15.01.2016

19 Frauenkräuter Von Mönchspfeffer bis Steinklee

Foto: © iStock / marilyna

Frauenkräuter sind auch 2016 wichtig für Ihre Gesundheit. Wir stellen Ihnen die Kräuter vor, die SIE gesund durchs Jahr begleiten werden!

Man muss keine Kräuterhexe sein, um zu wissen, dass die Natur Gutes für unsere Gesundheit bereithält. Seit Jahrhunderten nutzen Menschen die positiven Wirkungen bestimmter Heilpflanzen. Besonders auch bei Frauenleiden. Wir stellen Ihnen die Kräuter vor, die SIE gesund durchs Jahr 2016 begleiten werden.

Kräuter können als sanfte Helfer Wohlbefinden und Lebensqualität steigern, sie können heilen und pflegen. Mehr und mehr werden wirkungsvolle Extrakte aus Pflanzen auch in der modernen Medizin eingesetzt. Ein bisschen Kräuterwissen wirkt Wunder: Diese Heilkräuter gehören in die natürliche Hausapotheke der modernen „Kräuterfrau“.

Hopfen in den Wechseljahren, Frauenmantel gegen unerfüllten Kinderwunsch, Beifuß bei Regelschmerzen, Zinnkraut bei Hautproblemen – gegen fast jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen.

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Mit diesen Heilkräutern kommen SIE gesund durchs Jahr 2016:

1. Frauenmantel

Der Frauenmantel ist zusammen mit dem Mönchspfeffer das bekannteste Frauenkraut. Bei Regelschmerzen wirkt er entspannend und krampflösend, außerdem reguliert er den weiblichen Hormonhaushalt und tut dadurch gut während der Wechseljahre. Er wird aber vor allem bei Kinderwunsch eingesetzt, häufig in Kombination mit Mönchspfeffer. Während der ersten Zyklushälfte fördert Frauenmantel den Eisprung, in der zweiten Zyklushälfte unterstützt er die Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter.

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2. Mönchspfeffer

Seine Wirkstoffe ähneln denen des weiblichen Hormons Gestagen. Sie stimulieren die Gelbkörperbildung und fördern, in der zweiten Zyklushälfte eingenommen, die Einnistung der befruchteten Eizelle. Zudem besitzt der Mönchspfeffer die Fähigkeit, den Prolaktin-Blutspiegel zu senken. Dieses Hormon entsteht besonders bei Stress, zu viel davon kann die Einnistung in der Gebärmutter verhindern.

3. Nachtkerze

Besonders bekannt ist das Nachtkerzenöl aus den Samen der Pflanze, das in den Wechseljahren angewendet wird. Seine östrogenartigen Stoffe bringen ein Gleichgewicht in den weiblichen Hormonhaushalt.

4. Hopfen

Ein bekanntes Mittel, das durch die Wechseljahre hilft: Hopfen enthält Pflanzenhormone, die sich in der Zeit des Klimakteriums positiv auf typische Beschwerden auswirken. Daneben wirkt Hopfen beruhigend und wird gegen Schwangerschaftserbrechen eingesetzt.

5. Gartenkresse

Während der Stillzeit sollten Sie regelmäßig Gartenkresse essen, sie regt die Milchbildung an. Außerdem ist Gartenkresse generell gesund, enthält Folsäure, Eisen und Vitamin C. Außerdem hilft dieses würzig-scharfe Kräutlein bei der berüchtigten Blasenentzündung, die viele Frauen kennen.

6. Schafgarbe

Ein Sprichwort sagt: „Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib“. Und tatsächlich wird die Heilpflanze als Tee bei verschiedensten Frauenleiden eingesetzt, von kalten Fingern über Menstruationsbeschwerden bis hin zu wetterbedingter Migräne. Auch bei Durchblutungsstörungen und venösen Problemen wie Krampfadern kann Schafgarbe helfen.

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7. Beifuß

Das Kraut der Wahl bei einer ausbleibenden oder schwachen Menstruation. Nach einer längeren Phase der Empfängnisverhütung kann Beifuß die Fruchtbarkeit wieder in Schwung bringen. Mit Beifuß-Waschungen und Spülungen werden Pilzinfektionen im Vaginalbereich bekämpft. Außerdem hilft Beifuß bei Unterleibsschmerzen durch Menstruation und dem PMS sowie bei Wechseljahresbeschwerden. Zu guter Letzt: Ein Beifuß-Fußbad wirkt zuverlässig gegen kalte Füße!

8. Arnika

Die Arnika, auch als Engelskraut bekannt, hat vielerlei Wirkung, zum Beispiel fördert sie die Wundheilung und hemmt Entzündungen (auch im Scheidenbereich). Für Frauen besonders interessant nach einer Geburt oder bei Eierstockentzündungen. Aber auch beim typischen Frauenleiden wie Harnwegsentzündung kann Arnikatinktur helfen.

