20.02.2018

Männer und Klimakterium Wechseljahre beim Mann – die sieben wichtigsten Symptome

Wechseljahre

Mo, 13.08.2018, 14.02 Uhr

Wechseljahre

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Wechseljahre mit all ihren Beschwerden treffen nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Typische Symptome, wie lange sie dauern und welche Heilpflanzen helfen.

Wechseljahre – das haben doch nur Frauen? Trugschluss! Auch Männer können darunter leiden: Wenn er gestresster wirkt als früher, schneller zu- oder die Libido abnimmt, können das Anzeichen für Wechseljahre beim Mann sein. Ursache ist wie bei der Frau das Absinken der Sexualhormone. Beim Mann bedeutet das, dass der Körper weniger Testosteron produziert. Außerdem nehmen weitere Geschlechtshormone wie DHEA (Dehydroepiandrosteron) und DHEAS (Dehydroepiandrosteronsulfat) ab. Medizinisch spricht man dann vom Klimakterium virile oder Andropause.

Die sieben Symptome für Wechseljahre beim Mann

Die Anzeichen dafür können ähnlich sein wie bei der Frau:

  1. verminderte Libido (weniger sexuelle Lust), Erektionsprobleme
  2. Muskelabbau, Kraft schwindet
  3. Bauchfett nimmt zu
  4. Knochendichte verringert sich, Gelenkbeschwerden treten auf
  5. Gedächtnisleistung nimmt ab, Konzentrationsschwäche
  6. Nervosität
  7. Depression

Beginn und Dauer der Wechseljahre beim Mann

Bei vielen Männern beginnen diese Beschwerden etwa ab 40 Jahren und dauern rund zehn Jahre oder länger an. Anders als Frauen, spüren Männer die ersten Anzeichen der Wechseljahre jedoch kaum. Denn schon ab 30 Jahren produziert ihr Körper pro Jahr rund ein Prozent weniger Testosteron. Bis dieses minimale Absinken zum Tragen kommt, vergehen einige Jahre. Auch dann kommen die Symptome der Wechseljahre beim Mann nur langsam und nicht so plötzlich wie etwa Hitzewallungen bei der Frau.

Nicht alle Männer spüren etwas von den Wechseljahren

Die Erklärung dafür: Bei Frauen sinkt der Sexualhormon-Spiegel schubweise und bewirkt deshalb deutliche Symptome – 17 Wechseljahrssymptome bei Frauen. Beim Mann nehmen die Hormone minimal, aber stetig ab. Über 50-jährige Männer weisen einen Testosteronspiegel auf, der unter 20 Prozent des Normalwerts liegt. Das zumindest zeigen Studien.

Das langsame Abfallen belastet nur wenig, der Körper kann sich besser an die sinkenden Hormonspiegel anpassen und die Anzeichen sind deshalb nicht so ausgeprägt.

Therapie: Diese pflanzlichen Mittel sind sinnvoll

Wechseljahrsbeschwerden beim Mann werden nur dann behandelt, wenn der Arzt mit einem Bluttest einen Testosteronmangel festgestellt hat und belastende Beschwerden auftreten. Dann kann schon eine Lebensstiländerung kleine Wunder bewirken. Diese Veränderungen lindern Wechseljahrssymptome:

  • Vitaminreiche, pflanzliche Kost (Verzicht auf Fleisch und vor allem Wurst)
  • Rauchen aufhören
  • weniger Alkohol trinken
  • viel Sport und täglich Bewegung (kurbelt Hormonproduktion wieder an)
  • Stressabbau
  • sexuell wieder aktiv werden (dazu gehört auch Selbstbefriedigung, weil Potenz Trainingssache ist)

Daneben gibt es einige Heilpflanzen, die dem Mann ab 50 guttun und die Wechseljahre beim Mann etwas abschwächen können, etwa:

  • Brennnesseln (Teekur mit zwei Tassen Brennnesseltee täglich)
  • Johanniskraut
  • Melisse
  • Teufelskralle

Eine Hormonersatztherapie empfehlen Ärzte Männern dagegen nur ungern. Denn Testosteron als Medikament eingenommen kann bei Männern Langzeitfolgen haben, die noch nicht absehbar sind, so könnten sie etwa das Risiko für Prostatakrebs erhöhen.

Die Wechseljahre: Wie sie bei der Frau anschlagen und was dagegen zu tun ist - unsere Themenseite gibt Infos.

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