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Lustpunkt-Update: Was du über den geheimen U-Punkt wissen musst

Ein junges Paar liegt eng umschlungen auf einem Bett, die Hände ineinander verschränkt, die Stimmung wirkt leidenschaftlich.
Der U-Punkt, ein wahrer Lust-Hotspot. Aber Achtung: Es kann auch schnell unangenehm werden!
© iStock.com/shironosov
Frau mit dunklen Haaren und rotem Lippenstift.  | © privat
03.05.2025 • 18:00 Uhr
Stephanie Brümmer

Kennst du deinen U-Punkt? Alles über das Lustzentrum, das vorsichtig stimuliert werden sollte und laut unserem Sex-Experten für ein sehr angenehmes Gefühl im ganzen Körper sorgt.

Schon mal vom G-Punkt gehört? Ganz bestimmt, auch der C-Punkt ist vielen mittlerweile bekannt als weibliches Lustzentrum. Aber wie sieht's mit dem U-Punkt aus? Kennst du den auch schon als Stimulationsbereich? Sexualexperte und Buchautor Dr. Axel-Jürg Potempa erklärt, wo im Intimbereich er zu finden ist, wie er stimuliert wird – und was er bewirkt.

A-Punkt der Frau: Ist das der Zauberknopf für noch mehr Lust?

Der U-Punkt: Stimulation – aber bitte ohne Druck

BILD der FRAU: Lieber Herr Potempa, was ist der U-Punkt?

Dr. Axel-Jürg Potempa.jpg | © Dr. med. Axel-Jürg Potempa
© Dr. med. Axel-Jürg Potempa

Dr. Axel-Jürg Potempa: Der U-Punkt hat seinen Namen von der Urethra, der Harnröhre. Somit bezeichnet der U-Punkt die Region um den Harnröhrenausgang. Auch hier sind sehr viele Nervenenden zu finden.

Wie kann man diesen Bereich stimulieren und wie fühlt sich das an?

Die Stimulation des U-Punktes erzeugt nach Aussage der Frauen ein warmes und angenehmes Gefühl im gesamten Körper. Der U-Punkt mag aber keinen festen Druck. Besser sind sanfte Streichelbewegungen. Der Körper reagiert sonst mit Unwohlsein bis hin zum Harndrang. Zunge, Finger, Penis eignen sich hier als Simulationswerkzeuge. Am Anfang ist ein vorsichtiges Herantasten und Streicheln mit Fingern und mit etwas wärmendem Gleitgel ideal zur Erkundung dieses empfindlichen Lustareals.

U-Punkt.jpg | © iStock [M]
© iStock [M]

Vorsicht vor Harnwegsentzündungen

Wichtig zu wissen: Der U-Punkt hat auch einen Nachteil. Da die Harnröhre mit 4 cm relativ kurz ist, passiert es, dass durch Finger und Penis z.B. Bakterien in sie eingerieben werden. Durch den kurzen Weg zur Blase kann es zu Infektionen wie Harnwegsentzündungen kommen. Der U-Punkt sollte also nur vorsichtig mit in die sexuelle Stimulation einbezogen werden, da er Eingang zu vielen empfindlichen Organen ist.

U-Punkt-Frau.jpg | © iStock/nd3000
© iStock/nd3000

Fazit: Erregbarkeit ist immer ein ganz individuelles Empfinden. Was der einen Frau gefällt, kann sich für eine andere unangenehm anfühlen. Taste dich heran, probiere aus und lass dich zu nichts überreden. Deine Partnerin bzw. dein Partner kann dir dabei helfen, dieses neue Lustzentrum zu erkunden – aber nur du bestimmst, was sich für dich richtig anfühlt.

So viel Diskussion es auch über U- und A-Punkt, C- und G-Punkt gibt: Am Ende ist es sinnvoller, sich bei der Stimulation eher auf zwei dieser Punkte zu konzentrieren. Denn ein Zuviel an Reizen und der damit verbundene Druck, performen zu müssen, verursachen nicht nur Stress, der der Lust im Weg steht – es kann auch körperlich unangenehm werden.

Dr. Axel-Jürg Potempa arbeitet als Urologe, Androloge, Sexual-, Partnerschaftsmediziner und als Buchautor in München. Mehr Informationen über ihn findest du auf seiner Website: www.dr-potempa.jimdo.com/

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