Aktualisiert: 24.06.2020 - 09:32

Fettleber ist weit verbreitet Wie Eiweiß vor der Volkskrankheit Fettleber schützt

Viele Kohlenhydrate, wenig Bewegung sowie Alkohol begünstigen eine Fettleber. Eine eiweißreiche und kalorienarme Ernährung kann der Krankheit vorbeugen.

Foto: Getty Images / katleho Seisa

Viele Kohlenhydrate, wenig Bewegung sowie Alkohol begünstigen eine Fettleber. Eine eiweißreiche und kalorienarme Ernährung kann der Krankheit vorbeugen.

Meist ist falsches Essen schuld an Fetteinlagerungen in der Leber. Wird die Fettleber nicht behandelt, kann sich das Organ entzünden. Aber Sie können selbst was dafür tun, um Ihr Entgiftungsorgan zu entlasten.

Fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland leidet unter einer Fettleber. Wird diese erkannt oder befürchtet, kann eine eiweißreiche und kalorienarme Ernährung der sogenannten "Volkskrankheit Fettleber" entgegenwirken. Typische Anzeichen dafür, dass die Leber verfettet, gibt es kaum – denn die Leber leidet stumm. Erst wenn die Fetteinlagerungen ausgeprägt sind, wird die Leber etwas dicker. Das kann sich durch leichten Druck im rechten Oberbauch zeigen, weil die Leber dann an die unterste Rippe drückt.

Die Fettleber gilt als die häufigste Lebererkrankung und auch Kinder können aufgrund von falscher Ernährung bereits an einer Fettleber erkranken. Als Ursachen für eine Fettleber zählen größtenteils eine falsche Ernährung, nicht genug Bewegung sowie Übergewicht. Auch starker Alkoholkonsum oder auch eine bereits bestehende Diabetes mellitus fördern eine Fettleber.

Die richtige Ernährung bei einer Fettleber
Die richtige Ernährung bei einer Fettleber

Eine eiweißreiche Ernährung hilft gegen eine Fettleber

Die Fettleber, in medizinischer Sprache auch Steatosis hepatis genannt, gehört zu den häufigsten chronischen Lebererkrankungen in Deutschland. Allgemein wird unter einer alkoholischen Fettleber und einer nicht alkoholischen Fettlebererkrankung unterschieden.
Unter der alkoholbedingten Fettleber (AFLD, Alcoholic Fat Liver Disease) leiden in Deutschland vor allem Männer. Dass Alkohol ein so hoher Risikofaktor ist, liegt einerseits an seinem Kalorienreichtum und andererseits daran, dass der Alkohol eben in der Leber abgebaut wird. Beim Abbau entstehen Fettsäuren, die sich in der Leber ablagern. Weitere Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Fettleibigkeit (Adipositas) können die alkoholbedingte Fettleber begünstigen. Aber nicht alle Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken, entwickeln eine Fettleber.

Was genau ist eine nicht alkoholische Fettleber?

Diese Form der Fettleber betrifft etwas häufiger Frauen und heißt nicht-alkoholbedingte Fettleber (NAFLD, Non-Alcoholic Fat Liver Disease) – wird aber auch als "Wohlstandserkrankung" bezeichnet. Als Ursache für die Volkskrankheit Fettleber steht ein ungesunder Lebensstil im Vordergrund. Insbesondere eine falsche Ernährung mit zu viel Zucker (auch Glukosesirup, Maissirup) und tierischen Fetten (z.B. aus Wurst, Fleisch, Frittiertem) sowie Bewegungsmangel begünstigen eine Fettleber. Fast alle Betroffenen sind übergewichtig. Zudem ist fast jeder Zweite mit Fettleber auch zuckerkrank oder weist erhöhte Blutfettwerte auf. Die nicht-alkoholbedingte Fettleber tritt in Deutschland am häufigsten auf.

Welche Gefahren bringt die Fettleber mit sich?

Die Folgen aller Fettleber-Formen sind die gleichen: Werden die Lebensgewohnheiten, insbesondere die Ernährung, nicht umgestellt droht die Leber zu entzünden. Sobald die Leber erste entzündliche Veränderungen aufweist, kommt es zu weiteren Symptomen wie Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Spätestens wenn Sie diese Anzeichen bemerken, sollten Sie zum Arzt gehen. Weitere Gefahren einer ignorierenden Lebererkrankung sind Leberzirrhose sowie auch Leberkrebs.

Wie kann ich eine Fettleber bekämpfen und vorbeugen?

Die Leber gehört zu den regenerationsfähigsten Organen und kann sich nach ihrer Erkrankung glücklicherweise wieder leicht erholen – sofern sie früh genug entdeckt wird. Diese Art der "Entfettung" lässt sich durch eine eiweißreiche und kalorienarme Ernährung, sowie durch viel Bewegung und einem geringen Alkoholkonsum erwirken. Bei Menschen, die ebenfalls unter Typ-2-Diabetes leiden, lässt sich das Leberfett durch eine eiweißreiche Ernährung bereits innerhalb von sechs Wochen um fast die Hälfte verringern, fand eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam heraus. Etwas schwieriger wird es bei einer durch Alkohol hervorgerufenen Fettleber.

Wie schützt mich eiweißreiche Ernährung vor einer Fettleber?

Mit der richtigen Diät können Sie selbst etwas dafür tun, dass die Fettleber abgebaut wird und das Organ wieder normal funktionieren kann. Dazu müssen Sie die Ursachen, die zur Fettleber führen, ausschalten. Nicht nur ein weitgehender Alkoholverzicht gehört dazu, sondern auch die gezielte Umstellung der Ernährung, erklärt Dr. Philipp Rommelmann, Medizinischer Autor und Naturwissenschaftler für Quiris Healthcare.

Ernährungsexperte Dr. Philipp Rommelmann empfiehlt eine eiweißreiche und kalorienarme Ernährung

"Mit den richtigen Ernährungsmaßnahmen kann man gezielt und effektiv handeln. So bringt eine eiweißreiche, kalorienarme Ernährung Leberfett regelrecht zum Schmelzen, wie in aktuellen klinischen Studien nachgewiesen werden konnte. Daher ist es wichtig, den Eiweißanteil in der täglichen Ernährung im Auge zu behalten. Die neue Ernährungsformel BioNorm bodyline aus der Apotheke bietet eine einfache Möglichkeit, den Protein-Anteil der täglichen Nahrung mit hochwertigem pflanzlichem Eiweiß zu erhöhen."

Zur Leber-Diät gehören statt Wurst, sehr fettreichen Lebensmitteln und Süßigkeiten vor allem frisches Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Fisch und ausschließlich Pflanzenöle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, wie Rapsöl und Olivenöl. Studien zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren nicht nur das Herz schützen, sondern auch die Leber.

Wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist...

Ist die Fettleber aber schon soweit fortgeschritten, dass sich eine Leberzirrhose entwickelt hat, stehen die Heilungschancen schlechter. Denn dabei werden Leberzellen zerstört und durch Narbengewebe ersetzt. Dann kann sich die Leber nicht mehr erholen. Sprechen Sie mit einem Arzt für eine mögliche Behandlung.

Noch mehr Wissenswertes über die Wichtigkeit von Diäten lesen Sie auf unserer Themenseite.

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