Warum ein Heidelbeerstrauch in deinem Beet nicht allein stehen sollte und warum es sich lohnt, verschiedene Sorten zu pflanzen.
Du hast Lust, Heidelbeeren in deinem Garten anzupflanzen? Warum du unbedingt mindestens zwei Exemplare nebeneinander setzen solltest, verrate ich dir hier.
So erhöhst du den Ertrag deiner Heidelbeeren
Viele Heidelbeer-Sorten sind selbstfruchtbar, das bedeutet, ein einzelner Strauch kann Früchte ohne Fremdpollen bilden. Einziges Manko: Unsere heimischen Waldheidelbeer-Sträucher tragen leider oft nur wenig Früchte.
Pflanzt du einen zweiten Strauch, im besten Fall eine weitere Sorte, kannst du den Ertrag aber deutlich erhöhen. Der Grund: Bienen lieben Heidelbeeren und tragen die Pollen von einem Strauch zum anderen.
Pflanze unbedingt gemischte Heidelbeer-Sorten
Warum es sich lohnen kann, gemischte Heidelbeer-Sorten zu pflanzen? Fremdpollen können die Befruchtung verbessern. Dadurch entstehen oft mehr Samen, und das führt wiederum dazu, dass die Beeren größer und zahlreicher werden. Dieser Effekt tritt aber nicht automatisch bei jeder Sortenkombination auf. Wenn du zwei Heidelbeersorten pflanzt, sollten sie zur gleichen Zeit blühen, damit sie sich gegenseitig bestäuben können. Pflanze die Sträucher mit etwa 1 bis 1,5 Metern Abstand, damit sie gut wachsen können.
Tipp: Bienen lockst du übrigens ideal an, indem du zusätzlich andere blühende Pflanzen in dein Beet integrierst.
Pflanzt du verschiedene Heidelbeer-Sorten, wie einen früh- und einen spätblühenden Strauch, profitierst du wiederum von einer längeren Erntezeit. Teilweise kannst du so bis zu zwei Monate lang Heidelbeeren ernten, wohingegen du mit nur einer Pflanze teils nur zwei bis drei Wochen lang ernten kannst. Zusätzlich hast du ein Back-up, falls eine Pflanze krank wird. Mit zwei Sträuchern sorgst du außerdem für ein robusteres Mikroökosystem im Garten.
Das ist der Unterschied zwischen Wald- und Kulturheidelbeere
Im Geschäft sind hauptsächlich die aus Amerika stammenden Kulturheidelbeeren ('blueberries') zu finden, die meist größere Früchte tragen und im Gegensatz zu unseren heimischen Sorten helles Fruchtfleisch haben. Waldheidelbeeren sind hingegen innen wie außen blau. Beide schmecken zwar süß, allerdings sind Waldheidelbeeren deutlich intensiver in Farbe und Geschmack.
Sowohl Wald- als auch Kulturheidelbeeren mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie bevorzugen einen feuchten bis frischen, nährstoffarmen Boden, der möglichst sauer sein sollte. Waldheidelbeeren werden meist nur 20–50 cm hoch und breiten sich flach am Boden aus. Bei Kulturheidelbeeren hingegen handelt es sich um aufrecht wachsende Sträucher, die 1,5 bis 2 Meter hoch werden können. Im Gegensatz zur Waldheidelbeere bilden sie keine unterirdischen Ausläufer.
Darum sind Heidelbeeren ein Superfood
Heidelbeeren gelten als echtes Superfood. Sie enthalten Vitamin C, Vitamin E und kleine Mengen an Eisen, Kalium und Magnesium. Heidelbeeren wirken stark antioxidativ, entzündungshemmend und helfen dabei Gefäße und Herz gesund zu halten. Zudem können sie unsere Sehkraft positiv beeinflussen und unterstützen eine gesunde Darmflora.
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