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Botox: Diese Auswirkung hat das Nervengift auf die mentale Gesundheit

Frau wird Spritze in Stirn injiziert
Botox hat offenbar positive Nebenwirkungen. Eine Analyse legt nahe, dass der Wirkstoff positiv auf die mentale Gesundheit wirkt.
© Getty Images/SolStock
Im Bild ist eine Frau mit schulterlangen, lockigen Haaren zu sehen. Sie trägt einen blauen Rollkragenpullover und darüber einen blauen Blazer mit einem gestreiften Hemd darunter. Sie hat eine lange Halskette als Accessoire und trägt eine Umhängetasche mit einer Kettenschnur. Im Hintergrund ist eine historische Brücke in einer verschwommenen Darstellung zu erkennen, was darauf hindeutet, dass sie möglicherweise für ein Reisefoto posiert. Die Brücke und die Gebäude im Hintergrund vermitteln eine malerische und historische Stimmung des Fotos. | © privat
22.05.2024 • 10:30 Uhr
Franziska Klemmer

Botox hat laut einer Analyse positive Auswirkungen auf die mentale Gesundheit. Wer zum Falten-Killer greift, leidet demnach weniger an Angstzuständen.

Botox verbinden die meisten mit der Glättung von unerwünschten Stirnfalten, doch der Wirkstoff Botulinumtoxin kann viel mehr. So wird er seit einigen Jahren bereits zur Mirgräne-Behandlung, gegen übermäßiges Schwitzen und Inkontinenz eingesetzt. Eine US-Studie legte sogar nahe, dass sich Botox auch positiv auf die mentale Gesundheit auswirkt.

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Botox soll positiv auf mentale Gesundheit wirken

Grundlage der Studie war die Datenbank der "Food an Drug Administration" mit Informationen von 40.000 Patienten und Patientinnen. Eine Analyse der Daten zeigte, dass Menschen, die sich mit Botox behandeln ließen, seltener von Angstzuständen betroffen waren. Ob sie Botox-Injektionen aufgrund medizinischer oder kosmetischer Gründe erhielten, spielte keine Rolle.

Zuvor entdeckte die Forscher*innen-Gruppe bereits, dass mit Botox behandelte Menschen signifikant seltener von Depressionen betroffen waren, wie fitbook.de berichtet.

Welchen Effekt Botox auf die Psyche erzielen kann

 Botulinumtoxin blockiert die Erregungsübertragung der Nervenzellen zum Muskel, lähmt sie damit gezielt.

"Botulinumtoxine könnten in die Regionen des Zentralnervensystems transportiert werden, die an Stimmung und Emotionen beteiligt sind. Alternativ können die von Botox betroffenen neuromuskulären Verbindungen direkt mit dem Gehirn kommunizieren", heißt es in der Pressemitteilung der University of California in San Diego.


Das bedeutet, wenn die Stirn nicht in Sorgenfalten gelegt werden kann, fühlen sich Sorgen und Ängste vielleicht auch weniger intensiv an. Der Rückschluss ist schon länger bekannt, wer ein Lächeln auf den Lippen hat, beeinflusst damit seine Stimmung positiv.

Botox als künftige Therapie-Option?

Die Daten der Untersuchung basieren aus Selbstauskünften der Probandinnen, daher lässt sich damit keine allgemeine Aussage treffen. Die Wissenschaftler*innen wollen dem Wirkmechanismus aber weiter nachgehen und damit vielleicht eine Therapie-Option für Patienten und Patientinnen mit Angststörungen entwickeln.

fitbook.de, nature.com, health.ucsd.edu