Du wünschst dir pflegeleichte und sauber aussehende Beete ohne Unkraut? Dann solltest du Lavamulch einsetzen, aber richtig. Warum das Mulch-Material so genial ist und welcher Trick dazu führt, dass du dir nervige Arbeit sparst, liest du hier.
Interessiert man sich fürs Gärtnern und ist man auf Instagram unterwegs, begegnet einem eine Sache garantiert: Lavamulch. Der dunkelgraue oder rötlich-braune poröse Kies gehört zu den Garten-Entdeckungen der letzten Jahre.
Viele Garten-Influencer aber auch Fachleute wie Landschaftsarchitekt Davit Arican, bekannt aus dem ZDF-Format "Garden Dreams", setzt den mineralischen Mulch regelmäßig in seinen Projekten ein.
Auf Instagram verrät er jetzt einen Trick, mit dem das Material nicht nur Pflegeaufwand im Garten erspart, sondern auch Unkraut zuverlässig unterdrückt und Pflanzen robuster macht. Viel besser als Unkrautvlies!
Lavamulch hat gleich fünf Vorteile für Stauden
Laut Pflanzen-Profi Arican punktet Lavamulch auf Beeten gleich fünffach:
- Verhindert Staunässe: Lavagestein ist von Natur aus porös und sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser schnell abfließen kann. So werden die Wurzeln optimal vor Staunässe und Fäulnis geschützt, ideal für trockenheitsliebende Pflanzen und Stauden.
- Mehr Luft für die Wurzeln: Dank der groben Struktur bleibt der Boden schön locker. Dadurch gelangt ausreichend Sauerstoff an die Wurzeln, was ein gesundes Wachstum unterstützt.
- Dauerhaft lockerer Boden: Im Gegensatz zu organischem Material wie Rindenmulch zersetzt sich Lava nicht. Die Erde bleibt langfristig stabil, locker und sackt nicht zusammen.
- Speichert Wärme: Dunkle Lavasteine nehmen Wärme besonders gut auf und geben sie langsam wieder ab. Das kommt vor allem wärmeliebenden Pflanzen zugute.
- Weniger Unkraut: Eine Schicht Lavasteine auf der Erde wirkt ähnlich wie Mulch und hilft dabei, unerwünschtes Beikraut zu reduzieren.
Davit Aricans Trick: Stauden direkt in Lava pflanzen!
Ich selbst habe meine mediterranen Staudenbeete im Garten auch mit Kies gemulcht, weil mich die Vorteile überzeugt haben und ich den Look schön finde. Ich habe dazu die Pflanzen erst "ganz normal" in die Erde eingepflanzt und anschließend die Kiesschicht 5-8 cm hoch aufgefüllt.
Schon beim Aufbringen der Steine habe ich gemerkt, dass dieses fast überall empfohlene Vorgehen nicht optimal ist. Der Grund: Noch kleine Stauden ertrinken quasi in den Steinen. Und Unkraut kommt nach kurzer Zeit trotzdem durch, weil die Kiesdecke zu dünn ist. Um das Unkraut-Wachstum wirksam zu unterdrücken, muss die Mulchschicht viel dicker sein.
Wichtig: Lavamulch dick genug aufbringen
Statt die Pflanzen in die Erde zu setzen und dann den Mulch aufzuschütten, trägt er den Mulch erst 20-25 cm hoch aufs Beet auf und pflanzt die Stauden dann direkt in die Lava statt in die Erde. Klingt seltsam, ist laut ihm aber DER Trick, um die Beete sauber und pflegeleicht zu halten.
Durch dieses Vorgehen ist nicht nur das Setzen der Pflanzen viel einfacher als in feste Erde, das Lavamulch-Bett ist außerdem durchlässig, sodass sich die Wurzeln der Pflanzen selbstständig den Weg in die Erde suchen. So werden sie robuster und trockenheitsverträglicher.
Wichtig ist dabei, die Pflanzen regelmäßig ausgiebig zu wässern, da Lavamulch das Wasser nicht so stark speichert wie normale Erde. Nach ein paar Wochen sind die Stauden dann in der Erde verwurzelt und widerstandsfähig.
Nicht alle Stauden eignen sich für Lavamulch
Der Trick, Stauden direkt in die hohe Mulchschicht statt in die Erde zu pflanzen, spart Kraft, Zeit und Arbeit. Das Einpflanzen ist leichter, Unkraut wird unterdrückt und auch das Pflegen der Beete geht insgesamt schneller.
Doch es gibt einen Haken: Stauden, die feuchte, humose und eher kältere Böden bevorzugen eignen sich für diese Pflanzmethode mit Lavamulch nicht.
Dazu gehören Moorbeetpflanzen wie Hortensien oder Rhododendron, aber auch Funkien, Farne oder Astilben und alle Pflanzen, die typische Waldbedingungen also eher schattige Standorte benötigen. Diese Pflanzen vertragen mineralischen Mulch schlecht.
Diese Stauden wachsen super in Lavamulch
Eine dicke Mulchschicht aus Lava eignet sich perfekt für Pflanzen, die wärmeliebend und generell eher trockenheitsverträglich sind. Denn die Steinschicht heizt sich bei Sonneneinstrahlung auf.
Pflanzen, die es warm und eher trocken lieben sind zum Beispiel mediterrane Stauden. Lavendel, Thymian, Salbei oder Rosmarin fühlen sich in Lavamulch pudelwohl.
Aber auch sonnenliebende Pflanzen, so genannte Präriestauden, die eher karge Böden bevorzugen wie Schafgarbe, Fetthenne oder Sonnenhut blühen durch diese Pflanzmethode richtig auf. Genau wie die beliebte Katzenminze, das hoch wachsende Eisenkraut oder sonnenliebende und trockenheitsverträgliche Ziergräser.
Ich hoffe, dass dir der Lavamulch-Trick hilft, deinen Garten pflegeleichter und pflanzenfreundlicher zu gestalten und wünsche dir eine tolle Garten-Saison 2026!