Januar-Challenge

Saftkur-Experiment: Das passierte, als wir tagelang nur Säfte tranken

Es sind drei Glasflaschen zu sehen, die mit bunten Säften für eine Saftkur gefüllt sind. Im Hintergrund liegt weiteres Obst und Gemüse.
© gettyimages/ fcafotodigital
Saftkuren können eine kleine Auszeit für den Körper sein und helfen dabei, sich bewusst zu ernähren und neue Energie zu tanken.

Wir haben verschiedene Saftkuren ausprobiert: Hält man wirklich durch? Was passiert mit dem Körper? Drei Redakteurinnen teilen ihre ehrlichen Erfahrungen, überraschende Effekte und wertvolle Tipps. Warum du selbst unbedingt mal eine Saftkur machen solltest!

Warum eine Saftkur machen?

Im Stress des Alltags kennen wir das alle: Schnell etwas im Vorbeigehen essen und meist ist es nicht das Gesündeste. Hier ein Weizenbrötchen, dort ein Fertiggericht to Go. Erst, wenn sich unser Körper mit Müdigkeit oder Völlegefühl meldet, merken wir, dass wir unseren Körper nicht immer besonders achtsam behandeln.

Eine Saftkur kann der Start sein, um den eigenen Körper wieder bewusster zu spüren und ihm etwas Gutes zu tun. Die zeitlich begrenzte Phase mit flüssiger Ernährung kann den Magen-Darm-Trakt entlasten und insgesamt für eine gesündere Ernährung sensibilisieren. Vielleicht ist es ein Reset und stellt den Beginn einer geplanten Umstellung der eigenen Ernährung hin zu gesünderen Routinen dar.

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Für wen eignet sich eine Saftkur?

Grundsätzlich kann jeder gesunde erwachsene Mensch eine Saftkur starten. Du planst eine Ernährungsumstellung oder möchtest dich bewusster mit dem Thema Essen beschäftigen? Dann kann eine Saftkur ein guter Anfang sein.

Für Kinder oder Schwangere ist eine Saftkur allerdings nichts. Kinder benötigen für ihre Ernährung eine ausgewogene Nährstoffzufuhr unter anderem mit Proteinen und Fetten, die eine Saftkur nicht bieten kann. Auch Stillenden und Menschen mit Vorerkrankungen, wie Herzkrankheiten, Diabetes oder Bluthochdruck wird von Saftkuren abgeraten. Solltest du unsicher sein oder eine Saftkur über eine längere Dauer planen, dann lohnt es sich zuvor ärztlichen Rat einzuholen.

3-Tage-Saftkur im Selbsttest: Was die Rabenhorst-Kur wirklich bringt

Drei Tage nur Saft, Tee, Wasser und Brühe – klingt radikal, ist aber für viele der Einstieg in bewussteres Essen. Ich habe die 3-Tage-Saftkur von Rabenhorst ausprobiert und war überrascht, wie geschmacklich vielfältig es war und was diese Erfahrung mit dem Körper macht.

Zwischen Neugier und Komfort: So lief die 3-Tage-Saftkur ab

Die 3-Tage-Saftkur von Rabenhorst  kommt als fertig zusammengestelltes Paket nach Hause. Ein klarer Pluspunkt in Sachen Komfort. Durch die Kur geht es mit verschiedenen Gemüse- und Fruchtsäften, ergänzenden Tees sowie einer verständlichen und einfachen Anleitung. Drei Tage lang verzichtet man vollständig auf feste Nahrung und nimmt ausschließlich Flüssiges zu sich.

Der Einstieg fiel mir leichter als erwartet: Der erste Tag verflog nahezu, ein Hungergefühl blieb aus. Entscheidend war für mich, wirklich regelmäßig zu trinken – Saft, Wasser, Brühe oder Tee. Gerade wer im Alltag eher vergisst, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, bekommt hier eine klare Struktur an die Hand.

