14.02.2018

Brechdurchfall Inkubationszeit bei Magen-Darm-Grippe – schnell angesteckt

Kurze Inkubationszeit: Eine Magen-Darm-Grippe geht in der Regel schnell mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall einher.

Foto: iStock/AntonioGuillem

Kurze Inkubationszeit: Eine Magen-Darm-Grippe geht in der Regel schnell mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall einher.

Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Magen-Darm-Grippe verstreichen oft nur Stunden. Das sollten Sie über Ansteckung, Beschwerden und Dauer wissen.

Vor allem im Januar und Februar grassieren Viren, die Brechdurchfall auslösen. Besonders Kitas, Schulen, Büros und Pflegeeinrichtungen sind betroffen. Ursachen für die Magen-Darm-Grippe (medizinisch Gastroenteritis) sind bestimmte Erkältungsviren, die nicht nur die Schleimhäute in Nase und Hals angreifen, sondern auch auf Magen und Darm gehen können. Die Inkubationszeit, bis sich die Magen-Darm-Grippe bemerkbar macht, ist dabei unterschiedlich lang. Neben Erkältungsviren haben jetzt auch Rotavirus und Norovirus Saison.

Magen-Darm-Grippe: Ansteckung über Luft oder Türklinken

Erkältungsviren, aber eben auch Noroviren können sich per Tröpfcheninfektion über die Luft ausbreiten. Dagegen erfolgt der Ansteckungsweg bei Rotaviren – sowie bei Magen-Darm-Grippe auslösenden Bakterien – fäkal-oral (Schmierinfektion). Das bedeutet, dass sich die Krankheitserreger über den Stuhl oder Erbrochenes ausbreiten. So gelangen die Keime auf Türgriffe, in Handtücher, haften auf Spielzeug und können dadurch wieder andere Personen anstecken. Wie leicht Sie sich bei Magen-Darm-Grippe anstecken können, lesen Sie hier.

Ansteckungszeit: Nach vier Stunden geht’s los

Je nach Keim und wie gut das persönliche Immunsystem aufgestellt ist, können die ersten Symptome nach vier bis 48 Stunden auftreten. Das Tückische an einer Magen-Darm-Grippe: Noch bevor sich die ersten Anzeichen zeigen, können die Viren und Bakterien bereits weitergegeben werden. Erkrankte sind also schon ansteckend, obwohl sie sich noch gar nicht krank fühlen. Das erklärt, warum sich die Magen-Darm-Grippe oft so rasch ausbreiten kann.

Typische Beschwerden bei Magen-Darm-Grippe

Die wichtigsten Anzeichen einer Infektion sind:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • massiver Durchfall
  • manchmal Fieber

Das große Problem bei der Magen-Darm-Grippe: Weil der Körper dabei große Mengen an Flüssigkeit verliert, kann er dehydrieren. Dieses Risiko besteht vor allem für Babys, Kleinkinder, Senioren und chronisch Kranke. Deshalb sollten diese Personen bei einer Magen-Darm-Grippe immer ärztlich betreut werden. Bei sonst gesunden Menschen kann's aber auch so klappen. So werden Sie die Magen-Darm-Grippe natürlich los: Elf Hausmittel.

Magen-Darm-Grippe: Mit dieser Dauer müssen Sie rechnen

In der Regel sind die Beschwerden wie Fieber und Co. nach spätestens einer Woche abgeklungen. Wer ansonsten sehr gesund ist, überwindet die Magen-Darm-Grippe oft schon nach einem oder zwei Tagen. Doch auch danach sollten Sie noch eine strenge Hygiene einhalten. Denn auch wenn der Infekt überstanden ist, können Sie noch für mehrere Tage ansteckend sein – im Höchstfall eine Woche.

Insgesamt kann die Ansteckungsgefahr bei einer Gastroenteritis, also Magen-Darm-Grippe also fast drei Wochen betragen: Von der Ansteckung über den Ausbruch (Inkubationszeit) und bis zu einer Woche, nachdem sich die Magen-Darm-Probleme wieder gelegt haben.

Zu den Schutzmaßnahmen vor einer Magen-Darm-Infektion gehören

  • die Hände häufiger als normal zu waschen,
  • die Toilette zu reinigen und zu desinfizieren,
  • weder das Besteck noch die Tasse beziehungsweise den Becher eines Erkrankten zu benutzen sowie
  • engen körperlichen Kontakt zu vermeiden.

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