Wechseljahre und Yoga: Mein Selbstversuch mit erstaunlichem Ergebnis
Deine Stimmungen schwanken wie das Aprilwetter? Immer öfter machst du die Nacht zum Tag und deine Hormone fahren mit dir Achterbahn? Sicher, die Wechseljahre sind keine Kleinigkeit, aber sie sind auch kein Defekt. Was helfen soll? Yoga. Ich habe es getestet.
Für Kristin Rübesamen steht außer Frage, dass du deinem Körper und deiner Seele in den Wechseljahren nichts Besseres tun kannst als Yoga. Sie gehört zu Deutschlands bekanntesten Yoga-Lehrerinnen und unterrichtet seit
mehr als 25 Jahren als zertifizierte Jivamukti- und Om-Yoga-Lehrerin. Zusammen mit Nina Heitmann hat sie das Programm "Bewusst im Wandel – Yoga & Expertise für die Wechseljahre" entwickelt. Ihr Ziel: eine Yoga-Praxis, die direkt hilft.
"Gerade weil das Angebot im Netz so unübersichtlich ist, lassen sich Frauen leicht verunsichern. Das muss nicht sein", erklärt Kristin Rübesamen. "Unser Programm funktioniert nicht nur wie ein Kompass, ein Leitfaden durch den Dschungel an Informationen, sondern auch ganz handfest durch spezielle Sequenzen zum Mitmachen."
"Bewusst im Wandel" – ein Erfahrungsbericht
Ich erfahre von diesem Programm an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich die Symptome der Perimenopause deutlich erlebe. Durchgeschlafene Nächte sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Was ich früher im Kopf hatte, muss ich mir inzwischen aufschreiben und ein schlechter Tag fühlt sich manchmal wie ein Weltuntergang an.
Kristin Rübesamen sagt: "Da die Wechseljahre von jeder Frau anders erlebt werden und die Perimenopause schon Frauen unter 40, ein Prozent davon sogar schon unter 35 erleben, ist unser Programm so konzipiert, dass alle Frauen davon profitieren können."
Ich denke mir: Perfekt. dann also ab auf die Matte mit mir!
Übungen, die fordern, ohne zu überfordern
Eigentlich ist mein Tag schon voll, aber das Thema Bewegung habe ich in den letzten Monaten sträflich vernachlässigt, also nehme ich mir die Zeit für Yoga. Ich habe zwar Vorerfahrungen, doch mein Fitnesszustand ist bestenfalls "befriedigend". Das merke ich bereits nach der ersten Praxis. Ein guter Einstieg, denn die Asanas, also die Körperhaltungen beim Yoga, überfordern mich nicht, aber sie bringen mich ganz schön ins Schwitzen. Danach fühle ich mich gut durchbewegt.
Ein weiterer Pluspunkt: Die Yoga-Einheiten dauern nur etwa eine halbe Stunde pro Tag – das ist machbar.
Das Niveau bleibt insgesamt konstant, auch wenn ich tagesformbedingt manche Haltungen früher auflösen muss. Doch genau das gehört auch zum Yoga: die eigenen Grenzen achtsam und bewusst wahrzunehmen. Langeweile kommt jedenfalls nicht auf, denn jeder Tag steht unter einem anderen thematischen Fokus.
Der Praxistest – meine Highlights
Ich bin von dem Programm auch so begeistert, weil es außer den wohltuenden Yoga-Übungen noch so viel mehr bietet: Es gibt zahlreiche weiterführende Artikel, zum Beispiel zu den Themen Ernährung, Hormone, Naturheilkunde bei Erschöpfung, Osteoporose und Spiritualität.
Dieser ganzheitliche Ansatz holt mich ab – ich fühle mich inmitten dieser zauberhaften Expertinnen, die hier zu Wort kommen und Teilnehmerinnen beraten, bestens aufgehoben. Das angebotene Material ist so umfangreich, dass es das Potenzial hat, mich durch die gesamten Wechseljahre zu begleiten.
Beckenboden, Libido & (Selbst-)Liebe
Sexualität ist heute, Gott sei Dank, kein Tabuthema mehr, und Frauen in den Wechseljahren wissen, dass sich auch diesbezüglich so einiges verändert. Kristin Rübesamen und Nina Heitmann lassen die Frauen damit nicht allein.
Von Yoni-Yoga habe ich noch nie gehört, aber nun weiß ich, dass die weibliche Energie mit Beckenbodenübungen, der richtigen Atmung und Achtsamkeit ins Fließen kommt.