9. Echtes Eisenkraut

Die uralte Heilpflanze enthält Stoffe, die die Fruchtbarkeit der Frau steigern. Außerdem lindert diese Heilpflanze Menstruationsschmerzen und löst Krämpfe, sie hilft gegen Blutarmut und regt zum Beispiel bei einer zu starken oder zu langen Menstruation die Blutbildung an. Auch gegen das prämenstruale Syndrom (PMS) wirkt Eisenkraut.

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9. Brennnessel

Die Brennessel ist reich an unterschiedlichsten Wirkstoffen, wie Kalzium, Kieselerde Magnesium und Eisen, die Frauen gut tun. Die mineralhaltige Brennnessel regt zur Blutbildung an (zum Beispiel nach der Periode) und verhindert Wassereinlagerungen bei PMS. Sie hat eine insgesamt stärkende Wirkung auf Frauen und soll sogar ihre Fruchtbarkeit steigern.

10. Ringelblume

Die allgemeine Wirkung der Ringelblume oder Calendula ist die Wundheilung. Sitzbäder in einem Ringelblumensud helfen gegen Beschwerden im Intimbereich. Bei Regelbeschwerden, einer zu starken Monatsblutung und dem PMS hilft Ringelblumentee. Auch Wechseljahres-bedingte Hitzewallungen kann ein Tee aus der hübschen Sommerblume mildern, ebenso wie schlechte Laune.

11. Yams

Sein natürliches Progesteron macht den Yams besonders für Frauen in den Wechseljahren interessant, jedoch auch bei einem Kinderwunsch oder Menstruationsstörungen. Zudem enthält Yams so genannte Anti-Aging-Wirkstoffe, die das Altern verlangsamen sollen. Die Inder kennen Yams außerdem auch als Aphrodisiakum. Nicht während der Schwangerschaft einnehmen!

12. Großer Wiesenknopf

Die blutstillende und antibakterielle Wirkung des Wiesenknopf (Pimpinelle) nutzt man zum Beispiel bei Blutungen der Gebärmutter, also Menstruationsbeschwerden oder nach Zysten. Außerdem hilft das Kraut mit dem lustigen Namen die Stimmung aufzuhellen – besonders zu empfehlen in den Wechseljahren oder vor und nach der Monatsblutung.

13. Schneeballbaum

Diese Heilpflanze stammt aus Nordamerika und war schon bei den Indianern sehr beliebt. Aus der Rinde der Pflanze wird ein Tonikum hergestellt (Schneeball-Urtinktur), das die Fruchtbarkeit steigern und die Gebärmutter kräftigen soll – wichtig beim Kinderwunsch. Wirksam auch gegen Menstruationsschmerzen und Beschwerden in den Wechseljahren.

14. Ackerschachtelhalm/Zinnkraut

Dieses uralte Kraut besitzt viel Kieselsäure. Diese stärkt Haut, Bindegewebe, Knochen und Schleimhaut, kann also die Elastizität der Haut erhöhen, Cellulitis vorbeugen und das Hautbild verschönern. Mit seiner durchblutungsfördernden Wirkung, hilft der Ackerschachtelhalm bei einer zu schwachen Monatsblutung. Auch gegen Scheidenpilz, angewandt als Sitzbad oder Tinktur, ist er ein Mittel erster Wahl.

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15. Angelika

Die Angelikawurzel oder Engelwurz wirkt krampflösend und beruhigend auf die Organe im Unterleib. Sowohl bei Magen- und Verdauungsproblemen, als auch bei Menstruations-bedingten Krämpfen und in den Wechseljahren. Auch Männer dürfen an der Angelikawurzel naschen – wenn sie ihre Fruchtbarkeit steigern wollen.

16. Steinklee

Steinklee sagt Krampfadern, Besenreißern und Hämorrhoiden den Kampf an. Als Salbe kräftigt er die Venen, als Tee wirkt er gegen Migräne und bei Durchblutungsstörungen. Vorsicht: Nicht in der Schwangerschaft, bei zu starker Regelblutung oder zusammen mit blutverdünnenden Mitteln verwenden.

17. Alant

Alantwurzeln enthalten Substanzen, die bei schwachem Bindegewebe festigend wirken, aber auch bei Wechseljahresbeschwerden helfen und einen unregelmäßigen Zyklus regulieren. Darf nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden!

18. Ackerminze

Hilft bei innerlich angewandt gegen Regelbeschwerden. Ihre ätherischen Öle helfen äußerlich bei Migräne und Kopfschmerzen während der Menstruation. Ihre allgemeinen Wirkungen sind antibakteriell, krampflösend, entzündungshemmend und schmerzstillend.

19. Traubensilberkerze

Eine Heilpflanze für jede Lebensphase einer Frau. Die Traubensilberkerze lindert Krämpfe und Schmerzen bei der Menstruation und wirkt geburtserleichternd. Vor allem wird die Wirkung bei diversen Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungstiefs geschätzt.

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