13.10.2019

Pilze erkennen Der Butterpilz: Ist dieser Pilz wirklich essbar?

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Der Butterpilz ist ein beliebter deutscher Speisepilz, der oft in Symbiose mit der Kiefer wächst. Worauf Sie achten sollten und wie Sie ihn am besten zubereiten, erfahren Sie hier.

Foto: imago/blickwinkel

Der Butterpilz ist ein beliebter deutscher Speisepilz, der oft in Symbiose mit der Kiefer wächst. Worauf Sie achten sollten und wie Sie ihn am besten zubereiten, erfahren Sie hier.

Der Butterpilz, auch Butterröhrling, hat einen schokoladenbraunen Hut, der sehr schleimig glänzt – eben so, als hätte man ihn mit Butter eingerieben. Wie Sie ihn sonst noch erkennen und dann auch zubereiten können.

Pilze sammeln im Wald macht unglaublichen Spaß – jedenfalls dann, wenn man weiß, was man tut. Denn häufig stellt sich die Frage: Ist dieser Pilz überhaupt essbar? Es gibt zum Glück gewisse Erkennungsmerkmale, die genießbare von ungenießbaren oder gar giftigen Exemplaren unterscheiden. Recht auffällig sind diese beim Butterpilz.

Den Butterpilz finden: auf schleimige Kappe achten

Der Butterpilz sieht nämlich erst einmal nicht besonders appetitlich aus. Das liegt an seiner recht schleimig glänzenden Kappe. Umso leckerer ist er aber nach der Zubereitung. Doch zunächst geht's ans Sammeln des auch "Butter-Röhrling", "Rotzer" oder "Slippery Jack" bekannten Pilzes.

Den Suillus luteus mit seinen rund 6-12 cm großen Hüten finden Sie vor allem zwischen Juli und Oktober. Er ist in ganz Europa verbreitet und kommt recht häufig vor. Der beliebte Pilz sticht durch folgende Merkmale hervor:

Merkmale des Butterpilzes:

Der Hut ist schokoladenbraun gefärbt und sehr schleimig, das Fleisch darunter blassgelb. Jung ist die Röhrenschicht vom weißen Velum bedeckt, das beim Strecken des Hutes abreißt und als Ring am Stiel zurückbleibt. Die Huthaut ist leicht abziehbar. Das Sporenpulver ist olivbraun.

Vorkommen und Sammeln:

Der Butterpilz ist meist unter Kiefern zu finden, und zwar vollkommen bodenunabhängig. Er lebt in Symbiose mit den Nadelbäumen.

Wer den Pilz sammeln möchte, sollte ihn wie alle anderen Pilze nicht einfach herausreißen, sondern mit einem scharfen Messer etwa 1 cm über dem Boden abschneiden, damit er nachwachsen kann. Dann sollten Sie ihn auf Maden untersuchen. Die Schleimschicht wischen Sie dann mit einem Tuch ab, bevor Sie ihn in Ihren Korb legen, denn sonst können sich dort Schmutz und Bakterien festsetzen. Oder Sie entfernen bereits jetzt die schleimige Haut, die sich ganz leicht mithilfe des Messers abziehen lässt.

Wissenswertes: Weit verbreiteter Pilz

Zusammen mit der Kiefer wurde auch der Butterpilz in weite Teile der Welt verschleppt, er kommt heute selbst im Süden und Osten Afrikas vor. Der afrikanischen Bevölkerung sind diese Pilze allerdings suspekt, sie werden dort nicht gegessen. Bei uns gilt er als guter Speisepilz. Da er jedoch nicht von allen gut vertragen wird, ist er nur eingeschränkt zu empfehlen.

Giftigkeit: Wann Sie auf Röhrlinge verzichten sollten

Giftig ist der Butterpilz per se nicht. Dennoch treten immer wieder einmal Unverträglichkeiten auf. Laut Pilzdatenbank der Medizinischen Klinik der TU München ist bereits bei Konsumenten eine Pilzvergiftung mit Magen-Darm-Reizung aufgetreten. Vor allem der ungehäutete Butterpilz soll Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden verursachen können. Eine ernsthafte, lebensgefährliche Vergiftung tritt in der Regel aber nicht auf – dennoch sollten Sie vorsichtig sein, gerade beim ersten Genuss.

Nicht jeder aber scheint von solchen Beschwerden betroffen zu sein. Daher ist es ratsam, Butterpilze erst einmal vorsichtig zu probieren. Treten Probleme auf, sollten Sie sich lieber auf andere, verträglichere Speisepilze wie Champignon oder Steinpilz beschränken und Schmierröhrlinge, zu denen der Butterpilz gehört, meiden. Bemerken Sie keine Probleme, steht dem Butterpilz-Mahl aber nichts im Wege.

Zubereitung: So schmeckt der Butterpilz am besten

Der zubereitete Butterpilz schmeckt mild und leicht säuerlich und ergänzt eine Pilzpfanne sehr gut. Er eignet sich sehr gut zum Braten. Gehören Sie zu den Menschen, die den Röhrling vertragen, können Sie ihn beispielsweise panieren und ausbraten oder frittieren.


Verschiedenste Pilzrezepte und weitere Infos zu Pilzen hält unsere Pilz-Themenseite für Sie bereit. Pilze passen wunderbar in den Herbst.

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