ganz außer Acht gelassen werden sollten. Ein weiterer sehr wichtiger Hinweise ist: Manuka-Honig ist nicht gleich Manuka-Honig. Erfahren Sie hier, was echten Manuka-Honig ausmacht. Weitere Ratgeber aus dem Bereich der Naturheilkunde finden Sie auf unserer umfangreichen Themenseite.

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