Teures Fahrrad, aber kein Schutz?

Diese Versicherungs-Fehler kosten dich bares Geld

Junge, lächelnde Frau schiebt ein Fahrrad
© Getty Images
Gerade wenn du ein teures Fahrrad hast, gehst du mit einer Fahrradversicherung auf Nummer sicher.

Wer sein Fahrrad versichern will, sollte bestimmte Fehler unbedingt vermeiden. Ein Finanzexperte hat uns verraten, worauf man achten sollte. 

4000 Euro für ein Lastenrad, 5000 fürs E-Fahrrad, 1000 für das Rennrad und noch mal 800 Euro für die Kinderfahrräder: In der Fahrradgarage kann schon mal ein kleines Vermögen stecken. Je nachdem, welches Fahrradmodell man hat, kann man sich dafür locker einen Gebrauchtwagen leisten.

Gerade in Städten überlegt man sich da zweimal, ob man sein Rad unbeaufsichtigt abstellt. Denn selbst mit Schloss finden Fahrraddiebe schnell einen Weg, um das Rad auseinanderzunehmen und zu stehlen.

Der ein oder andere Fahrradbesitzer hat sich daher bestimmt schon mal mit einer Versicherung fürs Rad auseinandergesetzt. Aber lohnt sich das wirklich und worauf sollte man achten? Dafür haben wir hilfreiche Tipps von Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen bekommen.

Erfahre hier, welche Fehler dich bei der Fahrradversicherung bares Geld kosten.

Hermann-Josef Tenhagen ist Chefredakteur von Finanztip und einer der bekanntesten Finanzexperten Deutschlands. Seit vielen Jahren erklärt er einem breiten Publikum auf verständliche Art, worauf es in Sachen Job, Karriere und Finanzen wirklich ankommt.

Fehler Nummer 1: Keine Gedanken über den Versicherungsschutz machen

Zunächst solltest du dir Gedanken darüber machen, wie viel dein Fahrrad wert ist. Davon hängt ab, welchen Versicherungsschutz du benötigst. Hast du ein altes Fahrrad, oder ein Rad, das nur wenige 100 Euro gekostet hat, reicht als Versicherungsschutz eine Hausratversicherung.

Wurde dein Fahrrad zuhause gestohlen, beschädigt oder ist es einem Brand zum Opfer gefallen, deckt die Hausratversicherung den Schaden ab. Jedoch gibt es hier ein Manko, wie Finanzexperte Hermann-Joseph Tenhagen erklärt: "Kostet das Rad mehr als ein Prozent der Versicherungssumme, reicht das oft nicht, um ein neues, gleichwertiges zu kaufen." Hinzukommt, dass nachts, außerhalb der Wohnung kein Versicherungsschutz besteht.

Hier solltest du individuell rechnen, wie viel dein Fahrrad derzeit noch wert ist und wie viel dich die Versicherung in mehreren Jahren kostet.

Teures Rad, aber keine Fahrradklausel in der Hausratversicherung
 

Hast du ein teures Rad oder auch mehrere Fahrräder, macht eine Fahrradklausel in der Hausratversicherung Sinn, wie der Experte empfiehlt. Das macht die Versicherungssumme zwar teurer, allerdings kannst du hier Kosten sparen, indem du verschiedene Anbieter vergleichst.

Mehr zum Thema "Sparen im Alltag" findest du auf der Seite von Finanztip

Fehler Nummer 2: Nachtzeitklausel in der Hausratversicherung nicht rausnehmen

Hast du eine Nachtzeitklausel in deiner Hausratversicherung, solltest du diese unbedingt streichen lassen. Der Grund: Nur ohne diese Klausel sind Fahrräder nachts auch außerhalb der Wohnung abgesichert, erklärt Tenhagen.

Fehler Nummer 3: Teures Rad, aber keine Fahrradversicherung

Wer regelmäßig Fahrrad fährt, ist auch einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt. Gleichzeitig ist der Verschleiß des Fahrrads höher. Auch das Zubehör kann ordentlich ins Geld gehen. Gepäck oder Kindersitze können je nach Modell schon mal mehrere hundert Euro kosten.

Diese Punkte kannst du nur über eine richtige Fahrradversicherung abdecken. Hast du also ein sehr teures Rad inklusive Fahrradzubehör, lohnt sich eine Fahrradversicherung in jedem Fall. Aber immer gilt: Anbieter vergleichen und individuell rechnen.

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