Pflanzlicher Omega-3-Lieferant

Leinöl ist gesund & hat eine positive Wirkung auf deine Gesundheit

Holzschale mit Leinsamen, daneben eine Flasche Leinöl, ein Löffel mit Leinsamen und blühende blaue Leinpflanzen auf einem Holztisch.
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Leinöl ist eines der gesündesten Öle und dürfte viel öfter auf dem Speiseplan stehen.

Leinöl ist fast schon ein Lebenselixier, denn es ist supergesund, hat ein wunderbares Aroma und verfeinert viele Gerichte. Wir verraten mehr über die Wirkung von Leinöl.

Leinöl Wirkung: Diese tollen Effekte hat das Öl auf deinen Körper

Leinöl ist gesund: Tolle Wirkung dank wertvoller Omega-3-Fettsäuren

Bis zu 90 Prozent ungesättigte Fettsäuren enthält das "flüssige Gold", wobei bis zu 70 Prozent die lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren ausmachen. Diese braucht unser Körper, kann sie aber nicht selbst herstellen und muss sie deshalb über die Nahrung aufnehmen.

Es ist reich an Kalium, Calcium (206 mg/100 g), Magnesium, Eisen (6,8 mg/100 g), Zink (4,2 mg/100 g), Vitamin E (16 mg/100 g) und Folsäure (73 μg/100 g). Die positiven gesundheitlichen Wirkungen von Leinsamen wurden in Studien untersucht. In mehreren Studien hat sich ihr Konsum positiv auf

  • Diabetes mellitus Typ 1 und 2
  • Bluthochdruck
  • die Herz-Kreislauf-Gesundheit ausgewirkt.

Diese Ergebnisse konnten mit Leinöl in diesem Maße zwar nicht erreicht werden. Dennoch verbleiben natürlich auch ein paar der guten Inhaltsstoffe im Öl – Leinöl ist damit deutlich gesünder als manch anderes Fett.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt je nach Alter und körperlicher Aktivität 0,5 bis 1,5 g Omega-3 täglich. Schon 15 ml Leinöl decken den Tagesbedarf einer erwachsenen Person. Weitere Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Fisch bzw. Fischöl, Chia-Samen und Walnüsse.

Leinöl enthält neben Alpha-Linolensäuren (Omega-3-Fettsäure) auch Linolsäure, also Omega-6-Fettsäure. Warum das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren in unserer Ernährung stimmen sollte und so wichtig ist, erfährst du hier.

Was du beim Kauf & Verbrauch beachten solltest

Wegen des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren verdirbt Leinöl rasch. Im ungeöffneten Zustand kann das Öl drei bis sechs Monate gelagert werden. Allerdings verstärkt sich mit zunehmender Lagerung die Bitternote. Deshalb: Lieber kleine Mengen einkaufen und kühl und dunkel lagern, am besten im Kühlschrank.

Wurde das Öl geöffnet, verringert sich die Haltbarkeit enorm. Im geöffneten Zustand sollte es innerhalb von drei bis vier Wochen verbraucht werden.

Im Supermarkt werden dir Speiseleinöl und Leinöl begegnen. Der Unterschied liegt in der Qualität und im Preis. Speiseleinöl ist ein kaltgepresstes, hochwertiges Lebensmittel für die kalte Küche. Leinöl steht zwar auch im Regal und kann auch verzehrt werden, ist aber von weniger guter Qualität.

Außerhalb des Supermarktregals kann sich hinter der Bezeichnung "Leinöl" auch ein raffiniertes, technisches Produkt für Holzschutz oder Farben verbergen, das für den Verzehr ungeeignet ist.

Mein Lieblingsrezept mit Leinöl: Kartoffeln mit Quark – und Leinöl

In meiner Heimat, der Lausitz, ist das Leinöl zu Hause – ich habe herrliche Kindheitserinnerungen an geschwänzte erste Unterrichtsstunden, in denen wir am Küchentisch meiner Freundin Kathi saßen, Brötchen in Stücke rissen und sie erst in Leinöl und dann in Zucker dippten. 

