06.06.2018

Wertvolle Tipps Was hilft bei innerer Unruhe und Schlafstörungen?

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Innere Unruhe und Schlafstörungen bilden häufig einen Teufelskreis für Betroffene. Wir geben Tipps, mit denen Sie diesen durchbrechen können.

Foto: iStock/elenaleonova

Innere Unruhe und Schlafstörungen bilden häufig einen Teufelskreis für Betroffene. Wir geben Tipps, mit denen Sie diesen durchbrechen können.

Manche Frauen fürchten sich regelrecht vor der Nacht. Weil das Einschlafen einfach nicht klappt und sie stundenlang wach liegen. Auf Dauer macht das krank. Durchbrechen Sie den Teufelskreis aus Stress, innerer Unruhe und Schlafstörungen.

Permanenter Druck im Job und die Familie soll auch nicht zu kurz kommen. Irgendwann fordert so ein Leben in ständiger Anspannung seinen Tribut. Innere Unruhe macht tagsüber nervös und nachts schlaflos, denn das Gedankenkarussell kreist unaufhörlich. Professor Jens Kuhn, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Johanniter-Krankenhaus, kennt dieses Problem. Er sagt: "Oftmals wirken die Patienten äußerlich zwar ruhig, sind aber innerlich aufgewühlt und stark belastet." Lesen Sie, was bei innerer Unruhe und Schlafstörungen hilft.

4 Tipps gegen innere Unruhe und Schlafstörungen

1. Die Nerven sanft beruhigen

Nutzen Sie die Kraft der Natur, um die häufig gemeinsam auftretende innere Unruhe und Schlafstörungen zu bekämpfen: Lavendelöl wirkt ausgleichend. Eine Studien-Analyse der Universitäten München und Wien, bei der die Daten von fast 700 Patienten ausgewertet wurden, kam zu dem Ergebnis: Das pflanzliche Arzneimittel verbessert Unruhezustände und damit auch den Schlaf.

Der große Vorteil von Lavendelöl: Es beeinträchtigt weder die Reaktionsfähigkeit noch macht es tagsüber müde. Dabei ist es gut verträglich. Deshalb gilt, so Prof. Kuhn: "Die Behandlung kann über Wochen oder Monate fortgesetzt werden, bis sich der Zustand stabilisiert hat." Abhängigkeit und Gewöhnungseffekte sind nicht zu befürchten.

2. Im gesunden Rhythmus leben

Darüber hinaus lässt sich das Nervenkostüm durch einen geregelten Tagesablauf beruhigen. Das bedeutet: Möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen. Hilfreich ist es auch, dreimal täglich zu festen Zeiten zu essen und drei Stunden vor dem Schlafengehen keine große Mahlzeit zu sich nehmen oder Alkohol zu trinken. Erfahren Sie mehr darüber, wie eine falsche Ernährung am Abend Schlafstörungen begünstigen kann.

Wer die Gelegenheit hat, einen Mittagsschlaf zu halten, sollte es tun. Aber die Dauer auf eine halbe Stunde begrenzen. Denn dauert das Nickerchen länger, beginnt die Tiefschlafphase und man braucht bis zu einer Stunde, um wieder geistig fit zu sein.

3. Bewegung fördert die Entspannung

Es ist nicht einfach, sich gerade in Stressphasen die Zeit für Sport zu nehmen. Aber Körper und Geist danken es. Denn beim Radfahren, Spazierengehen oder Joggen werden Stresshormone abgebaut. Auch Yoga wirkt wunderbar entspannend. Volkshochschulen und Krankenkassen bieten Kurse an, die deutlich preisgünstiger sind als die von privaten Anbietern. Und mit YouTube-Videos lässt sich sogar gratis trainieren. Zu Hause und wann immer man will.

4. Digital-Detox im Schlafzimmer

Ständige Erreichbarkeit ist einer der größten Stressfaktoren heutzutage. Deshalb ist es sinnvoll, das Schlafzimmer zur handyfreien Zone zu erklären. Dann kommen Sie erst gar nicht in Versuchung, vor dem Zubettgehen noch schnell Ihre E-Mails zu checken und im Geiste weiterzuarbeiten.

Bei innerer Unruhe und Schlafstörungen können auch meditative Übungen helfen. Erfahren Sie mehr dazu auf unserer Themenseite Meditation. Kennen Sie beispielsweise schon diese Atemtechnik, die beim Einschlafen hilft?

Dieser Artikel über die mit innerer Unruhe verbundene Schlaflosigkeit erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 17.

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