02.05.2018

Glücklicher leben Ständig genervt? Mit diesem Plan hat das nun ein Ende

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Sie sind ständig genervt und wollen endlich ausgeglichener und entspannter leben? Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Nerven dauerhaft beruhigen, damit Sie nicht mehr so schnell aus der Bahn geworfen werden.

Foto: iStock/npdesignde

Sie sind ständig genervt und wollen endlich ausgeglichener und entspannter leben? Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Nerven dauerhaft beruhigen, damit Sie nicht mehr so schnell aus der Bahn geworfen werden.

Sie sind ständig genervt und das belastet nicht nur Sie, sondern auch Ihre Mitmenschen? Dann tun Sie was dagegen! Bei diesem Plan konzentrieren Sie sich jeden Tag auf eine neue Aufgabe. So trainieren Sie Schritt für Schritt, was Ihren Nerven guttut. Ergebnis: Schon nach fünf Tagen haben Sie mehr seelische Kraft und lassen sich nicht mehr so schnell aus der Bahn werfen.

Wer ständig genervt ist und bei jeder Kleinigkeit an die Decke geht, stresst sich und andere. Höchste Zeit, die Stopp-Taste zu drücken. Doch wie kann die regelmäßige Verstimmung oder Gereiztheit überwunden werden? Das klappt natürlich nicht von heute auf morgen. Mit Misslaune umzugehen und daran zu arbeiten benötigt verschiedene Etappen. Mit unserem 5-Tage-Plan bewegen Sie sich Schritt für Schritt auf eine verbesserte Seelen- und Nervenkraft zu. Probieren Sie es aus!

Schluss mit dem ständig genervt sein: Schritt für Schritt zum Erfolg

Unser Plan baut sich über fünf Tage hinweg auf. Jeden Tag befassen Sie sich mit einem anderen Aspekt, der ständige schlechte Laune oder Gereiztheit auslösen kann. Die Etappen helfen Ihnen dabei, sich selbst zu reflektieren und die Faktoren aufzudecken, die Ihren Nerven eben nicht guttun. Ziel des 5-Tage-Plans ist es, dass Sie Ihre Lebensweise ausgeglichener gestalten sowie Trigger für angespannte Nerven erkennen.

1. Tag: Klüger essen

Wenn der Stress nagt, denken wir noch weniger an eine vernünftige Ernährung. Der schnelle Gang zum Imbiss, der Griff in die Schoko-Schublade oder ein großer Becher mit starkem Kaffee ersetzen gesunde Mahlzeiten. Katastrophe! Denn der Körper braucht dringend bestimmte Nährstoffe, um mit den Herausforderungen klarzukommen:

  • Das Gehirn kann keine Energie speichern, deshalb muss es regelmäßig mit Glukose aus komplexen Kohlenhydraten (Vollkorn-Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse) gefüttert werden.
  • Sackt der Blutzuckerspiegel zu stark ab, werden wir unkonzentriert und gereizt. Lange Ess-Pausen sind deshalb Gift für den Organismus.
  • Vitamin C ist ein Stress-Killer. Mehr Zitrusfrüchte (oder Erdbeeren, Kiwis, Paprika) sind gut für die Nerven.
  • Weil Gehirn und Nervenzellen zum größten Teil aus Wasser bestehen, muss der Organismus regelmäßig mit Flüssigkeit versorgt werden.

Das sollten Sie umsetzen:

  1. Ich esse fünf kleine Mahlzeiten im Abstand von etwa drei Stunden.
  2. Ich verzichte auf Fast Food. Ich esse nicht hektisch nebenbei.
  3. Ich entscheide mich bei Brot, Pasta oder Reis immer für die Vollkornvariante.
  4. Ich kombiniere zu jedem Essen eine Portion frisches Obst (150 g) oder Gemüse (200 g).
  5. Ich trinke über den Tag verteilt mindestens zwei Liter Wasser.

Die beste Nervennahrung: Entdecken Sie 13 Lebensmittel zum mehr Entspannung!

2. Tag: Tiefer atmen

Noch so ein Teufelskreis: Menschen, die unruhig oder angespannt sind, atmen zu hektisch und zu flach. Dadurch bekommen sie sechs bis zehnmal weniger Luft als tiefe Atmer, versorgen ihre Organe nicht optimal mit Sauerstoff und geben nicht genügend schlechtes Kohlendioxid wieder ab. Folge sind Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Verspannungen und noch größere Nervosität. Eine solide Basis also, um ständig genervt zu sein... Das Gute: Anders als zum Beispiel den Blutdruck können wir die Atmung bewusst beeinflussen und den richtigen Rhythmus wieder lernen.