Geschmacklich überraschend vielseitig – sogar rote Bete überzeugte

Was mich persönlich besonders begeistert hat: Ich hätte viele dieser Säfte sonst nie probiert. Meine Favoriten waren eindeutig „Gartenmöhre“ und „Freilandtomate“. Gerade letzterer erinnerte – leicht erwärmt – fast an eine milde Tomatensuppe. Die Gemüsesäfte warm zu trinken ist eine ganz wunderbare Idee. Es machte die Säfte tatsächlich zu einer wohlschmeckenden, herzhaften Mahlzeit.

Selbst Sorten, die ich normalerweise meide, wie etwa Rote Bete, waren geschmacklich absolut in Ordnung. Die mitgeschickten Tees empfand ich ebenfalls als sehr angenehm und abwechslungsreich. Insgesamt wirkte die Auswahl durchdacht und nicht eintönig. Ein wichtiger Punkt bei einer Saftkur, wie ich finde.

Für mich eine positive Erfahrung – mit klaren Empfehlungen

Nach drei Tagen Saftkur von Rabenhorst bleibt bei mir ein insgesamt sehr positives Gefühl zurück. Die Kur hat mir nicht nur geholfen, neue Geschmäcker zu entdecken, sondern auch, meinen eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Gerade die Vielfalt der Gemüsesäfte, von Gartenmöhre über Tomate bis hin zu Roter Bete,hat dafür gesorgt, dass keine Langeweile aufkommt. Dass sich viele der Säfte erwärmen und fast wie eine Suppe trinken lassen, empfand ich als echten Mehrwert, vor allem an den kühlen Wintertagen.

Körperlich habe ich die Saftkur gut vertragen. Zwar war ich ab dem zweiten Tag schneller müde und habe leicht gefroren, insgesamt fühlte ich mich aber klar, ruhig und erstaunlich gut versorgt. Ein klassisches Hungergefühl stellte sich kaum ein. Es kam eher der Wunsch nach etwas Kaubarem, besonders im Verlauf des dritten Tages, hoch. Rückblickend war das weniger Hunger als vielmehr Gewohnheit. Wer gern knuspert, sollte sich dessen bewusst sein.

Was mir besonders gefallen hat: Durch die klare Struktur der Kur habe ich es geschafft, regelmäßig und ausreichend zu trinken. Das ist etwas, was mir im Alltag sonst oft schwerfällt. Die flüssige Ernährung wirkte für mich fast wie ein Reset, ein gutes Hineinhorchen in den Körper nach all den Schlemmereien der Weihnachtssaison. Auch das Ergebnis hat mich überrascht: Ich habe während der drei Tage rund 1,5 Kilo abgenommen und hatte trotzdem das Gefühl, meinem Körper tatsächlich mit Vitaminen bewusst "aufzutanken". Für mich ein Zeichen, dass es hier weniger um Verzicht als um Versorgung geht.

Dennoch würde ich empfehlen, eine solche Saftkur nicht auf besonders arbeitsintensive Tage zu legen. Konzentration und Leistungsfähigkeit können schwanken, soziale Termine fühlen sich mitunter anstrengender an. Ein Wochenende oder freie Tage sind dafür deutlich besser geeignet.

Was mir die 3-Tage-Saftkur von Rabenhorst deutlich erleichtert hat, war der klare, für alle Tage identische Trinkrhythmus. Statt ständig zu überlegen, was wann „erlaubt“ ist, folgt man einem festen Plan. Der Tag startet morgens mit 300 Millilitern lauwarmem Wasser, auf Wunsch mit einem Spritzer Bio-Zitrone – ein sanfter Einstieg, der sich schnell zur Routine entwickelt.

Über den Tag verteilt folgen dann sechs feste Saftzeiten, jeweils im Abstand von zwei Stunden. Die Sorten wechseln täglich, sodass Abwechslung entsteht, ohne dass man den Überblick verliert. Insgesamt kommen so sechs Saftportionen zwischen 200 und 250 Millilitern zusammen, ergänzt durch 2,5 bis 3 Liter stilles Wasser sowie die beiliegenden Kräutertees.

