Schonende Zubereitung und weniger Fett – kann der Airfryer auch beim Abnehmen helfen? Das sind meine Erfahrungen.
Sehr lange Zeit habe ich Freundinnen davon schwärmen hören, wie sehr der Airfryer ihr Leben verändert hat. Inzwischen bin ich auch stolze Besitzerin einer Heißluftfritteuse und verstehe endlich ihre Begeisterung.
Als Ernährungsberaterin frage ich mich natürlich, wie diese Maschine unsere Gesundheit verbessern kann, und als Abnehm-Coach werde ich öfter gefragt, ob die Anschaffung wirklich etwas bringt.
Mythos: Fett macht nicht dick
Hersteller werben gern mit einer Fettersparnis von 70 bis 80 Prozent. Das klingt verlockend, vor allem, wenn man abnehmen möchte. In diesem Fall ist jede gesparte Kalorie eine willkommene Kalorie.
Doch der Mythos, Fett würde dick machen, ist lange entlarvt. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung und auch eines gesunden Abnehmprozesses sollte unsere tägliche Nahrungszufuhr aus allen drei Makronährstoffen bestehen: Kohlenhydrate, Proteine – und eben auch Fett.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt als Orientierung an:
- 50 bis 60 % Kohlenhydrate
- etwa 30 % (max. ~35 %) Fett
- 10 bis 20 % Proteine
Du siehst: Fett ist nicht dein Feind!
Kalorienersparnis: Vorsicht vor dem Health-Halo-Effekt
Die genauen Zahlen dafür, wie viel Fett und dementsprechend Kalorien gespart werden, sind natürlich stark davon abhängig, wie Speisen zubereitet werden. Der große Vorteil gegenüber dem Frittieren: Die Zutaten werden nicht in heißes Öl getaucht. Der Bräunungs-Effekt entsteht über die zirkulierende, heiße Luft.
Studien zeigen, dass Airfrying den Fettgehalt von Lebensmitteln um 50 bis 70 Prozent reduzieren kann. Beim Frittieren nehmen Lebensmittel zwischen 8 und 25 Prozent ihres Gewichts als Öl auf. Das entfällt beim Airfrying, weil hier deutlich sparsamer mit Öl umgegangen wird.
Entscheidend ist aber: Weniger Öl im Produkt bedeutet nicht automatisch weniger Kalorien auf dem Teller.
Vor allem solltest du dich vor dem Health-Halo-Effekt in Acht nehmen. Nehmen wir ein Produkt als besonders "gesund" wahr, essen wir davon häufig größere Mengen – und machen damit unbewusst den Kalorienvorteil zunichte.
Wenn du einen Airfryer sinnvoll nutzen willst, solltest du also darauf achten, was du darin zubereitest. Das macht einen noch größeren Unterschied als die Fetteinsparung.
Meine Tipps für den Kauf eines Airfryers
Gerade weil der Airfryer schnell als "gesunde Abkürzung" wahrgenommen wird, kommt es darauf an, ihn bewusst einzusetzen – und das beginnt schon bei der Wahl des richtigen Geräts.
Müsste ich mich heute noch mal entscheiden, wäre die PHILIPS Heißluftfritteuse "1000 Series Flexible Basket NA150/00" in der engeren Wahl. Der Airfryer wird gerade bei LIDL mit 50 Prozent Rabatt angeboten. Statt 199,99 Euro (UVP) ist das Gerät für sensationelle 99,90 Euro zu haben. Ein unschlagbarer Deal, was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht!
Vor dem Kauf meines Airfryers habe ich viele Erfahrungsberichte gelesen. Dort hieß es oft, dass sich Geräte mit einem großen Fassungsvermögen erst ab drei Personen im Haushalt eignen. Das kann ich nicht bestätigen.
Die "1000 Series Flexible Basket NA150/00" hat ein 7,1 Liter Fassungsvermögen. Weniger Platz sollte es wirklich nicht sein. Richtig praktisch sind die zwei Körbe. Auch darauf würde ich nicht mehr verzichten wollen, weil ich Abwechslung liebe und verschiedene Zutaten gleichzeitig zubereiten möchte.
Die RapidAir-Technologie von PHILIPS habe ich ebenfalls schätzen gelernt. Mit diesem Heißluft-Zirkulationssystem wird das Gargut in kürzester Zeit richtig knusprig.
Airfryer & Abnehmen: Mein Fazit
Wer Kalorien sparen und abnehmen möchte, braucht dazu keinen Airfryer. Natürlich erreichst du dein Abnehmziel auch ohne. Außerdem werden Nuggets oder panierte Snacks nicht zum Low-Carb-Wunder, nur weil sie in der Heißluftfritteuse zubereitet werden. Es bleiben stark verarbeitete Speisen – nur eben mit weniger Fett. Der bereits angesprochene Health-Halo-Effekt kann sogar dazu führen, mehr zu essen.
Die wichtigste Entscheidung, die du treffen kannst, wenn du abnehmen möchtest, ist das Commitment, weniger Kalorien zu dir zu nehmen, als du verbrauchst.
Dennoch bin ich ein großer Fan meines Airfryers und würde ihn mir jederzeit noch einmal kaufen. Er spart nicht nur Zeit und Energie, sondern hat mir auch die Augen für neue Rezepte geöffnet und meinen Blick für die Zubereitung unverarbeiteter Lebensmittel geschärft.
Auch spannend:
- Mehr essen und abnehmen? Klingt wie eine paradoxe Intervention. Aber es funktioniert wirklich. Ich verrate dir hier, wie.
- Damit braten, als Salatöl und in der Guacamole – kaum ein Fett nutze ich in meiner Küche so oft wie ein schönes italienisches oder griechisches Olivenöl. Doch lange Zeit habe auch ich einen entscheidenden (Denk-)Fehler in Bezug auf Öl gemacht.
- Zum Beispiel verwende ich Olivenöl nach wie vor in einem meiner Lieblingsgerichte: im griechischen Salat! Hier sind noch andere leckere Zutaten enthalten. Rote oder weiße Zwiebel, Gemüsezwiebel oder Schalotte – welche Zwiebel ist aus Ernährungssicht eigentlich die gesündeste?
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