Eine Marke von
Menü Zurück

Schulterklappen: Früher fürs Militär, heute cleveres Alltags-Feature

Das Bild zeigt eine Frau mit freundlichem Lächeln, die direkt in die Kamera blickt. Sie hat mittellanges blondes Haar, blaue Augen und trägt ein graues T-Shirt mit einer offenen grauen Jacke. Der Hintergrund ist schlicht und unauffällig, was den Fokus auf die Frau lenkt. Ihr Ausdruck wirkt offen und zugänglich. | © BILD der FRAU
20.05.2026 • 18:50 Uhr
Mirjam Beile

Schulterklappen auf Jacken und Mänteln: Die hatten bestimmt mal eine Funktion, sind heutzutage aber nur noch schmückendes Beiwerk – oder was hat es damit auf sich? Weißt du's?

Viele Kleidungsstücke haben Accessoires, die der Mode geschuldet sind, aber auch die ein oder andere Auffälligkeit, über die wir uns noch nie Gedanken gemacht haben – obwohl wir sie schon so oft gesehen haben. Zum Beispiel Schulterklappen: Häufig sind sie an Jacken und Mänteln zu sehen. Aber warum eigentlich?

Das kannst du tun, wenn dein dicker Pulli nicht unter deine Jacke passt

Warum haben Jacken & Mäntel oft Schulterklappen?

Es stimmt schon, sehr häufig sind Accessoires an Kleidungsstücken einfach nur zur Zierde da. Hier eine Extranaht, dort eine Borte, hier ein paar Knöpfe, dort eine Lasche: Oft dienen solcherlei Dinge schlicht der Verschönerung. Allerdings nicht immer: Manche sind tatsächlich für etwas gut, etwa die Schulterklappen an Mänteln und Taschen.

Eigentlich ist es auch ganz logisch, wenn man einmal festgestellt hat, wozu sie dienen. So ging es offenbar auch einer X-Userin – vor einiger Zeit hat sie ihre Überraschung über die Funktion der Schulterklappen mitgeteilt: "Es hat 18 Jahre gebraucht, um herauszufinden, dass diese komischen Knöpfe auf Jacken dafür da sind, die Handtasche an Ort und Stelle zu halten, damit sie nicht runterfällt." Also einfach Knopf auf, den Riemen der Tasche hinein, Knopf zu, und fertig. Genial!

Und auch diese Tiktok-Nutzerin kennt den Schulterklappen-Handtaschen-Trick:

Diese Aufgaben hatten Schulterklappen früher

War das von Anfang an der Grund, weshalb es Schulterklappen auf Jacken und Mänteln gibt? Nicht ganz: Wie so oft haben auch diese Accessoires einen anderen Ursprung. Wie das Magazin "Weltkunst" mitteilt, sind sie tatsächlich zusammen mit dem Trenchcoat ins Leben gerufen worden: 1879 entwarf Thomas Burberry – genau, der Gründer des heute noch existierenden Modeunternehmens – im Auftrag des englischen Militärs einen Mantel für Schützengräben ("trench"). Neben einem besonders dichten und wasserundurchlässigen Stoff (Gabardine) war der Mantel unter anderem mit Epauletten ausgestattet: An diesen Schulterklappen wurden die Rangabzeichen befestigt.

Laut dem Armee-Zubehör-Unternehmen yzjmilitary.com hatten Epauletten ursprünglich aber noch einen weiteren, ganz praktischen Zweck: So konnten ranghohe Militärs ihre Offiziere in Schlachten identifizieren, was in den unübersichtlichen und schrecklichen Kriegsszenarien nicht immer so einfach gewesen sein dürfte.

Und noch zwei Funktionen fielen den Schulterklappen zu: So sollten sie vor Schwerthieben auf die Schultern schützen und den Schulterriemen von Gewehren fixieren.

Zum Fixieren waren die Schulterklappen also unter anderem auch damals schon gedacht, wenngleich für andere Dinge als heute. Aber immerhin wurde der eigentliche Zweck doch ganz wunderbar umfunktioniert – nur weiß das eben kaum jemand. Oder hast du auf diese Weise schon einmal deine Umhängetasche befestigt? Nicht selten rutscht sie ja wirklich über die Schulter hinunter. Eigentlich ganz praktisch – auch, um sie vor Diebstahl zu schützen. Vergessen solltest du es allerdings nicht, wenn du deine Tasche auf diese Weise befestigt hast. Sonst reißt du dir versehentlich einen Knopf der Schulterklappen ab oder eine Naht auf...

Rätsel des Alltags: Sie kommen glücklicherweise nie aus der Mode – bei uns jedenfalls nicht... Deshalb haben wir noch weitere Fragen rund um Klamotten für dich:

Zählbild