24.09.2018

Hirnhautentzündung Meningitis – elf wichtige Symptome und das Ansteckungsrisiko

Die wichtigsten Symptome einer Meningitis
Di, 11.06.2019, 10.01 Uhr

Die wichtigsten Symptome einer Meningitis

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Eine Meningitis kann binnen Stunden lebensgefährlich werden. Auf welche Anzeichen Sie neben Kopfschmerzen noch achten sollten!

Es beginnt mit grippeähnlichen Symptomen, im schlimmsten Fall tritt nach 24 Stunden der Tod ein. Hirnhautentzündung, lateinisch Meningitis, ist eine sehr ernste Erkrankung, deren Auslöser Viren oder Bakterien sind. Lesen Sie, welche Meningitis-Symptome typisch sind.

Im Fall der bakteriellen Menigitis sind meist Pneumokokken oder Meningokokken die Erreger. Für etwa zehn Prozent der Betroffenen verläuft eine Hirnhautentzündung durch Meningokokken tödlich. Rund 430 Fälle bakterieller Meningitis werden pro Jahr in Deutschland gemeldet, wie das RKI (Robert-Koch-Institut) berichtet. Erst kürzlich ist ein achtjähriges Mädchen in Hessen an den Folgen einer Meningitis gestorben. Heilen lässt sich die Krankheit aber.

Ein Fünftel der Patienten, die eine Hirnhautentzündung überleben, müssen jedoch mit bleibenden Schäden rechnen. Dazu gehören:

  • Krampfanfälle,
  • Taubheit und
  • Lernschwierigkeiten.

Die elf wichtigsten Symptome einer Meningitis

Symptome treten bei der Meningitis sehr schnell, fast plötzlich auf. Bereits die ersten Anzeichen, die auf eine Hirnhautentzündung hinweisen könnten, sollten Sie deshalb ernst nehmen und möglichst schnell von einem Arzt abklären lassen. Dazu gehören:

  1. Ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit Schwäche
  2. Gliederschmerzen
  3. Fieber
  4. Kopfschmerzen
  5. Schwindel
  6. manchmal Übelkeit und Erbrechen
  7. Lichtempfindlichkeit
  8. Lärmempfindlichkeit
  9. Nackensteifigkeit
  10. Kniereflex mit Anziehen des Beins, wenn der Kopf des liegenden Patienten angehoben wird (Brudzinski-Zeichen)
  11. unwillkürliches Kopfanheben und Schmerzen im Knie, wenn im Liegen Hüft- und Kniegelenk im rechten Winkel gebeugt sind und der Arzt am Fuß zieht, um das Knie in eine gerade Position zu bringen (Kernig-Zeichen).

Vor allem die drei letztgenannten Meningitis-Symptome gelten als wichtige Hinweise auf eine Hirnhautentzündung.

Jeder Deutsche geht im Jahr durchschnittlich 17 Mal zum Arzt. Aber weshalb? Wir zeigen die 30 Krankheiten, die Ärzte besonders oft diagnostizieren.

Wie ansteckend ist Meningitis?

Grundsätzlich ist die Hirnhautentzündung ansteckend. Die Ansteckungszeit von Meningitis beträgt zwischen zwei und 14 Tagen. Allerdings hängt es vom Erreger ab, wie hoch das Ansteckungsrisiko ist. Bestimmte auslösende Viren werden per Tröpfcheninfektion übertragen, diese Form der Hirnhautentzündung ist also sehr ansteckend.

Die Infektion mit den Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erfolgt dagegen durch Zecken, ist also nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Erst Stadium II der FSME ist übrigens eine Hirnhautentzündung. Der FSME kann man aber mit einer Impfung entgegenwirken.

Hoch ansteckend dagegen ist eine bakterielle Hirnhautentzündung durch Pneumokokken oder Meningokokken. Doch gegen diese beiden bakteriellen Infektionen gibt es Impfungen, die vor den wichtigsten Stämmen dieser Erreger schützen. Die Meningokokken-Impfung ist möglich – eine Impfpflicht besteht jedoch nicht. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt aber, bereits Säuglinge impfen zu lassen. Dann haben Meningitis-Symptome gar nicht erst eine Chance. Mehr zum Thema Impfung lesen Sie auf unserer Themenseite.

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