Das klingt für manche sicher ungenießbar. Mir sind so einige Menschen begegnet, die dem Geschmack von Leinöl nichts abgewinnen konnten, doch im Spreewald und Umgebung stehen Kartoffeln mit Quark und Leinöl regelmäßig auf dem Speiseplan.

Gekochte Kartoffeln mit Quark und Leinöl, garniert mit frischem Schnittlauch auf einem weißen Teller. | © Getty Images/ drsabrinacercelovic via Canva.com
Foto: Getty Images/ drsabrinacercelovic via Canva.com
(Pell-)Kartoffeln mit Quark und Leinöl: Im Spreewald ist das ein beliebtes und weit verbreitetes Gericht.

Zutaten:

  • 400 Gramm Kartoffeln, festkochend
  • jodiertes Salz
  • 400 Gramm Magerquark (oder 300 Gramm vegane Creme)
  • 1 Zwiebel
  • etwas Milch (Wasser für die vegane Variante)
  • 1 Fläschchen (Speise-)Leinöl (100 ml)
  • optional Petersilie oder Schnittlauch zum Garnieren

Pro Portion:

  • 575 Kalorien
  • 33g Eiweiß
  • 24g Fett
  • 69g Kohlenhydrate

Zubereitungszeiten:

Gesamtzeit: 25 Minuten Zubereitungszeit

Und so wird's gemacht:

  1. Kartoffeln schälen und mit etwas jodiertem Speisesalz zum Kochen bringen. Während die Kartoffeln kochen, Quark zubereiten. Dafür den Quark bzw. die vegane Creme in eine Schüssel geben. Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden, zum Quark geben und verrühren.

  2. Eventuell etwas Milch oder für die vegane Variante etwas Wasser dazugeben und verrühren, bis die gewünschte Cremigkeit entsteht.

  3. Mit Salz abschmecken. Optional kannst du schon an dieser Stelle ein bis zwei Esslöffel Leinöl an den Quark geben. Kartoffeln und Quark auf einem Teller anrichten, mit Leinöl übergießen und mit den Kräutern garnieren. 

Das Gericht mache ich besonders gern, wenn es schnell gehen muss. Das bedeutet allerdings auch, dass ich es nicht klassisch mit Pellkartoffeln zubereite, sondern die Kartoffeln rasch schäle und koche.

Wenn du auf das herrliche Aroma von Pellkartoffeln nicht verzichten möchtest, kann ich das gut verstehen und dir den Klassiker wärmstens empfehlen.

Leinöl in der Küche

Das wertvolle Öl wird aus den Samen der Leinpflanze kalt gepresst und hat einen leicht nussigen, etwas heuartigen Geschmack. In der Küche wird Leinöl nur kalt verwendet. Zum Braten ist es nicht geeignet. 

Wenn du partout nicht an dieses Gericht herankommst, gibt es noch andere Möglichkeiten, Leinöl zum Beispiel in kleineren Portionen in deinen Speiseplan zu integrieren. 

Ich gebe gern ein bis zwei Esslöffel in meinen morgendlichen Smoothie. Oder du probierst es als Basis für ein Salatdressing. Auch auf gedünstetem Gemüse, im Müsli, in Asianudeln, Pfannkuchen mit Quarkcreme, Tomatenbrot oder Pasta können kleine Mengen geträufelt werden.

Und so viel ist sicher: Deiner Gesundheit tust du damit etwas Gutes.

Weitere Rezepte:

Auch spannend:

  • Damit braten, als Salatöl und in der Guacamole – kaum ein Fett nutze ich in meiner Küche so oft wie ein schönes italienisches oder griechisches Olivenöl. Doch lange Zeit habe auch ich einen entscheidenden (Denk-)Fehler gemacht.
  • Viele Menschen ernähren sich sehr fettreich, was sich gern auf den Hüften bemerkbar macht. Andere Nährstoffe sind dagegen Mangelware. Ich verrate dir, welche kritischen Nährstoffe im Alter besondere Aufmerksamkeit verdienen.
  • Olivenöl, Rapsöl, Leinöl: Worin unterscheiden sich Speiseöle? Welches Öl eignet sich am besten zum Braten und Dünsten? Was bedeuten die Kennzeichnungen? Erfahre alles, was du über Speiseöle wissen und beim Kauf beachten solltest, in unserem Ratgeber.
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