Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2026

Entzündungen hemmen: Ernährung bei Autoimmunerkrankungen

Ein herzförmiges Arrangement aus gesunden Lebensmitteln, darunter Lachs, Avocado, Grünkohl, Chiasamen, Blaubeeren, Mandeln, Walnüsse, Kirschtomaten, rote Zwiebeln, Gurkenscheiben, Brokkoli und Knoblauch. Die Zutaten sind farbenfroh präsentiert und symbolisieren eine ausgewogene Ernährung.   Fragen  Erklären
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Bei Autoimmunerkrankungen soll Ernährung Entzündungsprozessen entgegenwirken.

Mit der Ernährung lässt sich dem Körper viel Gutes tun und im Gegensatz zu manch anderen Lebensbereichen können wir selbst steuern, was wir essen. Die Frage ist nur: Welche Ernährung ist wirklich gesund?

Tag der gesunden Ernährung 2026: Autoimmunkrankheiten im Fokus

Am 7. März 2026, der zum 29. Mal vom Verband für Ernährung und Diätetik Aachen (VFED) initiiert wird, hat in diesem Jahr die Ernährung bei Autoimmunkrankheiten im Blick. Zu den häufigsten gehören:

  • rheumatologische Erkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • chronisch-entzündliche Haut- und Darmerkrankungen

Diese sind häufig zurückzuführen auf genetische Faktoren, Umwelteinflüsse und Störungen des Immunsystems und gehen mit Symptomen wie Gelenkschmerzen, Hautveränderungen und Verdauungsbeschwerden bis hin zu chronischer Müdigkeit und Muskelschwäche einher.

Autoimmunerkrankungen betreffen Millionen Menschen weltweit. Als Ernährungsberaterin freut es mich, zu beobachten, dass ein Aspekt zunehmend in den Fokus der Forschung rückt: die Rolle der Ernährung.

Immer mehr Patient*innen möchten ihre Ernährung aktiv nutzen, um Entzündungen zu reduzieren und ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Der Tag der gesunden Ernährung 2026 sensibilisiert dafür, dass sich mit der Ernährung und einer gezielten Ernährungstherapie als Teil der Behandlung durchaus etwas ausrichten lässt.

Ernährung bei Rheuma

Was ist überhaupt eine gesunde Ernährung?

Es wäre herrlich einfach, wenn es DIE richtige Ernährung für uns alle gäbe – aber es gibt sie nicht und vielleicht ist das auch gut so, denn Essen und Ernährung sollen uns ja nicht nur am Leben erhalten, sondern auch Spaß machen und haben eine soziale Komponente.

Wer krankheitsbedingt auch die Gesundheit berücksichtigt, sollte sich vollwertig und abwechslungsreich ernähren, damit dem Körper alle wichtigen Nährstoffe zugeführt werden.

Bei Autoimmunerkrankungen geht es vor allem darum, entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren. Ernährungsweisen wie die mediterrane Kost liefern eine hohe Menge an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren, die dabei helfen.

Studien zu Omega-3-Fettsäuren zeigen beispielsweise, dass der Verzehr von fettem Fisch Entzündungsmarker senken und bei rheumatischen Erkrankungen Schmerzen und Steifigkeit reduzieren kann.

Wenn es um gesunde Ernährung geht, wird oft auf die mediterrane Ernährung bzw. die Mittelmeer-Diät verwiesen. Sie ist reich an Gemüse, Obst, Olivenöl, Fisch, Vollkornprodukten und Nüssen und kann bei Autoimmunerkrankungen durchaus einen Unterschied machen. 

Darmgesundheit und Immunreaktion

Eine weitere Säule, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann, ist die Darmgesundheit. Der Darm beherbergt Milliarden Mikroorganismen, die zusammen das sogenannte Mikrobiom bilden. Forschende sehen zunehmend Zusammenhänge zwischen Veränderungen des Mikrobioms und Autoimmunerkrankungen.

Während stark verarbeitete Lebensmittel, ein Zuckerüberschuss und ein hoher Anteil gesättigter Fettsäuren entzündliche Prozesse begünstigen und das Gleichgewicht des Mikrobioms stören, wirken sich ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Gemüse und Vollkorn positiv auf die Darmflora aus.

In unserer Bildergalerie haben wir dir die Top 15 der ballaststoffreichen Lebensmittel zusammengestellt. Aber auch hier gilt, ihren Verzehr – gerade bei Darmerkrankungen – ärztlich abzusprechen.

Ernährung ist nicht alles bei Autoimmunerkrankungen 

Autoimmunerkrankungen sind ein weites und komplexes Feld. Am Tag der gesunden Ernährung finden in Deutschland bundesweit sowie in Belgien, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz zahlreiche Aktionen von Ernährungsfachkräften statt. "Mit diesem Aktionstag machen wir seit 1998 auf die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung aufmerksam", so Hedwig Hugot, zweite Vorsitzende des VFED.

Ernährung ist wichtig, gleichzeitig ist sie nicht als alleinige Therapie zu betrachten. Medikamente, Bewegung, Stressmanagement und ausreichender Schlaf sind ebenfalls zentrale Bausteine der Behandlung. Eine ausgewogene Ernährung kann diese Maßnahmen sinnvoll unterstützen, ersetzt sie aber nicht.

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Quellen:
vfed.de, mt-portal.de, who.int
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