Das sollten Sie umsetzen:

  1. Ich atme tief durch die Nase ein und zähle dabei bis vier. Beim Einatmen strömt Luft in Bauch und Becken. Wir nehmen etwas auf.
  2. Ich atme langsam durch die Nase aus und zähle dabei bis sechs. Beim Ausatmen strömt die Luft heraus. Wir geben etwas ab. Weil das die eigentliche Entspannung ist, sollte diese Phase etwa doppelt so lange dauern.
  3. Ich übe diesen Rhythmus gleich morgens im Bett und wiederhole die Übung jede Stunde, mindestens ein bis zwei Minuten.

3. Tag: Stress ausschalten

"Hilfe, wo ist mein Portemonnaie?", "Unverschämt, da drängelt sich einer vor!", "Oh nein, der Laden macht gleich zu!" Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, immer wenn wir uns aufregen, versetzen wir den Körper in Alarmbereitschaft.

Die Nebennierenrinde schüttet die Stresshormone Adrenalin und Cortisol aus. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt. Das ist ein angeborenes Programm, damit wir in Krisen-Situationen maximale Energie haben. Das Portemonnaie finden, den Drängler zurechtweisen, es noch in den Laden schaffen... Passiert aber zu viel Aufregendes zu schnell, schwimmen dauernd zu viele Stresshormone im Blut, der Organismus kann sich nicht mehr erholen. Sind wir in Alarmbereitschaft, stellen Magen und Darm ihre Tätigkeit quasi ein. Gestresste Menschen haben deshalb häufig Verdauungsprobleme.

Das sollten Sie umsetzen:

  1. Ich schaffe feste Plätze für Dinge, die ich häufig verlege.
  2. Wenn es nicht wichtig ist, gucke ich weg, statt zu kämpfen.
  3. Ich baue größere Zeitpuffer ein.
  4. Ich gehe jeden Tag eine halbe Stunde zu Fuß, weil das entspannt und die Verdauung anregt.

Stress kann die Gesundheit gefährden, denn er kann Auslöser für unterschiedliche Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Schlafstörungen und Magengeschwüre sein. Erfahren Sie wertvolle Tipps und Übungen, um richtig entspannten zu können.

Auf der nächsten Seite finden Sie unseren Anti-"genervt sein"-Plan für Tag 4 und 5!

 

4. Tag: Häufiger lachen

Das beste und gleichzeitig günstigste Mittel für stärkere Nerven verlernen wir immer mehr. Glücksforscher sagen, dass Menschen vor 60 Jahren noch dreimal so viel gelacht haben wie heute. Immerhin: Kinder kommen auch jetzt noch auf 400 Mal pro Tag, Erwachsene nur noch auf 15 Mal. Schade! Denn die Wissenschaft des Lachens (Gelotologie) hat schon unendlich viele positive Wirkungen bewiesen:

  • Lachen regt Gehirnzentren an, die für Gelassenheit und Selbstbewusstsein zuständig sind.
  • Die Produktion von Stresshormonen wird gebremst, Glückshormone ausgeschüttet. Wer lacht, fühlt sich sofort besser.
  • Eine Minute Lachen tut der Gesundheit so gut wie zehn Minuten Joggen oder 45 Minuten Meditation.
  • Lachen macht sympathisch. Wir kommen bei anderen besser an und müssen uns weniger ärgern.

Das sollten Sie umsetzen:

  1. Ich lache mich morgens im Spiegel an.
  2. Ich denke auf dem Weg zur Arbeit an meinen letzten Lachanfall und strahle.
  3. Ich kitzle meine Fußsohlen. Ich überblättere Witz-Seiten nicht als "Zeitverschwendung", sondern lese und lache.
  4. Ich hüpfe auf dem Bett (oder auf dem Teppich), bis ich lachen muss.

5. Tag: Vorbeugen

Mit dem Rüstzeug der letzten vier Tage sind Sie schon viel gelassener. Bleiben Sie bei den Übungen. Und damit Ihre Nerven in Zukunft von vornherein weniger strapaziert werden, lernen Sie jetzt noch, vorzubeugen. Dabei helfen zum Beispiel Tricks aus der Farb- oder Aromatherapie:

  • Warme Farben wie Rot, Gelb oder Orange geben Energie.
  • Dauernde Erreichbarkeit führt zu Dauerstress. Technik-Pausen sind deshalb Pflicht.
  • Aromen wirken aufs Unterbewusstsein. Zitrusdüfte stimmen positiv und erhöhen die Belastbarkeit.
  • Wer körperliche Spannung abbaut, entspannt auch die Psyche. Tiere zum Beispiel schütteln sich bei Stress automatisch.

Das sollten Sie umsetzen:

  1. Ich trage ein Accessoire in Rot, Orange oder Gelb.
  2. Ich schalte mein Handy mindestens eine Stunde ab.
  3. Ich schnuppere alle zwei Stunden an einer Zitrone.
  4. Ich schüttele Arme und Beine aus – immer wenn ich zur Toilette gehe.

Entdecken Sie bei uns noch mehr Entspannungstipps, um eben nicht mehr ständig genervt zu sein.

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