Schlicht & elegant

Meinen minimalistischen Garten bepflanze ich nur noch mit diesen 5 Stauden

Dichtes Beet aus violettblühendem Steppensalbei, dahinter grüne leuchtende Bäume unter einem bewölkten Himmel.
© Canva/Collage:bildderfrau.de
Diese fünf Stauden sind wie gemacht für deinen minimalistischen Garten.

Ja, Minimalismus gibt es auch im Garten. Einfachheit, klare Struktur und Eleganz zeichnen diese Beete aus. Um das auch in deinem Garten zu erreichen, empfehle ich dir diese fünf Stauden.

Ein minimalistischer Garten lebt ganz bewusst von klaren Linien, strukturierten Flächen und Reduzierung. Ich denke dabei direkt an Steinwege, Holzbänke und ästhetische Figuren, die auf klar definierten Rasenflächen stehen. Doch was ist mit lebendigen Elementen – wie zum Beispiel Stauden? Gerade mit Bedacht ausgewählte Stauden können deinen minimalistischen Garten bereichern. Für mein Staudenbeet habe ich mich für ruhige Farbakzente und klaren Wuchs entschieden. 

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1. Ähriger Ehrenpreis

Der Ährige Ehrenpreis (Veronica spicata) – eine heimische Wildform – sollte die erste Staude sein, die in deinem minimalistischen Garten gepflanzt wird. Diese Pflanze wächst aufrecht und nicht ausufernd, sodass du dir keine Sorgen machen musst, dass dein Garten von der Staude überwuchert wird.

Was mir besonders gefällt, sind die dunkelvioletten bis blauen, dichtstehenden Blütenstände. Diese passen wunderbar in jeden minimalistischen Garten. Noch dazu bevorzugt der Ährige Ehrenpreis trockene, magere und sonnige Standorte und ist damit für Steingärten geeignet.

Eins möchte ich noch besonders betonen: Der Ährige Ehrenpreis ist sehr wertvoll für Insekten bzw. Nahrungsquelle und Lebensraum für Bienen und Schmetterlingsraupen. Mit dieser Staude könntest du eine gute Bienenweide anlegen.

Filigrane violette Blüten von Ehrenpreis auf schlanken Stängeln vor einem unscharfen, grünen Hintergrund in sommerlicher Atmosphäre. | © Shutterstock/Kabar
Foto: Shutterstock/Kabar
Als gefährdet eingestuft: Der Ährige Ehrenpreis steht in Deutschland auf der Roten Liste.

2. Funkien (Hosta)

Wenn du mich fragst, gehören Funkien als geniale Schattenpflanzen in jeden Garten, jedoch besonders in einen minimalistischen. Wählst du Sorten mit großen Blättern, bringt dies klare Form in dein Staudenbeet. Kombiniert mit filigranen, aufrecht wachsenden Stauden wie dem Ährigen Ehrenpreis passen Funkien sehr gut als kompakte, horstbildende Ergänzung in den Garten.

Zu den Funkien selbst: Sie gibt es in "Mini-" und "XXL-Format". Die Blätter sind cremeweiß, gelbgrün, blau oder dunkelgrün. Was für dich auch noch relevant werden könnte: Funkien wachsen relativ langsam. Der Standort darf gern halbschattig bis schattig bzw. humusreich, sandig bis lehmig und frisch bis mäßig feucht sein.

Große Blätter von weiß gerandeten Funkien dicht aneinandergereiht, davor dunkle Erde und lila Blüten im Hintergrund. | © Shutterstock/Orest lyzhechka
Foto: Shutterstock/Orest lyzhechka
Lass deine Funkien ungestört wachsen, dann werden sie mit den Jahren immer schöner.

3. Kandelaber-Ehrenpreis

Auch der Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum virginicum) könnte großartig in deinem minimalistischen Garten wirken. Es handelt sich dabei um eine horstbildende, sommergrüne Staude – ideal für sonnige oder halbschattige Standorte. Genauso wie der Ährige Ehrenpreis wächst der Kandelaber-Ehrenpreis aufrecht. Von Juli bis September trägt die Staude violett-rosa Blütenkerzen.

Der Kandelaber-Ehrenpreis ist eine nichtheimische Wildform (Neophyt) und trotzdem eine Nahrungsquelle und ein wichtiger Lebensraum für Bienen und Schmetterlingsraupen. Am besten wächst die Staude auf sandigen bis lehmigen bzw. frischen bis feuchten Böden.

Zarte weiße Blütenstände von Ehrenpreis in einer sommerlichen Wiese vor einem lebhaften grünen Unschärfe-Hintergrund. | © Shutterstock/Timothy H Brown Jr
Foto: Shutterstock/Timothy H Brown Jr
Auch im Winter sind Kandelaber-Ehrenpreise wertvoll für Insekten, denn diese überwintern in oder an abgestorbenen Pflanzenteilen.

4. Steppensalbei

Eine tolle Insektenpflanze ist auch der Steppensalbei (Salvia nemorosa). Er ist eine heimische Wildform, die sich gut als Bienenweide anlegen lässt. In deinem minimalistischen Garten ist die Staude deshalb gut aufgehoben, weil sie eine schöne, klare Form und einen nicht ausufernden Wuchs besitzt. Zudem – und das ist doch immer ein tolles Argument für den Kauf – gilt der Steppensalbei als robust und pflegeleicht.

Am besten wächst die Staude an einem sonnigen Standort mit sandigem bis lehmigem Boden. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.

Gruppe violetter Salbei-Blüten mit grünen Blättern in einem Gartenbeet, umrandet von Stein und umgeben von frischem Grün. | © Shutterstock/Klever_ok
Foto: Shutterstock/Klever_ok
Die Blätter des Steppensalbeis sind essbar.

5. Hoher Stauden-Phlox

Der Hohe Stauden-Phlox (Phlox paniculata) ist eine der beliebtesten Stauden. Diese bildet aufrechte, buschige Horste mit großen, dichten Blütenständen. Sorten wie 'David' mit weißen Blüten wirken sehr elegant. Es gibt noch weitere standfeste Sorten, die zur Struktur deines Gartens beitragen.

Der Hohe Stauden-Phlox bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit einem humosen bis lehmigen Boden. Die Staude ist nicht heimisch und ist dennoch wertvolle Nahrungsquelle und wichtiger Lebensraum für Schmetterlinge und Schmetterlingsraupen.

Filigrane, rosafarbene Phlox-Blüten in dichter Anordnung vor einem harmonisch verschwommenen Hintergrund in zarten Lilatönen. | © Shutterstock/Alex Manders
Foto: Shutterstock/Alex Manders
Vorsicht: Der Hohe Stauden-Phlox ist empfindlich gegenüber Schnecken und Pilzkrankheiten.

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Außerdem findest du in unserer Bildergalerie winterharte Stauden:

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