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Lunge reinigen: Detox für dein Atemorgan

 Das Bild zeigt eine Frau, die mit ausgebreiteten Armen nach oben steht und den Himmel anschaut. Sie scheint ein Gefühl von Freiheit oder Erleichterung zu erleben, vielleicht genießt sie einen Moment der Ruhe oder des Triumphes. Die Frau trägt eine blaue Bluse und ein weißes Top, und der Hintergrund besteht aus einem klaren blauen Himmel mit einigen leichten Wolken. Die Pose der Frau und ihr Gesichtsausdruck vermitteln ein starkes Gefühl der Freude und der Offenheit gegenüber der Welt um sie herum.
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Wer hätte das gedacht: Die richtige Ernährung tut auch der Lunge gut.

Die Lunge ist ein wichtiges Organ, das aber viel unter uns und Umwelteinflüssen – Schadstoffen, Viren, Bakterien & Co. – zu leiden hat. Du kannst deinem Atemorgan allerdings Gutes tun und deiner Lunge bei der Selbstreinigung helfen.

Detox steht immer wieder hoch im Kurs. Den Körper entgiften – danach fühlen sich viele Menschen häufig besser. Auch wenn das "Entgiften", das hinter dem Begriff steht, wissenschaftlich gesehen ein Mythos ist. 

Denn unser Körper entgiftet sich ganz gut von selbst. So auch unsere Lunge, die – sofern gesund – eine ausgezeichnete Selbstreinigungsfunktion hat. Dennoch kannst du sie dabei unterstützen und effektiv etwas dafür tun, dass sich deine Lunge reinigen kann.

Lungenentzündung: Diese Symptome sind typisch

Die Lunge reinigen: Bringt das etwas?

Gerade ehemalige Raucher oder die, die den Glimmstängel endlich an den Nagel hängen wollen, fragen sich, ob sie ihrer Lunge etwas Gutes tun und dort angesammelte Stoffe wieder loswerden können.

Das kann dann schnell zu Krankheiten wie einer Lungenentzündung führen. Auch ohne Covid-19 können durch Schadstoffe langfristig Krankheiten wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entstehen. Und die ist nicht heilbar.

Aber auch andere giftige Stoffe lagern sich zwischen dem feinen Lungengewebe ab, darunter Schimmelpilze, Feinstaub und Bakterien. Mit der Zeit kann die Lunge nicht mehr so gut arbeiten, weil sie sich nicht mehr richtig ausdehnen kann. 

Kurzatmigkeit und Sauerstoffmangel sind die Folgen. Erkältungen oder eine Bronchitis bleiben länger oder kommen immer wieder. Und Viren wie das Coronavirus Sars-CoV-2 haben ein leichteres Spiel, die Lunge anzugreifen.

Die gute Nachricht: Viele vom Rauchen oder durch schlechte Umgebungsluft in der Lunge abgelagerte Schadstoffe wirst du tatsächlich wieder los. Denn das Atemorgan besitzt eine recht starke Selbstreinigungsfunktion. So erneuern sich die Zellwände alle zwei bis drei Wochen.

Und auch die Lungenbläschen können sich erneuern. Das wiederum dauert bis zu einem Jahr. Du kannst die Regeneration deiner Lunge aber auch selbst unterstützen. Immer mal wieder drei Tage Zeit solltest du dir dafür nehmen. Und langfristig vielleicht auch den Lebensstil etwas anpassen.

Schrittweise zur sauberen Lunge

Der erste Schritt: Möglichst wenige Schadstoffe erneut zufügen. Aufs Rauchen solltest du verzichten und stattdessen auf frische Luft setzen. Optimal ist natürlich ein Verzicht auf Stadtluft, ein Lungen-Detox im Urlaub am Meer oder in den Bergen bietet sich also an. Aber auch einfach mal ein Wochenende außerhalb der Stadt kann Wunder wirken.

Und wenn du nicht aus der Stadt rauskommst, suche dir grüne Fleckchen im Betontrubel: Bewegung an der frischen Luft tut gut. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die Lunge zu reinigen.

Ernährung: Ein wichtiger Punkt für die Regeneration

Punkt zwei: Die richtige Ernährung hilft. Frisches Obst und grüne Salate, insgesamt leichte Kost, sollten (mindestens!) drei Tage lang auf deinem Speiseplan stehen. Schöner Nebeneffekt: Das tut auch dem restlichen Körper gut und lässt sogar Pfunde purzeln. Und sowieso schadet es nicht, diese Lebensmittel immer mal verstärkt auf den allgemeinen Ernährungsplan zu packen.