Eine besondere Kraft hat auch der "Conscious Dance": Bei dieser Praxis treffen weiche, fließende Bewegungen auf tänzerische Elemente und schaffen einen ganz besonderen Zugang zum Körpererleben. Im ersten Moment ist es mir schwer gefallen, mich einzulassen, aber ich wurde mit einem herrlichen Gefühl der Leichtigkeit und Verbundenheit mit mir selbst belohnt.
Osteoporose entgegenwirken: Yoga mit Gewichten
Für mich eine echte Premiere: Yoga mit Gewichten. Diese Praxis soll helfen, Osteoporose vorzubeugen – ein Thema, das vor allem in den Wechseljahren an Bedeutung gewinnt. Ursache ist der sinkende Östrogenspiegel: Östrogen hemmt den Knochenabbau. Fehlt das Hormon, gerät der Knochenstoffwechsel aus dem Gleichgewicht, und es wird mehr Knochensubstanz abgebaut als neu gebildet.
Selbstverständlich gibt es auch zu diesem wichtigen Thema wieder einen fundierten Begleitartikel mit zahlreichen Bewegungs- und Ernährungstipps sowie weiteren Asanas, mit denen sich aktiv etwas gegen den Knochenabbau tun lässt.
Schlaf- und Atemmediation
Nur wer Schlafprobleme kennt, weiß, wie viel Einfluss der Schlaf auf die Lebensqualität hat. Leider ist es inzwischen auch bei mir keine Selbstverständlichkeit mehr, durchzuschlafen. Deshalb habe ich die Schlafmeditation an Tag 7 besonders genossen. Und auch die kühlende Atmung (Pranayama) am Ende der Praxis an Tag drei hat mir sehr gut getan.
Aber wie kann Atmung eigentlich kühlend sein und gegen Hitzewallungen helfen?
Kristin Rübesamen: "Atemtechniken zielen direkt auf das Nervensystem. Einige aktivieren den regenerativen Part des Parasympathikus, mit anderen Worten, das System fährt herunter, die Körpertemperatur sinkt."
Mein Fazit nach 10 Tagen Yoga & mehr
Nach 10 Tagen Praxis bin ich wieder mit dem Yoga-Fieber infiziert und verspreche mir selbst, dabeizubleiben. Ich bin dankbar, daran erinnert worden zu sein, wie wichtig es gerade in stressigen Lebensphasen ist, sich bewusst kleine Inseln der Ruhe zu schaffen.
Sobald ich mir die Zeit für meine Yoga-Praxis nehme, fühle ich mich nicht nur ruhiger und entspannter, sondern wirklich auch mehr im Fokus.
Expertin Kristin Rübesamen erklärt das so:
"Unsere Gesellschaft verlangt uns ein mörderisches Tempo ab, die Aufmerksamkeitsspanne sinkt durch Social Media, wir rutschen ständig in dieselbe Gedankenspirale. Yoga hält die Zeit gewissermaßen an, wir erleben den Moment in seiner ganzen Fülle. Diese Präsenz ohne Ablenkung stärkt nicht nur unsere Konzentration, sondern macht uns auch zufrieden."
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YogaEasy ist dein persönliches Online-Yogastudio für zu Hause oder unterwegs. Yoga üben, wann und wo immer du willst.
YogaEasy: Was die Plattform zu bieten hat
BILD-der-FRAU-Redakteurin Mirjam Beile hat die Plattform ebenfalls getestet. Ihr Urteil:
Ich bin nicht nur großer Yoga-Fan, sondern bringe auch einige Jahre an Erfahrung mit. Wie so viele andere habe ich Yoga in der Corona-Zeit für mich entdeckt und insofern auch schon etliche Online-Angebote ausprobiert.
YogaEasy hat mir tatsächlich gut gefallen. Besonders hilfreich fand ich, die zahlreichen Videos nach verschiedenen Parametern filtern zu können: Dauer, Level, Stil, Lehrer*in (auch da hatte ich recht schnell meine Lieblinge beisammen) und Anstrengung. So kann ich genau die Einheiten auswählen, die zu meiner aktuellen Stimmung oder Zeit passen.
Meinen bevorzugten Yoga-Stil habe ich schon längst für mich entdeckt, mir liegt Vinyasa am meisten. Wie schön, dass die Auswahl auch in dem Bereich wirklich groß war – so habe ich immer wieder neue Asanas, Ansätze und Übungen ausprobieren können, ohne mich durch unpassende Videos klicken zu müssen.
Auch ein kleines Goodie: in den Videos Musik an- oder ausschalten zu können. Manchmal ist mir eben nach sanften Meditationstönen, manchmal bevorzuge ich aber die Stille, gerade in der Ruhephase, dem sogenannten Shavasana.
Mein Fazit: Für mich bietet YogaEasy eine prima Möglichkeit, mein Yoga abwechslungsreich und gezielt weiterzuentwickeln.
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