Eine Karotte selbst aus der Erde ziehen, die erste eigene Kartoffel ernten: Für 130.000 Kinder wurde das bereits Realität. Warum dieses Schulprojekt seit zehn Jahren so erfolgreich ist.
Viele Kinder wissen heute ganz genau, wie Pommes aussehen. Aber wo kommen eigentlich die Kartoffeln her, aus denen Pommes hergestellt werden? Genau hier setzt ein besonderes Schulprojekt an, das seit zehn Jahren Tausende junge Menschen begeistert: die GemüseAckerdemie.
Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Acker e.V. unterstützt ALDI SÜD seit 2016 das Bildungsprogramm, bei dem Kinder selbst zu kleinen Gärtnerinnen und Gärtnern werden. Die beeindruckende Bilanz zum Jubiläum: Rund 130.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits mitgemacht, allein im Vertriebsgebiet von ALDI SÜD.
Buddeln, säen, ernten und dabei fürs Leben lernen
An inzwischen hunderten Schulen in ganz Deutschland heißt es: raus aus dem Klassenzimmer, rein aufs Feld. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren bauen gemeinsam mit ihren Lehrkräften Gemüse direkt auf dem Schulgelände an. Sie säen Karotten, pflanzen Salat oder beobachten, wie aus einer kleinen Kartoffel eine ganze Pflanze wächst.
Dabei lernen sie nicht nur, wo Lebensmittel herkommen. Sie erleben auch hautnah, wie viel Arbeit hinter Obst und Gemüse steckt, verstehen ökologische Zusammenhänge und entwickeln ein neues Bewusstsein für gesunde Ernährung.
Allein in diesem Jahr ackern rund 30.000 Kinder an etwa 635 Schulen auf einer Fläche von mehr als 50.000 Quadratmetern. Das entspricht ungefähr sieben Fußballfeldern.
Überraschende Wirkung: Warum Kinder nach diesem Projekt plötzlich Gemüse lieben
Dass die praktische Erfahrung etwas bewirkt, zeigen aktuelle Auswertungen des Vereins Acker. Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Kinder entwickelt nach dem Projekt mehr Interesse und Wertschätzung für Gemüse. Zwei Drittel haben großen Spaß am eigenen Gemüseanbau.
Auch die Lehrkräfte profitieren: Drei von vier Pädagoginnen und Pädagogen geben an, durch die GemüseAckerdemie neue Wege kennengelernt zu haben, Kindern Natur und Ernährung näherzubringen.
Rekord-Ernte auf dem Schulacker: Über 392 Tonnen Kartoffeln sprechen für sich
Besonders beeindruckend: Seit Beginn der Partnerschaft wurden im ALDI-SÜD-Gebiet mehr als 392 Tonnen Kartoffeln geerntet. Eine Zahl, die zeigt, wie groß das Projekt inzwischen geworden ist.
"Zehn Jahre GemüseAckerdemie zeigen, was möglich ist, wenn Bildung und Praxis zusammenkommen. Erleben Kinder selbst, wie Lebensmittel von der Saat bis zur Ernte wachsen, verändert das ihren Blick auf das, was auf dem Teller landet. Das ist eine prägende Erfahrung und wir sind stolz, dieses Programm als Hauptpartner mitgestalten zu dürfen“, sagt Carlos Rasel, Director Public Affairs und Corporate Citizenship bei ALDI SÜD.
Auch Acker-Gründer Dr. Christoph Schmitz blickt stolz auf die vergangenen zehn Jahre zurück: Langfristige Partner seien entscheidend, damit Bildungsprojekte dauerhaft Wirkung entfalten können. Gemeinsam wolle man die GemüseAckerdemie auch in Zukunft weiter ausbauen.
Wer einmal selbst eine Karotte aus der Erde gezogen oder die erste eigene Kartoffel geerntet hat, vergisst das so schnell nicht. Genau deshalb setzt die GemüseAckerdemie auf Lernen mit allen Sinnen – und zeigt Kindern, dass gesunde Ernährung nicht im Supermarkt beginnt, sondern auf dem Acker.
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