Gewisse Lebensmittel unterstützen die Lunge beim Reinigen:

  • Ingwer: Dass Ingwer schleimlösend wirkt und damit den Bronchien gut tut, ist mittlerweile bekannt. Die antibakteriell und antiseptisch wirkende Knolle unterstützt bei der Reinigung. Besonders wohltuend ist ein frischer Ingwertee: Einfach ein Stück Ingwer klein schneiden, heißes Wasser dazu – oder das Ganze gemeinsam aufkochen lassen – und genießen.
  • Zwiebeln: Die in der Zwiebel enthaltenen Stoffe wirken entgiftend. Zudem steht die Zwiebel damit in Verbindung, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen. Bis zu sieben Zwiebeln in der Woche solltest du auf deinen Speiseplan packen.
  • Paranüsse: Vitamin E enthalten sie von Haus aus, das enthaltene Antioxidans Selen wiederum aktiviert das Enzym, das für die Produktion von Vitamin E zuständig ist. In Maßen hilft diese Kombination, die Lungenmembran zu regenerieren. Auf Nahrungsergänzungsmittel mit dieser Kombination solltest du allerdings verzichten, zu viel des Guten steht nämlich im Verdacht, krebsfördernd zu wirken. In kleinen Mengen hingegen schützen diese Stoffe vor Krebs. Also lieber täglich eine Paranuss – das genügt schon.
  • Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Oregano: Tees, Suppen und Säfte mit diesen Kräutern wirken antimikrobiell.
  • Grapefruit und Zitronen: Die bittere rosa Zitrusfrucht wirkt gegen Viren sowie Pilze und ist dazu antiseptisch. Frisch aufgeschnitten und verzehrt unterstützt sie damit auch beim Kampf gegen Gifte in der Lunge. Als Saft, gemischt mit Wasser, hilft sie ebenfalls. Genauso eignet sich morgens ein Glas mit dem Saft zweier Zitronen mit Wasser gemischt. Zu sauer? Honig oder Stevia dazu!
  • Cranberries: Die kleinen roten Früchte sind vor allem als Saft beliebt. Die enthaltenen Stoffe wirken antibakteriell und entzündungshemmend.
  • Kaliumreiche Lebensmittel: Kalium reinigt, hilft gegen Krämpfe und reguliert die Körperflüssigkeit. Bananen enthalten zum Beispiel viel des wichtigen Minerals. Mixe dir einen leckeren Smoothie aus Bananen und Reismilch. Hinzugeben kannst du außerdem Erdbeeren, Papaya und Datteln oder Pflaumen.
  • Karotten & Co.: Karotinoide stärken das Lungengewebe. Also viel Salat mit Karotten, Tomaten, roter Paprika essen. Auch Melone, Mango, Orange und Pfirsich enthalten den Stoff.
  • Kurkumin: Der in Curry, aber auch Senf enthaltene Stoff kittet Risse in der Lunge und heilt Entzündungen, wie eine Studie der National University of Singapore herausgefunden hat.
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Zitrusfrüchte wirken gegen Viren sowie Pilze und sind noch dazu antiseptisch.

Zudem solltest du viel trinken: Besonders Wasser und Kräutertees bieten sich an. Wenn du Säfte mit den oben genannten Lebensmitteln trinkst, beispielsweise Karotten- oder Cranberrysaft, achte darauf, dass kein zusätzlicher Zucker dazugegeben wird.

Verzichten hingegen solltest du in der Reinigungsphase auf Milchprodukte sowie rotes und weißes Fleisch. Stattdessen steht Gemüse auf dem Plan – auch gerne in Form von Suppe.

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Die schleimlösende Wirkung von Ingwertee tut der Lunge gut.

Heiße Luft: In diesem Fall gut

Schritt drei: heißer Dampf! Ob du inhalierst, ein Dampfbad nimmst oder gleich einen Gang in die Sauna wagst – heißer Dampf, am besten gemixt mit etwas Eukalyptusöl oder Ähnlichem, befeuchtet die Atemwege, bringt dich aber auch zum Schwitzen.

Aber Vorsicht: Solltest du Husten oder Fieber haben, verzichte bitte erstmal aufs Inhalieren und vor allem auf Sauna! Der heiße Dampf heizt den Körper nur mehr auf. Außerdem wird vermutet, dass so Viren direkt in die Lunge eingeatmet werden könnten. Das ist zwar noch nicht bewiesen, aber sicher ist sicher – und schützt auch andere Saunagäste. Alternativ tut ein Duftöl im Raum gut, etwa Eukalyptus.

Rausgehen und sich bewegen

Schritt vier: Bewegung! Geh raus an die frische Luft und schnell spazieren. Es muss kein ganzer Lauf werden. Schnell gehen genügt. Das bringt den Kreislauf in Schwung und reguliert deine Atmung. Achte darauf, gleichmäßig sowie tief ein- und auszuatmen.

Beachte aber: Das Reinigen der Lunge ist ein langwieriger Prozess. Mit zwei, drei Tagen ist es nicht getan.

Bleib dran! Wie gesagt: Es lohnt sich vielleicht, sogar den Lebensstil langfristig etwas anzupassen. Und vielleicht schaffst du es ja irgendwann, das Rauchen einzustellen. Es tut weder unserer Lunge noch unserem Körper gut. Aber auch mehr frische Nahrungsmittel, etwa die oben genannten, sollten im Grunde häufiger auf dem Speiseplan stehen, als sie es bei den meisten von uns derzeit tun.

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