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Jeans-Rätsel: Kennst du den ursprünglichen Zweck der fünften Tasche?

Frau in Jeans: Von ihr sind nur die vorderen Taschen der Hose, der Gürtel und ein Stück vom Oberteil zu sehen, das in die Jeans gestopft ist.
Five-Pocket-Jeans haben – logisch – fünf Taschen: Die fünfte vordere ist ganz klein. Was hat es mit ihr bloß auf sich?
© Getty Images / Vitria Silva / EyeEm
Das Bild zeigt eine Frau mit freundlichem Lächeln, die direkt in die Kamera blickt. Sie hat mittellanges blondes Haar, blaue Augen und trägt ein graues T-Shirt mit einer offenen grauen Jacke. Der Hintergrund ist schlicht und unauffällig, was den Fokus auf die Frau lenkt. Ihr Ausdruck wirkt offen und zugänglich. | © BILD der FRAU
14.03.2025 • 11:06 Uhr
Mirjam Beile

Bestimmt hast du schon mal eine Five-Pocket-Jeans gekauft. Was hat es aber mit der fünften Minitasche am Hosenklassiker auf sich? Weißt du's?

Viele Kleidungsstücke haben Accessoires, die der Mode geschuldet sind, aber auch die ein oder andere Auffälligkeit, über die wir uns noch nie Gedanken gemacht haben – obwohl wir sie schon so oft gesehen haben. Zum Beispiel die Mini-Extratasche an den sogenannten Five-Pocket-Jeans. Was hat es damit auf sich? Wofür ist sie gut?

Jeans-Rätsel: Dafür ist die fünfte Tasche wirklich gedacht

Warum haben 5-Pocket-Jeans die Mini-Extra-Tasche?

Alle kennen das kleine Minitäschchen hinter der eigentlichen rechten Jeans-Hosentasche, in die manche etwas Kleingeld stecken – um es dann nur wieder sehr schwer herausgefummelt zu bekommen. Zur Münzenaufbewahrung kann die fünfte "Pocket" also nicht gedacht sein, das wäre viel zu umständlich. Ist sie auch nicht: Sie hat einen anderen Grund, der heute allerdings etwas aus der Zeit gefallen ist...

Und damit ist bereits ein eindeutiger Hinweis geliefert: Mit Zeit hat es nämlich zu tun. 1873 ließ sich Levi Strauss seine berühmten Jeans patentieren und brachte sie auf den Markt. Die robuste Hose war als Arbeitsbekleidung gedacht – damals hatten viele Männer, auch einfache Arbeiter, aber meist ein Utensil bei sich, das etwas empfindlich war: eine Taschenuhr!

Geschützter Ort für kostbares Utensil

Genau deshalb wurde oberhalb der rechten Vordertasche eine fünfte, kleine Tasche aufgenäht, für die Uhr ein deutlich geschützterer Ort als die berühmte Westentasche, in der sie zuvor mit allen möglichen anderen Dingen aufbewahrt und dort immer wieder Schaden genommen hatte.

In der sogenannten "watch pocket" (Uhrentasche) konnte das gute Stück also sicher aufbewahrt werden – dass das Täschchen klein und eng ist, kam ihr zugute: Sie saß fest und konnte nicht verrutschen. Sie rauszuholen, war übrigens gar kein Problem: Taschenuhren hingen in der Regel an einer Kette, an der sie ganz einfach aus der für sie gedachten Tasche gezogen werden konnten.

Taschenuhren sind natürlich längst in der Versenkung verschwunden, das kleine Täschchen seiner Funktion beraubt. Egal: Eine echte Jeans hat bis heute five pockets – basta!

Taschenuhr in der kleinen fünften Jeanstasche | © IMAGO / Steinach
© IMAGO / Steinach

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