Unterm Strich: Drei Tage sind für mich genau die richtige Länge – länger müsste es nicht sein. Die Rabenhorst-Saftkur war für mich eine wertvolle Erfahrung, die ich mir gut erneut vorstellen kann. Einige der Säfte, insbesondere der Tomaten- und der Gartenmöhrensaft, werden es sogar dauerhaft in meinen Alltag schaffen. Und wer weiß: Die nächste selbstgemachte Tomatensuppe könnte durchaus auf einem Rabenhorstsaft basieren.

Für mich eine ganz neue Erfahrung – mit unterschiedlichen Gefühlen (Linda)

Keine Frage, diese Saftkur war eine interessante Erfahrung, vor allem für jemanden wie mich, die noch nie eine solche Kur gemacht hat. Die Erklärungen und die Tag-für-Tag-Anleitung von Rabenhorst waren für mich als absolute Anfängerin leicht zu verstehen und übersichtlich. Und auch die Vielfalt an Säften hat mich begeistert.

Wie meine Kollegin hätte ich ohne diese Kur sicherlich die meisten dieser Säfte nie probiert. Aber: Eine gute Vorbereitung ist für diese Kur entscheidend! Vorgesehen sind ein bis zwei Tage Entlastung und Vorbereitung, die leichte Mahlzeiten und den Verzicht auf Koffein, Nikotin, raffinierten Zucker, Salz und Gewürze einschließt. Mein Fazit: Diese Vorbereitungstage für das nächste Mal noch ernster nehmen, damit mein Körper die Saftkur besser verträgt.

Mein erster Tag der Saftkur war aufregend. Ich hatte leichte Kopfschmerzen, war rastlos, vielleicht sogar ein wenig gereizt, aber keineswegs müde. Das Hungergefühl blieb aus, weil ich viel getrunken habe. Allerdings schlief ich unruhig und bin einmal mit starkem Hungergefühl aufgewacht. Doch grundsätzlich ist der erste Tag wie im Flug vergangen – und fiel mir leicht, was ich gar nicht gedacht hätte.

Am zweiten Tag hatte ich weiterhin Kopfschmerzen und kein Hungergefühl – und Säfte am Morgen machen offenbar schnell wach. Ich habe mich insbesondere auf "11 Plus 11 Obst & Gemüse" und "Antistress" gefreut.

Während ich am ersten Tag frei hatte, musste ich am zweiten Tag während der Saftkur arbeiten. Eins ist mir dabei sofort aufgefallen: Mir war merklich kälter als sonst, außerdem fiel es mir schwer, mich zu konzentrieren. Glücklicherweise konnte ich im Homeoffice arbeiten, denn selbst zu Hause habe ich ab und zu vergessen, nach zwei Stunden die nächste Saftportion zu mir zu nehmen. Zudem überkam mich große Müdigkeit, Energielosigkeit … und so hatte ich langsam ein stärkeres Bedürfnis nach fester Nahrung. Trotz alledem habe ich tief und fest geschlafen.

Energiegeladen und ohne Hungergefühl bin ich in den dritten und letzten Tag gestartet. Mein Temperaturempfinden hat sich normalisiert, aber der Wunsch nach etwas "Festem zum Beißen" hat sich immer wieder in meine Gedanken geschlichen. Ab Mittag war meine Energie weg, die Kopfschmerzen kehrten zurück und leider hatte ich auch Bauchschmerzen. Mein Körper hatte grundsätzlich ab dem zweiten Tag Probleme, den Saft zu verdauen, weshalb ich das nächste Mal die Vorbereitung auf die Saftkur ausweiten würde.

