11.08.2017

Grützbeutel Atherom – vor allem am Kopf richtig entfernen

Atherome wachsen vor allem am Kopf.

Foto: ©iStock/fcafotodigital

Atherome wachsen vor allem am Kopf.

Die Knubbel im Gesicht sind zwar nicht gefährlich, stören aber erheblich. Was gegen ein Atherom hilft und auf was Sie achten müssen, wenn es sich entzündet.

Atherome wachsen vor allem am Kopf, etwa auf der Kopfhaut, manchmal hinter den Ohren oder im Bartbereich, selten auch in der Intimregion, wie auf den Hoden oder am Steißbein. Die Knubbel tun nicht weh und kommen manchmal wie über Nacht.

Grützbeutel oder Atherom steht für Zyste

Früher wurden die ein bis zwei Zentimeter großen beulenförmigen Zysten uncharmant als "Grützbeutel" bezeichnet. Heute hat sich der Fachbegriff Atherom durchgesetzt, was auf Griechisch so viel wie Weizengrütze bedeutet.

Die Bezeichnungen kommen daher, weil beim Aufstechen der kleinen Hohlkörper eine gallertartige Masse austritt, die ähnlich wie Weizengrütze aussieht.

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Behandlung gehört in die Hand des Arztes

Sie sollten ein Atherom jedoch nicht selbst behandeln, daran herumdrücken oder es sogar aufstechen. Zu groß ist dabei die Gefahr, dass es sich entzündet und eitert. Ein entzündetes Atherom ist immer riskant, im schlimmsten Fall kann es zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen.

Ansprechpartner ist am besten der Hautarzt. Er kann das Atherom fachmännisch öffnen, entleeren oder spindelförmig herausschneiden. Ein Druckverband sorgt danach dafür, dass sich der Hohlraum nicht wieder füllt. Trotzdem besteht das Risiko, dass der Grützbeutel wieder entsteht.

Atherom oder Grützbeutel – was ist das genau?

Die kleine Beule bildet sich meist um einen Haarbalg herum. Sie ist prall und lässt sich manchmal etwas verschieben. Es handelt sich dabei häufig um eine verstopfte Talgdrüse. Dadurch bildet sich unter der Haut ein Hohlraum, der sich mit einer weichen Masse aus Fettzellen und Hautzellen füllt, was medizinisch als Zyste bezeichnet wird. Von Atherom spricht der Arzt, wenn sich diese Hautzyste um eine Haarwurzel herum bildet.

Atherome treten vor allem einzeln auf. Selten entsteht eine ganze Gruppe. Diese Form wird als Atheromatose bezeichnet.

Gefährlich sind Atherome nicht, so lange sie sich nicht entzünden. Dann füllen sie sich mit Eiter und ein Abszess entsteht. Die Symptome eines entzündeten Atheroms: Die kleine Beule wird rot und schmerzt. Normalerweise tun Atherome jedoch nicht weh und die gutartigen Tumore sind vor allem am Kopf ein eher kosmetisches Problem. Der Auslöser für ein Atherom ist übrigens unbekannt, allerdings gibt es Familien, in denen die Zysten häufig auftreten. Eine genetische Komponente ist also sicher.

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