Auch Marienkäfer gehören zu den wichtigsten Nützlingen im Garten. Wie du sie in ihrem Lebensraum optimal unterstützen kannst und welche weiteren Tiere sehr wichtig für das Gartenökosystem sind, erfährst du hier.
Schnecken, Blattläuse, Marder und Co.: Sehr häufig liest man von Tipps, wie man bestimmte Gartenbewohner aus dem Garten verbannen kann. Dabei tragen viele Tiere einen wichtigen Anteil für ein gesundes Ökosystem.
Welche Tiere zu den drei wichtigsten Nützlingen im Garten gehören und wie du sie in ihrem Lebensraum unterstützen kannst, erfährst du hier.
1. Marienkäfer
Marienkäfer sind quasi die Stars unter den Nützlingen. Sowohl die Käfer als auch ihre Larven fressen nämlich enorme Mengen an Blattläusen. Und die können an den verschiedensten Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen großen Schaden anrichten. Neben Rosen, Hortensien und Dahlien, befallen sie unter anderem Tomaten, Erdbeeren, Apfelbäume, Himbeeren und Brombeeren.
Und genau hier können Marienkäfer enorm helfen. Ein einzelner Käfer frisst täglich bis zu 150 Blattläuse. Larven verputzen bis zur Verpuppung etwa 400 bis 600 Blattläuse.
Ein möglichst naturnaher Garten bietet Marienkäfern den besten Lebensraum. Es sollten auf keinen Fall Insektengifte eingesetzt werden und genügend Rückzugsmöglichkeiten bestehen.
Hierzu eignet es sich, wenn du einen Teil deines Gartens wild wachsen lässt. Auch Totholz oder Steinhaufen sollten im Garten bestehen bleiben. Denn hier können sich Marienkäfer im Winter zurückziehen.
2. Bienen und Hummeln
Natürlich dürfen auch Hummeln und andere Wildbienen in dieser Liste nicht fehlen, denn auch sie gehören als Bestäuber zu den wichtigsten Nützlingen im Garten. Indem Wildbienen und Hummeln Pollen von Blüte zu Blüte tragen, ermöglichen sie die Befruchtung der Pflanzen. Damit sichern sie den Ertrag unserer Kulturpflanzen und erhalten gleichzeitig den Lebensraum für viele Tiere.
Im Gegensatz zu Honigbienen, fliegen Hummeln auch bei kühleren Temperaturen, wodurch sie die Wildbienen in ihrer Bestäubungsarbeit optimal ergänzen.
3. Igel
Igel sind nicht nur ganz schön niedlich, sie sind auch effiziente Schädlingsbekämpfer. Auf ihrem Speiseplan stehen nämlich allerhand Plagegeister, die wir eher nicht im Garten haben möchten. Die nachtaktiven Tiere fressen mit Vorliebe Schnecken, Raupen, Käfer und andere Pflanzenschädlinge.
Igel gehören zu den besonders geschützten Tierarten in Deutschland. Sie dürfen weder gefangen, gestört noch getötet werden. Zwischen November und März ziehen sich Igel in den Winterschlaf zurück. Daher suchen sie im Herbst geschützte Plätze wie Laubhaufen oder Hecken auf, um hier einen Unterschlupf zu finden und sich vor Kälte und Fressfeinden zu schützen.
So niedlich die Tierchen auch sein mögen, füttern oder ihnen zu nah kommen, sollte man dennoch nicht. Denn das schadet ihnen nur. Am besten hilft man Igeln, indem man sie einfach in Ruhe lässt.
Übrigens: Der Einsatz von Gartengeräten wie Mährobotern oder Laubsaugern kann tödlich für Igel enden.
Weitere Nützlinge im Garten:
- Schwebfliegen
- Laufkäfer
- Florfliegen
- Singvögel
- Regenwürmer
- Frösche und Kröten
- Spinnen
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