Mein Fazit: Drei Tage sind eine gute Länge – eine länger angelegte Saftkur wäre mir als Anfängerin schwergefallen. Doch grundsätzlich war das eine tolle Erfahrung. Die Säfte waren lecker und ich habe diese Kur als Anstoß genommen, mich bewusster mit meiner Ernährung auseinanderzusetzen und daran anschließend gesünder zu ernähren: Gekochtes Gemüse, Reis und Kartoffeln landeten auf meinem Teller. Allerdings sollte man seinen Körper wirklich gewissenhaft auf diese Saftkur vorbereiten, um sie gut zu vertragen. Für mich steht fest: Im nächsten Jahr würde ich die Saftkur wiederholen – aber mit mehr Vorbereitung.

2 Kilo weg in 5 Tagen – mein ehrlicher Saftkur-Test

Ich bin 38 Jahre alt und Mama von zwei Kindern. 2026 will ich nicht nur der Familie etwas Gutes tun, sondern auch mir und meinem Körper. Was passt da besser, als zu entgiften? Genau das hab ich mit der Saftkur von Kloster Kitchen gemacht. Kloster Kitchen kenn ich vor allem durch ihre stückigen Ingwershots. Und genau die gehören auch zu der 5-tägigen Saftkur, die ich gemacht hab. Man kann sich aber auch für eine 3-tägige oder 7-tägige Saftkur entscheiden. Das Tolle an den Ingwershots: Man bekommt auch ohne morgendlichen Kaffee direkt einen Energiekick. Denn wenn ich genau eins im Alltag als Mama brauche, ist es das.

Im Gegensatz zu anderen Saftkuren, müssen die Säfte von Koster Kitchen nicht im Kühlschrank gekühlt werden und sind trotzdem bis zu einem Jahr haltbar. 

Die Saftkur wird in einem großen Karton geliefert. Darin sind die Säfte und Ingwershots nochmals in kleinere Kartons verpackt – jeweils einer pro Tag.

Zudem sind die Flaschen mit Nummern gekennzeichnet. So weiß man ganz genau, welcher Saft wann dran ist. Das macht die Anwendung besonders unkompliziert. Zudem gibt es noch eine übersichtlich gestaltete Broschüre, die den Ablauf der Saftkur verständlich erklärt.

Pro Tag werden sechs Flaschen à 250 ml konsumiert, was einer täglichen Energiezufuhr von rund 600 kcal entspricht.

Ein riesiger Vorteil an dieser Saftkur ist, dass alle Säfte biozertifiziert sowie vegan, gluten- und laktosefrei sind. 

Wer Angst hat, etwas falsch zu machen oder nicht durchzuhalten, hat die Möglichkeit, sich zusätzlich über WhatsApp begleiten zu lassen.  Über einen QR-Code kann man sich für einen Channel anmelden, der während der Saftkur regelmäßig Erinnerungen und motivierende Nachrichten verschickt. 

Auch geschmacklich ist die Saftkur ein Hit. Der Tag startet mit einem erfrischenden Hafer-Quitt-Birne-Vanille-Saft, gefolgt von einem fruchtigen Erdbeer-Karotte-Cranberry-Apfel-Saft. Zum Mittag gibt es einen gesunden Gurken-Birne-Spinat-Rhabarbersaft, danach einen kräftigen Rote-Beete-Himbeer-Apfel-Zitronen-Saft. Am Nachmittag genießt man einen belebenden Ananas-Gurken-Kurkuma-Ingwer-Saft und abends rundet ein wohlschmeckender Karotten-Birnen-Hagebutten-Apfel-Saft den Tag ab. Drei der Säfte enthalten mindestens 30 Prozent Gemüse. 

Was mich zunächst überrascht hat, war, dass ich während der fünf Tage der Kur kein starkes Hungergefühl verspürte. Ich habe nicht mehr geschlafen und fühlte mich auch nicht müder. Im Gegenteil, ich konnte weiterhin zu meinem Line-Dance-Training gehen und habe voller Energie mitgetanzt. Nur gelegentlich war mir etwas kalt, was jedoch während einer Saftkur ganz normal ist.

Nach der Saftkur hatte ich zwei Kilo weniger auf der Waage und musste nicht mehr ständig an Süßigkeiten denken. Deshalb ist die Saftkur von Kloster Kitchen für mich ein echter Erfolg. 

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