Noch dazu echte Bienenmagnete

Kletterpflanzen: 5 Stauden, die meine Wände, Zäune & Rankhilfen verschönern

Üppige lila Clematisblüten ranken an einem Holzspalier; daneben grüne Wiese mit blühendem Beet und rustikale Sitzecke im Garten.
© Shutterstock/Adam bartosik/Canva/Collage:bildderfrau.de
Diese kletternden Stauden verschönern Hauswände, Rankhilfen, Zäune und deine Pergola.

Du suchst nach Kletterkünstlern für deine Hauswände, Rankhilfen oder Zäune? Dann sind diese fünf Stauden echte Highlights für deinen Garten.

Die Hauswand des kleinen Gartenhäuschens im Garten meiner Familie war mir immer ein Dorn im Auge, weil wir diesen Platz nicht genutzt haben. Doch dann haben wir direkt vor dieser Hauswand kletternde Stauden eingepflanzt – und voilà, jetzt ranken wunderschöne Pflanzen an dieser Wand empor. Hier stelle ich dir fünf meiner Favoriten vor, damit auch du deine Zäune, Hauswände und Rankhilfen mit Stauden verschönern kannst.

Bienenfreundliche Maßnahmen für Garten und Balkon

1. Bunte Kronwicke

Wenn ich vorhabe, meine Hauswände möglichst "lebendig" zu bepflanzen, dann würde ich mich immer wieder für die Bunte Kronwicke (Securigera varia) entscheiden. Mit ihren rosafarbenen Blüten ist sie der nötige Farbtupfer – auch für Zäune oder Rankhilfen. Nicht nur auf dich wirkt sie charmant. Sie zieht auch jede Menge Bienen und Schmetterlinge an. 

Die Staude – eine heimische Wildform (einheimische Wickenart) – gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Ihre rankenden Triebe können bis zu 120 cm lang werden. Die Bunte Kronwicke blüht von Juni bis September und bevorzugt einen sonnigen Standort mit einem sandigen bis lehmigen Boden.

Nahaufnahme zarter, rosafarbener Blüten einer Wiesenpflanze auf saftiggrüner Umgebung, voller sommerlicher Lebendigkeit. | © Shutterstock/Orest lyzhechka
Foto: Shutterstock/Orest lyzhechka
Die Bunte Kronwicke ist in Deutschland heimisch. Für Bienen und Schmetterlingsraupen ist die Staude eine Nahrungsquelle und Lebensraum.

2. Wiesen-Storchschnabel

Der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) ist immer eine gute Wahl für dein Staudenbeet, weil er ökologisch einen wichtigen Beitrag leistet. Auch diese Staude ist eine wichtige Insektenpflanze. Sie ist Nahrungsquelle und Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Schmetterlingsraupen.

Als kletternde Staude wächst der Wiesen-Storchschnabel unaufhaltsam. Mit seinen kräftigen Blattgelenken wächst er klimmend und nach der Sonne ausgerichtet. Die Blüten dieser Staude sind blau und blühen von Juni bis August. Der bevorzugte Standort sollte sonnig bis halbschattig sein und der Boden darf gerne durchlässig bis lehmig sein.

Leuchtend violette Storchschnabelblüten mit zarten roten Adern, eingebettet in grünes Blattwerk und umgeben von sommerlichem Garten. | © Shutterstock/Lialina Olena
Foto: Shutterstock/Lialina Olena
Noch ein paar Gründe, den Wiesen-Storchschnabel zu pflanzen: Er ist ausdauernd, pflegeleicht und winterhart.

3. Bittersüßer Nachtschatten

Die kräftigen Triebe und seine violetten Blüten haben mich direkt überzeugt, obwohl sein Name, "Bittersüßer Nachtschatten" (Solanum dulcamara), erstmal ungewöhnlich klingt. Es handelt sich um ein einheimisches Nachtschattengewächs, das an benachbarten Pflanzen hinaufklettert.

Über den Bittersüßen Nachtschatten solltest du wissen, dass er viel Licht braucht. Der Standort sollte daher sonnig bis halbschattig sein. Zudem ist es wichtig, dass er viele Nährstoffe bekommt und genügend Feuchtigkeit erhält. Der Boden darf gerne sandig bis lehmig sein.

Filigrane violette Blüten einer bittersüßen Nachtschattenpflanze mit gelben Staubblättern vor üppigem grünem Blattwerk. | © Shutterstock/olko1975
Foto: Shutterstock/olko1975
Den Bittersüßen Nachtschatten kannst du wunderbar mit Wolfs-Eisenhut, Kriechender Günsel oder dem Echten Eibisch kombinieren.

4. Wilde Platterbse

In diesem Artikel möchte ich dir überdies eine verspielte, zarte kletternde Staude ans Herz legen: die Wilde Platterbse (Lathyrus sylvestris). Sie ist eine sehr wertvolle Wildbienen-Staude und noch dazu eine heimische Pflanze. Wenn du eine Rankhilfe aufstellst, wächst sie daran nach oben. Auch für dein Hangbeet kommt sie infrage oder als Sichtschutz auf dem Balkon.

Die Wilde Platterbse hat pinke Blüten, die von Juni bis August blühen. Die Staude bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit sandigem bis lehmigem Boden. Nach dem Winter schneidest du sie bestenfalls bodennah zurück.

Zarte rosafarbene Blüten einer Platterbse mit fein geäderten Blütenblättern, hervorgehoben vor einem sanften grünen Hintergrund. | © Shutterstock/Brian Woolman
Foto: Shutterstock/Brian Woolman
Eine fantastische Insektenpflanze: die Wilde Platterbse.

5. Rotfrüchtige Zaunrübe

Und zum Schluss noch die Rotfrüchtige Zaunrübe (Bryonia dioica), ebenfalls eine wichtige Insektenpflanze. Am besten wächst die Staude an sonnigen und halbschattigen Standorten. Sie wächst stark, bzw. schlingend und kletternd. Im Spätsommer wirst du leuchtende, rote Beeren entdecken.

Von Juni bis September trägt die Rotfrüchtige Zaunrübe grüne Blüten. Was du sonst noch wissen solltest: Die Früchte und die Wurzeln sind giftig. Pass bei der Gartenarbeit also ein bisschen auf. 

Vertrocknete Pflanze mit roten Beeren und braunen Blättern, kontrastiert von zartem Grün im verschwommenen Hintergrund. | © Shutterstock/Kabar
Foto: Shutterstock/Kabar
Besonders wichtig ist die Rotfrüchtige Zaunrübe für die Zaunrüben-Sandbiene.

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